Anrechenbare Kosten nach HOAI

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Anrechenbare Kosten nach HOAI

Mit Bezug auf § 4 Abs. 1 HOAI- 2013 sind die anrechenbaren Kosten "Teil der Kosten für die Herstellung, den Umbau, die Modernisierung, Instandhaltung oder Instandsetzung von Objekten sowie den damit zusammenhängenden Aufwendungen". Zu bestimmen sind sie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik oder nach Verwaltungsvorschriften auf der Basis ortsüblicher Preise. Wird in der HOAI im speziellen Fall Bezug genommen auf die DIN 276 - Kosten im Bauwesen, dann ist die Kostenermittlung danach vorzunehmen. Die DIN 276 liegt neu bearbeitet in der Fassung vom Dezember 2018 vor,in der die vorherigen Teile der DIN 276-1 (Teil 1: Hochbau, Dezember 2008) und DIN 276-4 (Teil 4: Ingenieurbau, August 2009) zur neuen Norm DIN 276 (2018-12) zusammengefasst wurden.
In Verbindung dazu bliebe zu beachten, dass das BGH mit Urteil vom 16. November 2016 (AZ.:VII ZR 314/13) entschieden hat, dass Vertragsklauseln, nach denen die anrechenbaren Kosten auf der Grundlage einer "genehmigten Kostenberechnung" zu bestimmen sind, unwirksam sind, da sie die Bauplaner ggf. unangemessen benachteiligen.
Werden ortsübliche Preise herangezogen, dann gelten sie nach § 4 Abs. 2 HOAI als anrechenbare Kosten, wenn der "Auftraggeber
  1. selbst Lieferungen oder Leistungen übernimmt,
  2. von bauausführenden Unternehmen oder von Lieferanten sonst nicht übliche Vergünstigungen erhält,
  3. Lieferungen oder Leistungen in Gegenrechnung ausführt oder
  4. vorhandene oder vorbeschaffte Baustoffe oder Bauteile einbauen lässt.
Nicht Bestandteil der anrechenbaren Kosten ist die auf die Kosten von Objekten entfallende Umsatzsteuer.
Soll Bausubstanz mitverarbeitet werden, so ist sie bei den anrechenbaren Kosten angemessen zu berücksichtigen. Umfang und Wert der mitzuverarbeitenden Bausubstanz sind zum Zeitpunkt der Kostenberechnung nach DIN 276 oder, sofern diese nicht vorliegt, zum Zeitpunkt der Kostenschätzung nach DIN 276 objektbezogen zu ermitteln und schriftlich zu vereinbaren.

