Beschreibung der Bauleistung

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Beschreibung der Bauleistung

Nach § 1 in der VOB, Teil A gelten alle Arbeiten jeder Art als Bauleistungen, durch die eine bauliche Anlage hergestellt, instand gehalten, geändert oder beseitigt wird. Sie umfassen eine Vielzahl von Teilleistungen, die zusammengefügt am Ende eine bauliche Anlage ergeben. Sie können auch verschiedene Lieferungen z. B. für Bauteile und Dienstleistungen (z. B. Planungsleistungen) einschließen, die für die Herstellung bis hin zum Rückbau bzw. Abbruch erforderlich sind.
Im Rahmen des Baurechts werden die Bauleistungen durch das Bau-Soll als vertraglich zu vereinbarende Bauleistungen bestimmt. Folglich sollte die Betrachtung zu den Bauleistungen auch in Verbindung mit den Anforderungen zur Leistungsbeschreibung nach unterschiedlichen Aspekten erfolgen, so beispielsweise:
Mittels der Leistungsbeschreibung müssen die auszuführenden Bauleistungen eindeutig, vollständig sowie technisch richtig und erschöpfend im Sinne des VENTO-Prinzips beschrieben werden. Alle preisbeeinflussenden Umstände sind anzugeben und für die Beschreibung verkehrsübliche Bezeichnungen heranzuziehen. Für die Angebotskalkulation ist wichtig, dass jeder Anbieter die Bauleistung im gleichen Sinne versteht und zur Grundlage seiner Kalkulation macht. Auch ist das Bauunternehmen in der Ausführung zu der Leistung verpflichtet, die es bei Angebotsabgabe klar erkennen und deren Kosten es kalkulieren kann.
Die Anforderungen an die Leistungsbeschreibung von Bauleistungen sind vorbestimmt:
  1. für öffentliche Bauaufträge in der VOB Teil A für nationale Ausschreibungen im Unterschwellenbereich in § 7 im Abschnitt 1 sowie analog für EU-weite Ausschreibungen bei Erreichen der Schwellenwerte in § 7 EU im Abschnitt 2 und bei verteidigungs- und sicherheitsspezifischen Baumaßnahmen in § 7 VS im Abschnitt 3 der VOB/A-2016,
  2. zu Hochbaumaßnahmen spezifisch im Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2008, Stand: April 2016) in der Richtlinie100 unter Tz. 4.1 sowie
  3. zur Leistungsbeschreibung im Straßen- und Brückenbau in HVA B-StB (Ausgabe April 2016) im Teil 1 - Richtlinien für das Aufstellen der Vergabeunterlagen - unter Tz. 1.4.
Die Bauleistungen sollen grundsätzlich in allen Teilen produktneutral ausgeschrieben werden. Für Ausschreibungen sind in der Regel Angaben eines Planungs- bzw. Leitfabrikats oder die vorgeblich neutrale Beschreibung eines bestimmten Produkts oder Verfahrens – auch bei Verwendung des Zusatzes „oder gleichwertig“ unzulässig, soweit nicht Ausnahmevoraussetzungen hinsichtlich Technischer Spezifikationen (TS) im Anhang der Abschnitte 1 bis 3 in der VOB/A erfüllt sind. Die verkehrsüblichen Bezeichnungen sind zu beachten und anzuwenden. Sollen Nebenangebote in technischer Hinsicht für Teilleistungsbereiche zugelassen werden, so ist dies in der Beschreibung zu den Bauleistungen eindeutig aufzuführen.
Für die Beschreibung mit Leistungsverzeichnis sind die Standardleistungsbücher für das Bauwesen, speziell das STLB-Bau - Dynamische BauDaten, das STLB-Z (Zeitvertragsarbeiten), bei Straßen- und sonstigen Tiefbauarbeiten der Standardleistungskatalog STLK - Standardleistungen im Straßen- und Brückenbau sowie der STLK-W für Wasserbau zu verwenden. Soweit mit den Texten der Standardleistungsbücher einzelne Leistungen nicht darstellbar sind, ist die Leistung dann mit freien Eingaben zu beschreiben.

Baunachrichten zu Beschreibung der Bauleistung

VOB-gerechte und DIN-konforme Beschreibung der Bauleistung -Die Leistungsbeschreibung ist kein Selbstzweck. Die Bauleistungen sind in Bezug auf Mengen und Qualitäten zu bestimmen, um sich vertraglich über deren Vergütung zu einigen. Es geht um Bauen und Geld. Abhängig von den konkreten Arbeiten, wodurch „eine bauliche Anlage hergestellt, instand gehalten, geändert oder beseitigt wird.“ (VOB/A § 1). Was kostet wie viel? Und das „Was“ hat es in sich. Abgeleitet aus den Bauteilen und deren Beziehungen mit ihren Mengen und Eigenschaften. Bauen ist vielgestaltig.
Die Leistungsbeschreibung ist kein Selbstzweck. Die Bauleistungen sind in Bezug auf Mengen und Qualitäten zu bestimmen, um sich vertraglich über deren Vergütung zu einigen. Es geht um Bauen und Geld. Abhängig von den konkreten Arbeiten, wodurch „eine bauliche Anlage hergestellt, instand gehalten, geändert oder beseitigt wird.“ (VOB/A § 1). Was kostet wie viel? Und das „Was“ hat es in sich. Abgeleitet aus den Bauteilen und deren Beziehungen mit ihren Mengen und Eigenschaften. Bauen ist vielgestaltig.

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