Betriebskosten

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Betriebskosten

Betriebskosten nach § 1 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) entstehen laufend dem Eigentümer durch das Eigentum am Grundstück oder durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen und Einrichtungen.
Die BetrKV ist seit 01.01.2004 in Kraft.
Die Betriebskosten werden auch im Rahmen der Bau-Nutzungskosten in der DIN 18960 (Ausgabe 2008-02) mit folgenden Kostenuntergruppen aufgeführt:
310  Versorgung,
z. B. mit Wasser, Strom, technische Medien wie Gase u. a. 
320  Entsorgung,
z. B. von Abwasser, Abfall, Schadstoffe u. a. 
330  Reinigung und Pflege von Gebäuden,
z. B. für Glasreinigung, Fassadenreinigung, Reinigung technischer Anlagen wie Rohrreinigung, Kaminreinigung u. a. 
340  Reinigung und Pflege von Außenanlagen,
z. B. von Wegen, Plätze, Rasen, Bäume, Überdachungen u. a. 
350  Bedienung, Inspektion und Wartung,
z. B. von Drainagen, Dächer, Wandbekleidungen u. a. 
360  Sicherheits- und Überwachungsdienste,
z. B. für Brandschauen, Hygieneüberwachung, Schließdienste u. a. 
370  Abgaben und Beiträge,
z. B. Grundsteuern, Versicherungsbeiträge u. a. 
390  sonstigen Betriebskosten. 
Werden als Betriebskosten durch den Eigentümer oder Erbbauberechtigten selbst Sach- und Arbeitsleistungen ausgeführt, dann sind sie mit einem Betrag einzubeziehen, der für eine gleichwertige Leistung eines Dritten als Unternehmer anfallen würde.
Bei der Einbeziehung von Betriebskosten in eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und der Ableitung von Kostenkennwerten ist es nicht von Wichtigkeit, ob und in welchem Umfang die Betriebskosten auf die Mieter nach geltendem Recht umgelegt werden.
Eine Umlage bedeutet, dass angefallenen Betriebskosten anteilig auf den Kreis der Mieter verteilt werden. Sie kann nach verschiedenen Methoden erfolgen:
  1. Die voraussichtlich anfallenden Betriebskosten werden auf Grundlage von Erfahrungswerten ermittelt und vom Mieter als Vorschuss gezahlt. Im Folgejahr sind dann die tatsächlich angefallenen Kosten mit den Vorauszahlungen zu verrechnen.
  2. Die Betriebskosten werden anteilig mit einem Festbetrag umgelegt und zwar ohne Nachweisführung des Vermieters und Verrechnung mit dem Mieter.
  3. Zahlung der anteiligen Betriebskosten als Pauschale ohne Abrechnungspflicht durch den Vermieter.
Enthält der Mietvertrag keine Aussagen über die Betriebskosten, dann werden diese durch den Vermieter getragen.

Normen und Richtlinien zu Betriebskosten

Bild 8 — Fließschema für die Entwicklung des Plans - DIN EN 752 [2008-04] Entwicklung des Plans - Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden; Management
DIN EN 752 [2008-04] Entwicklung des Plans - Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden; Management
Bild 9 — Entscheidungsprozess für die Auswahl der baulichen Lösungen - DIN EN 752 [2008-04] Entwicklung des Plans - Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden; Management
DIN EN 752 [2008-04] Entwicklung des Plans - Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden; Management
DIN 18960 [2008-02]Nutzungskostengruppe Anmerkungen Betriebskosten Versorgung Leitungswasser, Regenwasser, Feste Brennstoffe Fernwärme Strom aus öffentlichem Netz, Strom aus erneuerbaren Energien, S...
DIN 32736 Beiblatt 1 [2000-08]DIN 32736 Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 Betriebskosten DIN 18960 Bemerkungen Technisches Gebäudemanagement Betreiben (alle Teilleistungen außer Instandhalten) anteilig enthal...
DIN 32736 Beiblatt 1 [2000-08]DIN 32736 Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 Betriebskosten DIN 18960 Bemerkungen Infrastrukturelles GM Verpflegungsdienste nicht enthalten nicht enthalten Vertragliche Regelung B...
VDI 6000 Blatt 1 [2008-02]Die Erfassung des Energie- und Wasserverbrauchs erfordert technische Einrichtungen. Die Installation ist so zu planen, dass die Investitions- und Betriebskosten so gering w...
DIN 32736 Beiblatt 1 [2000-08]DIN 32736 Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 Betriebskosten DIN 18960 Bemerkungen Flächenmanagement komplett nicht enthalten nicht enthalten Sonstiges nicht enthalten 1. "Laufende...

Ausschreibungstexte zu Betriebskosten

STLB-Bau 2017-04 000 Sicherheitseinrichtungen, Baustelleneinrichtungen
Kosten Beheizung Baustellencontainer