Baunachrichten zu Anrechenbare Kosten nach HOAI

Vom Planer zum Unternehmer - 04.10.2013 Der Berufsalltag von Architekten und Ingenieuren hat sich in Folge des technischen Fortschritts und der Rechtsprechung nachhaltig gewandelt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die...
04.10.2013 Der Berufsalltag von Architekten und Ingenieuren hat sich in Folge des technischen Fortschritts und der Rechtsprechung nachhaltig gewandelt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die...
Kostenberechnung gewinnt mit der Neufassung der HOAI 2009 an Bedeutung -Der Bauherr will bauen. Und wer baut, muss zahlen! Für Beratungs-, Planungs- und Bauleistungen. Was kostet wie viel? Beim einfachen Bauen im Bestand plant der Bauherr direkt mit den Bauschaffenden. Dafür erhält er das Angebot inklusive Beratung. Die Vergütung erfolgt über die Baupreise der Bauleistungen. Anders bei Neu-, Umbauten und komplexen Sanierungen. Externe Beratungen und Bauplanungen samt Genehmigungen werden erforderlich. Für deren Erfüllung braucht der Bauherr professionelle Hilfe. Diese geistigen Leistungen werden vergütet mit Honoraren. Erwartungsgemäß im Bezug zum Bau. Leistungsbilder nach HOAI - Kostengruppen nach DIN 276. Somit bestimmen die Baupreise indirekt das Honorar. Der Kreis wird geschlossen - eine bauwirtschaftliche Quadratur. Welche Kosten sind anrechenbar? Tatsächliche oder geplante. Und mit dem Steigen der Bausumme wächst das Honorar. Zur planerischen Qualität gehören auch die Baukosten. Oft führt eine schlechte Planung zu höheren Baukosten. Nicht würdig zu belohnen. Ein Malus als Abzug wäre gerechter. Dagegen erfordern bestmögliche Baukosten mehr geistigen Aufwand. Dies sollte nicht bestraft werden. Ein Bonus als Erfolgsbeteiligung wäre sinnvoller.
Der Bauherr will bauen. Und wer baut, muss zahlen! Für Beratungs-, Planungs- und Bauleistungen. Was kostet wie viel? Beim einfachen Bauen im Bestand plant der Bauherr direkt mit den Bauschaffenden. Dafür erhält er das Angebot inklusive Beratung. Die Vergütung erfolgt über die Baupreise der Bauleistungen. Anders bei Neu-, Umbauten und komplexen Sanierungen. Externe Beratungen und Bauplanungen samt Genehmigungen werden erforderlich. Für deren Erfüllung braucht der Bauherr professionelle Hilfe. Diese geistigen Leistungen werden vergütet mit Honoraren. Erwartungsgemäß im Bezug zum Bau. Leistungsbilder nach HOAI - Kostengruppen nach DIN 276. Somit bestimmen die Baupreise indirekt das Honorar. Der Kreis wird geschlossen - eine bauwirtschaftliche Quadratur. Welche Kosten sind anrechenbar? Tatsächliche oder geplante. Und mit dem Steigen der Bausumme wächst das Honorar. Zur planerischen Qualität gehören auch die Baukosten. Oft führt eine schlechte Planung zu höheren Baukosten. Nicht würdig zu belohnen. Ein Malus als Abzug wäre gerechter. Dagegen erfordern bestmögliche Baukosten mehr geistigen Aufwand. Dies sollte nicht bestraft werden. Ein Bonus als Erfolgsbeteiligung wäre sinnvoller.
Vergütungen nach der neuen HOAI 2013 zwischen Kosten und Leistungen -Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist ein deutsches Preisrecht für Planungsleistungen. Nicht der Preiskampf, sondern das Ringen um Planungsqualität soll den Wettbewerb der Architekten und Ingenieure bestimmen. Die bisherigen Honorare von 1996 wurden 2009 einmal pauschal um 10% erhöht. Mit der HOAI 2013 erfolgt eine erstaunlich unterschiedliche Anhebung der Tafelwerte bei veränderten Leistungsbildern. Dabei sind Grundleistungen und Besondere Leistungen maßgebend gewachsen. Die höheren Honorare beinhalten in den mannigfaltigen Spannweiten somit mehr Leistungen. Diese strukturelle Aktualisierung der Honorarsätze soll den Honorarbedarf sichern. Verbindlich bestätigt wurde die neue HOAI am 7.6.2013 vom Bundesrat. Denkbar knapp mit 35 von 69 Stimmen. Es gibt Kritik und mancher Bauherr befürchtet auch die Verteuerung der gesamten Baukosten.
Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist ein deutsches Preisrecht für Planungsleistungen. Nicht der Preiskampf, sondern das Ringen um Planungsqualität soll den Wettbewerb der Architekten und Ingenieure bestimmen. Die bisherigen Honorare von 1996 wurden 2009 einmal pauschal um 10% erhöht. Mit der HOAI 2013 erfolgt eine erstaunlich unterschiedliche Anhebung der Tafelwerte bei veränderten Leistungsbildern. Dabei sind Grundleistungen und Besondere Leistungen maßgebend gewachsen. Die höheren Honorare beinhalten in den mannigfaltigen Spannweiten somit mehr Leistungen. Diese strukturelle Aktualisierung der Honorarsätze soll den Honorarbedarf sichern. Verbindlich bestätigt wurde die neue HOAI am 7.6.2013 vom Bundesrat. Denkbar knapp mit 35 von 69 Stimmen. Es gibt Kritik und mancher Bauherr befürchtet auch die Verteuerung der gesamten Baukosten.
Planernachtrag wegen 41 Monate Bauzeitüberschreitung - 31.10.2015 Die Klage eines Architekten gegen den Bund auf zusätzliches Honorar aus Bauzeitverlängerung von 41 Monaten, gestützt auf die RBBau-Vereinbarung wurde vom Landgericht Lübeck abgewiesen. Begr
31.10.2015 Die Klage eines Architekten gegen den Bund auf zusätzliches Honorar aus Bauzeitverlängerung von 41 Monaten, gestützt auf die RBBau-Vereinbarung wurde vom Landgericht Lübeck abgewiesen. Begr...

Begriffs-Erläuterungen zu Anrechenbare Kosten nach HOAI

Durch die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) werden die Entgelte für Architekten- und Ingenieurleistungen geregelt. Weiterhin sind in ihr die einzelnen Leistungsphasen der Bauplanun ...
§ 6 der2013 (in Kraft seit dem 17. Juli 2013 und veröffentlicht im BGBl. I 2013 Nr. 37, S. 2276) sagt über die Grundlagen des Honorars für die Bauplanung aus. Das Honorar richtet sichfür dieLei ...
Der beauftragte Umfang der Planungsleistungen nach kann sich ändern. Einigen sich Auftraggeber und Auftragnehmer als Vertragspartner während der Laufzeit des Vertrags darauf, dass der Umfang der beau ...
Grundlagen für die Honorierung von Leistungen der Bauplanung liefern die Regelungen in der -2013, in Kraft seit 17. Juli 2013 (veröffentlicht im BGBl. I 2013 Nr. 37, S. 2276). Maßgebend sind die zu e ...

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