Umlagesätze

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Umlagesätze

Bei der Angebotskalkulation werden die Einzelkosten der Teilleistungen (EKT) direkt ermittelt und darauf

und bei der

Aussagen darüber erfolgen zu einem Angebot bei Verlangen des Auftraggebers in den ergänzenden Formblättern Preise ( EFB-Preis) 221 und 222 sowie speziell zu den einzelnen Einheitspreisen (EP) im Formblatt 223 zu den abgefragten Positionen im Leistungsverzeichnis auf Grundlage des Vergabe- und Vertragshandbuchs ( VHB-Bund, Ausgabe 2008, Stand: April 2016).

Die Summe aus BGK, AGK und W&G als Gesamtumlage entspricht wertmäßig dem Deckungsbeitrag (DB), jedoch meistens ausgedrückt als Anteil von einer Angebotssumme als Bezugsgröße. Die Verrechnung der Gesamtumlage erfolgt in der Angebotskalkulation allgemein mit Umlagesätzen. Für die Wahl der Umlagen, nach denen dieser Kostenblock verteilt werden soll, ist ein weiter Spielraum gegeben, angefangen von der:

  • gleichmäßigen Umlage auf alle Kostenarten der Einzelkosten oder
  • Festlegung von unterschiedlichen Zuschlagsätzen für jede Einzelkostenart oder
  • Festlegung fester Umlagesätze für die Kostenarten außer Lohn und Umlage der Restgemeinkosten über den Lohn.

Letztere Variante ist in der Baupraxis überwiegend üblich bei der Endsummenkalkulation als Kalkulationsverfahren. Die Regelumlagesätze für die Verteilung der Gemeinkosten und des Gewinns auf die einzelnen Kostenarten liegen in den Spannen:

  • ca. 10 bis 25 % auf Stoffkosten,
  • ca. 7 bis 15 % auf Gerätekosten,
  • ca. 5 bis 15 % auf Hilfs- und Betriebsstoffe,
  • ca. 3 bis 10 % auf sonstige Kosten,
  • ca. 8 bis 15 % auf Fremdleistungen und
  • daraus ableitend eine Umlage auf den Kalkulationslohn von ca. 50 bis 80 %.

Die Umlagesätze sind betriebsspezifisch und ggf. auftragsindividuell zu prüfen und festzulegen, und zwar unter Berücksichtigung der Bauleistungsstruktur und der Bauleistungssparte wie Hochbau, Tiefbau u. a. des jeweiligen Bauauftrags.

Die Vorausbestimmung für den Ansatz in der Angebotskalkulation sollte mit Bezug auf die betriebliche Finanzplanung und in Abstimmung mit dem kaufmännischen Leiter des Bauunternehmens vorgenommen werden. Als Grundlage können die Unterlagen des betrieblichen Rechnungswesens (Jahresabschluss, Baubetriebsabrechnung und BWA – Betriebswirtschaftliche Auswertungen) bzw. die Finanzplanung für das laufende bzw. künftige Geschäftsjahr herangezogen werden. Die Musterrechnungen unter " Finanzplan zur Ermittlung von Kalkulationszuschlagssätzen " lassen sich dafür auch nutzen. Die Kalkulationssoftware " nextbau " bietet noch weitere Musterfinanzpläne, und zwar differenziert für verschiedene Leistungssparten und Betriebsgrößen in der Bauwirtschaft an.

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Baunachrichten zu Umlagesätze

Die Endsummenkalkulation - 02.12.2011 Wie in der letzten Ausgabe gezeigt wurde, bieten sich verschiedene Verfahren für die Angebotskalkulation an. Welches Verfahren gewählt wird, entscheidet das Bauunternehmen...
02.12.2011 Wie in der letzten Ausgabe gezeigt wurde, bieten sich verschiedene Verfahren für die Angebotskalkulation an. Welches Verfahren gewählt wird, entscheidet das Bauunternehmen...

Begriffs-Erläuterungen zu Umlagesätze

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