Baunachrichten zu Betriebskosten

Betriebskostenspiegel für Deutschland für das Abrechnungsjahr 2014 - 10.10.2016 Mieter mussten für 2014 in Deutschland im Durchschnitt 2,17 Euro/m²/Monat für Betriebs­kosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebs­kostenarten zusammen, kann die „zweite Miete“ bis zu 3,18 Euro/m²/Monat betragen.
10.10.2016 Mieter mussten für 2014 in Deutschland im Durchschnitt 2,17 Euro/m²/Monat für Betriebs­kosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebs­kostenarten zusammen, kann die „zweite Miete“ bis zu 3,18 Euro/m²/Monat betragen.
Zur Erinnerung: Hallen rundum aus Porenbeton können die laufenden Kosten se... - 15.08.2016 Mindestens 60% der laufenden Unterhalts- und Betriebskosten eines Be­triebsgebäudes werden für Energie und Wartung aufgewendet. In der Konse­quenz hängt ein nicht unerheblicher Teil dieser Kosten von den Eigen­schaf­ten des gewählten Bausystems ab.
15.08.2016 Mindestens 60% der laufenden Unterhalts- und Betriebskosten eines Be­triebsgebäudes werden für Energie und Wartung aufgewendet. In der Konse­quenz hängt ein nicht unerheblicher Teil dieser Kosten von den Eigen­schaf­ten des gewählten Bausystems ab.
Kosten des Bauwerkes im Hinblick von Bau- und Nutzungskosten -Was kostet das Bauwerk? In der Planung - beim Bauen - während der Nutzung! Und im Bezug auf Wert und Nutzen eines Bauwerkes verbirgt sich hinter den Kosten ein tieferer Sinn. Aus der Sicht von Auftraggeber oder Auftragnehmer über Verkäufer oder Käufer bis zum Eigentümer oder Mieter. Mit unterschiedlichen Interessen zu den einmaligen oder laufenden Kosten und den denkbaren Optimierungen im Lauf der Zeit. Das Bauwerk ist ein langlebiges Gut. Und die Menschen mit ihrem Geld sind nur befristete Wegbegleiter.
Was kostet das Bauwerk? In der Planung - beim Bauen - während der Nutzung! Und im Bezug auf Wert und Nutzen eines Bauwerkes verbirgt sich hinter den Kosten ein tieferer Sinn. Aus der Sicht von Auftraggeber oder Auftragnehmer über Verkäufer oder Käufer bis zum Eigentümer oder Mieter. Mit unterschiedlichen Interessen zu den einmaligen oder laufenden Kosten und den denkbaren Optimierungen im Lauf der Zeit. Das Bauwerk ist ein langlebiges Gut. Und die Menschen mit ihrem Geld sind nur befristete Wegbegleiter.
Fördermöglichkeiten für Softwarelösungen - 02.11.2012 Der heutige Markt unterliegt einem so raschen Entwicklungsprozess, dass man technisch auf dem neuesten Stand sein sollte, um mithalten zu können. Hierfür ist oft eine gut funktionierende ED
02.11.2012 Der heutige Markt unterliegt einem so raschen Entwicklungsprozess, dass man technisch auf dem neuesten Stand sein sollte, um mithalten zu können. Hierfür ist oft eine gut funktionierende ED...
Die Freuden und Leiden der Bauherren - Baukosten und Qualität am Bau -Die Baubranche lebt vom Tatendrang der Investoren und Bauherren. Die Psychologie der Bauherren ist der Schlüssel für Wachstum am Bau. Und deren Bauwille bewegt sich in den Gezeiten der Wirtschaft von Auf- und Abschwung. Die Baulust und die Notwendigkeit zum Bauen, sei es durch Investitionsstau oder sonstiger Zwänge prägen den Baumarkt. Derzeit erleben wir eine sich belebende Baukonjunktur mit mehr Wirtschafts- und weniger Wohnungsneubau. Das Bauen im Bestand und die Sanierungen steigen. Aber: Je mehr Bauen wollen, desto ungünstiger werden die Rahmenbedingungen für den einzelnen Bauherren. Gute Zeiten - Schlechte Zeiten.
Die Baubranche lebt vom Tatendrang der Investoren und Bauherren. Die Psychologie der Bauherren ist der Schlüssel für Wachstum am Bau. Und deren Bauwille bewegt sich in den Gezeiten der Wirtschaft von Auf- und Abschwung. Die Baulust und die Notwendigkeit zum Bauen, sei es durch Investitionsstau oder sonstiger Zwänge prägen den Baumarkt. Derzeit erleben wir eine sich belebende Baukonjunktur mit mehr Wirtschafts- und weniger Wohnungsneubau. Das Bauen im Bestand und die Sanierungen steigen. Aber: Je mehr Bauen wollen, desto ungünstiger werden die Rahmenbedingungen für den einzelnen Bauherren. Gute Zeiten - Schlechte Zeiten.
08.04.2016 Das GBC hat einen Bericht in Bezug auf Wohlbefinden und Produktivität in Büros veröffentlicht. Da Personalkosten vielerorts etwa 90% der Betriebs­kosten ausmachen, sollten Faktoren, die die Produktivität von Mitarbeitern beeinflussen, besonders beachtet werden.

Begriffs-Erläuterungen zu Betriebskosten

Im Rahmen der Baustelleneinrichtung (BE) für ein Bauvorhaben können beispielsweise als Betriebskosten anfallen: Vorhaltekosten für den Einsatz von Baumaschinen als Bereitstellungsgeräte , die den Ein ...
Bewirtschaftungskosten sind Teil des Rohertrags für Immobilien. Sie umfassen: einerseits die umlagefähigen Bewirtschaftungskosten, wie die gesamten Betriebskosten aus der Nutzung einer Immobilie bzw. ...
Die Immobilienunternehmen erzielen den wesentlichsten Teil ihrer Umsatzerlöse bzw. Erträge aus: der Hausbewirtschaftung, d.h. aus Vermietungen und Verpachtungen. Darin sind eingeschlossen: die Sollmi ...
Bau-Nutzungskosten sind in Anlehnung an die DIN 18960 (Ausgabe 2008-02) – Nutzungskosten im Hochbau "alle in bauliche Anlagen und deren Grundstücken entstehenden regelmäßig oder unregelmäßig wiederke ...

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