Angebotssumme

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Angebotssumme

Als Angebotssumme wird allgemein die wertmäßige Summe der Gesamtbeträge aller Leistungspositionen eines Leistungsverzeichnisses (LV) im Ergebnis einer Angebotskalkulation aufgefasst. Sie wird oft synonym auch als Angebotsendsumme bezeichnet. Die Angebotssumme drückt praktisch den kalkulierten Gesamtpreis als Angebot für das ausgeschriebene Bauvorhaben insgesamt aus und in der Regel nicht nur den Preis für Teilleistungen, Bereiche des LV, Gewerke u. a. sowie nicht für eine einzelne Leistungsposition aus dem Produkt von Leistungsmenge und Einheitspreis (EP). Dafür wird die Bezeichnung Gesamtbetrag verwendet.
Zu differenzieren ist bei der Angebotssumme nach:
  • Angebotssumme ohne Umsatzsteuer (als Angebotssumme-Netto) und
  • Angebotssumme mit Umsatzsteuer (als Angebotssumme-Brutto)
mit Bezug auf das Kalkulationsschema der Baukalkulation.
Hinzuzurechnen ist die zurzeit gültige Umsatzsteuer, soweit nicht die Steuerschuldnerschaft für Bauleistungen nach § 13b des Umsatzsteuergesetzes (UStG) maßgebend ist und der Leistungsempfänger Steuerschuldner für die Umsatzsteuer ist. Als Summe stellt sich dann die Angebotssumme-Brutto, d. h. einschließlich Umsatzsteuer dar. Wird mit dem Angebot ein Preisnachlass gewährt, ließe sich die Angebotssumme auch noch "mit oder ohne" Preisnachlass darstellen.
Die Angebotssumme ist bei der Angebotsprüfung zunächst rechnerisch auf Richtigkeit zu prüfen. Entspricht der Gesamtbetrag einer Ordnungszahl bzw. Position im LV nach § 16c Abs. 2, Nr. 1 (analog nach § 16c EU Abs. 2, Nr. 1 und § 16c VS Abs. 1, Nr. 1) in der VOB/A nicht dem Ergebnis aus der Multiplikation von Mengenansatz und Einheitspreis, so ist der Einheitspreis für die Bestimmung der Angebotssumme maßgebend. Ist die Vergabe eines ausgeschriebenen Bauauftrags auf Grundlage einer Pauschalsumme vorgesehen, so gilt diese Pauschalsumme ohne Rücksicht auf etwa angegebene Einheitspreise als Angebotssumme.
Werden Preise zu Teilleistungen bzw. einzelne Leistungspositionen des Leistungsverzeichnisses geprüft, so sollten sie stets im Rahmen der Angebotssumme beurteilt werden. Sind Einzelpreise jedoch von vornherein als unangemessen anzusehen, dann sind durchaus Zweifel zur Preisermittlung angebracht, die ggf. eine Preisspekulation oder eine Mischkalkulation vermuten lassen.
Die im Ergebnis einer Angebotsprüfung festgestellte Angebotssumme ist bei öffentlichen Bauaufträgen in der Niederschrift über den Eröffnungstermin zu vermerken.
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Baunachrichten zu Angebotssumme

Baupreise und Angebotssumme - Kosten und Angebotsbilanz -Was ist zuerst da: die Baupreise oder die Angebotssumme? Bestimmen die Baupreise die Angebotssumme oder werden sie daraus bestimmt? Auf den ersten Blick scheint alles klar. Wie im Lokal. Der Kellner tippt die Bestellungen nach Speisekarte ein und bringt die Rechnung. Eine Milchmädchenrechnung? Faktisch war es aber der Wirt. Er hat vorher Speisen und Getränke kalkuliert. Und die Kosten sind der Schlüssel zur Lösung. Man sollte eben die Rechnung nicht ohne den Wirt machen.
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EFB-Preise in der Praxis - 02.08.2011 Baukalkulation und ergänzende Formblätter Preise (EFB-Preis) sind vom Inhalt her zwei Seiten einer Medaille. In der Praxis werden sie aber oft noch getrennt realisiert...
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Angebotskalkulation mit einem Schuss optionalem Optimismus -Angebote sind das Vorspiel für die Einkäufer und Verkäufer. Es wird ein Wille erklärt, unter welchen Bedingungen man zueinander findet. In der Folge von Agieren und Reagieren. Und bei Einigung wird aus dem Antrag ein Vertrag zwischen Beiden. Beim Bauvertrag geht es im Kern für die Auftraggeber und -nehmer um die fristgemäße Erbringung von Bauleistungen und deren Vergütung. Dabei ist im Angebot standort- und auftragsindividuell zu kalkulieren. Die Frage ist nur: Wer definiert wie die Bauleistungen? Die Anfragen zum Bauen können
Angebote sind das Vorspiel für die Einkäufer und Verkäufer. Es wird ein Wille erklärt, unter welchen Bedingungen man zueinander findet. In der Folge von Agieren und Reagieren. Und bei Einigung wird aus dem Antrag ein Vertrag zwischen Beiden. Beim Bauvertrag geht es im Kern für die Auftraggeber und -nehmer um die fristgemäße Erbringung von Bauleistungen und deren Vergütung. Dabei ist im Angebot standort- und auftragsindividuell zu kalkulieren. Die Frage ist nur: Wer definiert wie die Bauleistungen? Die Anfragen zum Bauen können
EFB-Preise leicht gemacht - 02.09.2011 Nicht oder verspätet vorgelegte Formblätter Preise (EFB-Preise) können zum Ausschluss des Angebots bzw. zur Nichtberücksichtigung nach VOB/A führen...
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Das Leistungsverzeichnis präsentiert sich als eine Parade aufgestellter Positionen. Scheinbar beliebig austauschbar. In Reih und Glied stehen sie trügerisch geordnet mit Menge, Text und Preis. Tatsächlich sind die Positionen aber vernetzt. Beauftragt wird ein verknüpftes Geflecht von Einzelleistungen. Eine nachträgliche Änderung zieht eine Reihe anderer Änderungen nach sich. Mit der Schlussrechnung kommt dann das dicke Ende. Im Konglomerat von gekündigten, geänderten und zusätzlichen Leistungen kombiniert mit Minder- und Mehrmengen verliert man schnell den Überblick.

Begriffs-Erläuterungen zu Angebotssumme

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sind Preisbestandteile der Angebotskalkulation des Bauunternehmers zum Angebot für einen Bauauftrag. In der Vergangenheit wurden beide zusammengefasst vorbestimmt bzw. festgelegt, beispielsweise bei...
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