Betriebskosten der BE

Betriebskosten der BE

Im Rahmen der Baustelleneinrichtung (BE) für ein Bauvorhaben können beispielsweise als Betriebskosten anfallen:
  • Vorhaltekosten für den Einsatz von Baumaschinen als Bereitstellungsgeräte, die den Einheitspreisen (EP) für die Positionen im Leistungsverzeichnis (LV) nicht direkt zuordenbar sind bzw. nicht als Einzelkosten der Teilleistungen (EKT) kalkuliert werden,
  • Kosten für Betriebsstoffe in flüssiger, gasförmiger und fester Form wie die Kraftstoffe für Baumaschinen und Geräte, Schmierstoffe, weiterhin elektrische Energie für Baumaschinen, Heizung, Beleuchtung der Baustelle, der Büros und Tagesunterkünfte für die Dauer der Bauzeit, sofern diese Kosten nicht innerhalb bzw. als EKT kalkuliert werden,
  • Kosten für die Bedienung von Baumaschinen und Geräten sowie Anlagen wie einer Baustellenmischanlage für Beton u. a., soweit diese Kosten nicht als Hilfslöhne erfasst und nicht in den EP als EKT kalkuliert werden.
Erfolgte im LV die Leistungsbeschreibung der Baustelleneinrichtung als Normalposition, dann wird dafür auch ein EP kalkuliert und ausgewiesen. Ist dies jedoch nicht der Fall, dann sind die Betriebskosten als Bestandteil der Baustellengemeinkosten (BGK) zu erfassen und den EP über Zuschlagsätze bzw. Umlagen zuzurechnen.
Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Bauzeit gelten die Betriebskosten als bauzeitabhängige Kosten. Entsprechend sollten sie auch als solche beispielsweise bei Kontenbetrachtungen in Verbindung mit Schadenersatzforderungen des Auftragnehmers angesehen werden, wenn der Auftraggeber eine Bauzeitverlängerung zu verantworten hat.
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