Beitragssätze zur SOKA-Bau

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Beitragssätze zur SOKA-Bau

An die Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-Bau) sind von den Bauunternehmen monatlich Beiträge als Umlagen zu leisten, aus denen danach die Urlaubsentgelte und Ausbildungskosten finanziert und den Bauunternehmen erstattet werden. Grundlage für das Sozialkassensystem bildet der "Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe (VTV)", der als allgemein verbindlich erklärt ist.
Zum Geltungsbereich zählen ausschließlich Unternehmen des Baugewerbes und zwar deren gewerbliche Arbeitnehmer, aber keine Angestellten. Von der Beitragspflicht befreit sind Auszubildende. Verbindlich ist das Sozialkassenverfahren dem Grunde nach für alle jene Bauunternehmen, für deren gewerbliche Arbeitnehmer auch der BRTV-Baugewerbe allgemein verbindlich ist.Nicht einbezogen sind jedoch eine Reihe von Baugewerken wie das Dachdecker-, Gerüstbau-, Glaser-, Maler-, Parkettleger-, Schreiner-, Klempner undSteinmetzhandwerk, weiterhin das Beton- und Terrazzowaren herstellende Gewerbe, die Nassbaggerei und Säurebauindustrie.Teils gelten für Gewerke spezielle Beitragssätze zum Umlageverfahren wie für Dachdecker (SOKA-Dachdeckerhandwerk) und Gerüstbau (SOKA-Gerüstbaugewerbe), teils werden in einzelnen Gewerken die Urlaubsentgelte direkt an die betreffenden Arbeitnehmer gezahlt und nicht über das Umlageverfahren.
Der Berechnung der Beiträge im Sozialkassenverfahren wird die lohnsteuerpflichtige Bruttolohnsumme aller gewerblichen Arbeitnehmer zugrunde gelegt. Die Beiträge umfassen seit 2016 folgende Sätze und sind auch bis voraussichtlich März/April 2018 weiter in der Höhe anzuwenden:
WestOst
Urlaub14,50 %14,50%
Berufsbildung2,10 %2,10 %
ZVK3,80 %0,60 %
Gesamt20,4 %17,20 %
Noch im 1. Halbjahr 2018 wird für das Tarifgebiet-West eine Anpassung des Urlaubskassenbeitrags von + 0,6 % und des Zusatzversorgungsbeitrags von ./. 0,6 % erfolgen, jedoch der Gesamtbeitrag in bisheriger Höhe bestehen bleiben. Im Tarifgebiet- Ost wird ebenfalls der Urlaubskassenbeitrag um 0,6 % erhöht werden, weiterhin auch der Zusatzversorgungsbeitrag um ca. 0,3 bis 0,35 % steigen. Das wird voraussichtlich zu einer Erhöhung des Beitragssatzes gesamt von ca. 0,95 % noch im 1. Halbjahr 2018 führen.
Für Berlin gelten spezielle Beitragssätze, differenziert nach Berlin-West und Berlin-Ost. Sie betragen seit 1. Januar 2016 für Berlin-West gesamt 26,55 % (wie im Vorjahr) und Berlin-Ost gesamt 23,35 % (wie im Vorjahr) und sind auch in dieser Höhe bis voraussichtlich März/April 2018 weiter heranzuziehen:
Berlin-WestBerlin-Ost
Urlaub14,50 %14,50 %
Berufsausbildung1,65 %1,65 %
ZVK3,80 %0,60 %
Sozialaufwandserstattung6,60 %6,60 %
Noch im 1. Halbjahr 2018 wird sich die Zusammensetzung mit Änderung des Urlaubskassen- und Zusatzversorgungsbeitrags verschieben, wobei der Gesamtbeitragssatz für Berlin-West unverändert bleiben und sich der Satz für Berlin-Ost voraussichtlich um ca. 0,95 % erhöhen wird.
Als Bestandteil ist in diesen Beitragssätzen eine Sozialaufwandserstattung als Besonderheit in Berlin in Höhe von 6,6% enthalten.
Seit 1. Januar 2016 ist im Baugewerbe die Tarifrente-Bau auf Grundlage des neuen "Tarifvertrags über eine zusätzliche Altersversorgung im Baugewerbe (TZA Bau) vom 5. Juni 2014" eingeführt. Die Tarifvertragsparteien im Baugewerbe haben in der Tarifrunde 2014 vereinbart, zur Finanzierung der Tarifrente-Bau und der Rentenbeihilfen-Bau ab 1. Januar 2016 einen Beitrag zu erheben, dessen Höhe für das Baugewerbe und für das Berliner Betonsteingewerbe in Verfahrenstarifverträgen festgelegt wird.
Die "Vereinbarung zur Festlegung der ZVK-Beiträge vom 5. Juni 2014" weist bereits die ab 1. Januar 2016 geltenden Sozialkassenbeiträge zur Finanzierung der Altersversorgungsleistungen aus. Die Beiträge werden für gewerbliche Arbeitnehmer wie gegenwärtig als Prozentsatz mit Bezug auf die Bruttolohnsumme festgelegt, und zwar in folgender Höhe differenziert nach Jahren und räumlichen Geltungsbereichen:
  • für Betriebe im Tarifgebiet-West (alte Bundesländer) sowie in Berlin-West:
    • ab 1. Januar 2016 = 3,8 %
    • ab 1. Januar 2018 = 3,2 %
  • für Betriebe im Tarifgebiet-Ost (neue Bundesländer) und Berlin-Ost:
    • ab 1. Januar 2016 = 0,6 %
    • ab 1. Januar 2017 = 0,8 %
    • ab 1. Januar 2020 = 1,0 %.
Die Beiträge für Angestellte und Auszubildende werden als absolute Monatsbeiträge bestimmt, und zwar nach folgender Höhe differenziert nach Jahren und räumlichen Geltungsbereichen:
  • für Angestellte in Betrieben im Tarifgebiet-West (alte Bundesländer) und Berlin-West:
    • ab 1. Januar 2016 sowie auch in 2017 = 79,50 € monatlich(Tagesbeitrag = 3,98 €)
    • ab 1. Januar 2018 = 67,00 € monatlich (Tagesbeitrag = 2,23 €)
  • für Angestellte in Betrieben im Tarifgebiet-Ost (neue Bundesländer) und Berlin-Ost:
    • ab 1. Januar 2016sowie ebenfalls 2017 und 2018 = 25,00 € monatlich (Tagesbeitrag = 1,25 €)
  • gewerbliche, kaufmännische und technische Auszubildende bundesweit:
    • ab 1. Januar 2016 und ebenfalls in 2017 und 2018 = 20,00 € monatlich (wobei diesen Betrag die ULAK für den Arbeitgeber an die ZVK zahlt).

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