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Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung ist ein spezieller Zweig der Sozialversicherung. Sie ist gewissermaßen eine Schadensversicherung und bietet dem abhängig Beschäftigten Schutz gegen das Risiko der Arbeitslosigkeit. Der Schaden wird über das Arbeitslosengeld in einer vom Gesetzgeber bestimmten Dauer während der Arbeitslosigkeit teilweise abgedeckt. Das Sozialgesetzbuch (SGB) III regelt die Beitragssätze für die Arbeitslosenversicherung sowie ebenfalls die Leistungssätze für das Arbeitslosengeld.
Der Beitragssatz (§ 341 Abs. 2 SGB III) wird ab 1. Januar 2019 auf 2,5 % gesenkt (vorher seit 2011 = 3,0 %). Nach § 346 SGB III ist der Beitrag je zur Hälfte vom Bauunternehmen als Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer zu tragen. Von noch beschäftigten Altersrentnern ist ab Erreichen der Regelaltersgrenze kein Beitrag zur Arbeitslosenversicherung weder vom Rentner noch vom Arbeitgeber (als Übergangsregelung noch bis 31.12.2021) zu entrichten.
Die Beitragssätze zur Arbeitslosenversicherung gelten bis zu vorbestimmten Beitragsbemessungsgrenzen. Sie betragen für das Jahr 2019 in:
  • Deutschland- West 80.400 € (2018 = 78.000 €) im Jahr und monatlich 6.700 €, (2018 = 6.500 €),
  • Deutschland-Ost 73.800 € (2018 = 69.600 €) im Jahre und monatlich 6.150 € (2018 = 5.800 €).
Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zählen zu den gesetzlichen Sozialkosten. Sie sind folglich ebenfalls Bestandteil der Lohnzusatzkosten (speziell der lohngebundenen Kosten) der gewerblichen Arbeitnehmer sowie auch Gehaltszusatzkosten zu Angestellten und Polieren. Sie werden als Lohn- und Gehaltskosten mit im Baupreis kalkuliert.
In den jährlichen Musterberechnungen der Bauverbände zur Bestimmung des Zuschlagsatzes für die Lohn- und Gehaltszusatzkosten wird die Arbeitslosenversicherung in der Position 2.2.1.2 ausgewiesen. Betriebsindividuelle Unterschiede sind eigentlich bei den gewerblichen Arbeitnehmern nicht anzunehmen, da deren Verdienst die Beitragsbemessungsgrenzen kaum überschreiten wird.
Für die Angestellten einschließlich Poliere ist zunächst zu prüfen, wie hoch der Anteil an den gesamten Angestellten ist, deren monatliche Gehälter oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Das wird in den Bauunternehmen zwischen West- und Ostdeutschland sowie in den Unternehmen verschiedener Größe und Leistungssparten unterschiedlich sein. Ein betriebsindividueller Ansatz ist zu prüfen und in den Berechnungen anzusetzen. In den Musterberechnungen der Bauverbände für die Berechnung eines Zuschlagsatzes für die Gehaltszusatzkosten wurde der Anteil von Angestellten, deren Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, in Bauunternehmen Ostdeutschlands mit 0 % angesetzt, für Westdeutschland von 2,5 % für Angestellte sowie 0 % für Poliere.
Für die Angestellten in Bauunternehmen in Westdeutschland wäre dann bei hälftigem Anteil ein Satz ab 2019 anzusetzen in Höhe von:
  • (2,50 % x 97,50 %) :(2 x 100 %)= 1,22 % für Angestellte
  • (2,50 % x 100 %):(2 x 100 %)= 1,25 % für Poliere.
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Baunachrichten zu Arbeitslosenversicherung

Lohn- und Gehaltszusatzkosten – veränderte Zuschlagsätze ab 2014 - 07.03.2014 Die genauen Änderungen weisen die Musterrechnungen der exemplarischen Berechnungsschemata des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie für 2014 aus...
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04.05.2018 Die exemplarischen Musterrechnungen sind zum 01. März 2018 vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie aktualisiert worden. Die Werte für die Lohn- und Gehaltszusatzkosten sind gegenüber 20...
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04.05.2012 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...

Begriffs-Erläuterungen zu Arbeitslosenversicherung

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