DIN 276 - Kosten im Bauwesen

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DIN 276 - Kosten im Bauwesen

Die DIN 276 gilt für die Ermittlung und die Gliederung von Kosten im Hochbau. Sie erfasst die Kosten für Maßnahmen zur Herstellung, zum Umbau und zur Modernisierung der Bauwerke sowie die damit zusammenhängenden Aufwendungen. Die Norm legt Begriffe und Unterscheidungsmerkmale fest und schafft damit die Voraussetzungen für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse von Kostenermittlungen. Die nach dieser Norm ermittelten Kosten können bei Verwendung für andere Zwecke (z.B. Honorierung von Auftragnehmerleistungen, steuerliche Förderung) den dabei erforderlichen Ermittlungen zugrunde gelegt werden. Eine Bewertung der Kosten im Sinne der entsprechenden Vorschriften nimmt die DIN 276 jedoch nicht vor.
Die erste Fassung der DIN 276 stammt aus dem Jahr 1934. Seitdem gab es verschiedene Neuauflagen mit teils wesentlichen Ergänzungen. Die letzte Überarbeitung liegt unter dem Titel – Kosten im Bauwesen – seit 2008 vor.
Danach erfolgte eine Differenzierung in Teilen bei der Ermittlung der Kosten im Hochbau sowie im Ingenieurbau mit den Fassungen
  • DIN 276-1 Ausgabe Dezember 2008: Kosten im Bauwesen-Teil 1: Hochbau
  • DIN 276-4 Ausgabe August 2009: Kosten im Bauwesen-Teil 4: Ingenieurbau.
Die DIN 276-1 definiert die Kosten in der Tz. 2.1 als „Aufwendungen für Güter, Leistungen, Steuern und Abgaben, die für die Vorbereitung, Planung und Ausführung von Bauprojekten erforderlich sind“, und zwar unter dem Oberbegriff „Kosten im Bauwesen“.
Der Kostenbegriff wird hier im Sinne der Aufwendungen für die Investition als Investitionskosten verwendet, die für den Auftraggeber anfallen und auch von ihm zu tragen, d.h. zu „bezahlen“ sind. Somit handelt es sich bei den Kosten nach DIN 276 eigentlich um den Preisausdruck für die Leistungen am Bauwerk. Sie sind nicht mit dem betriebswirtschaftlichen Kosten als Güterverzehr für die Herstellung der Bauleistung im bauausführenden Unternehmen gleichzusetzen.
Die Gliederung der Kosten erfolgt nach 7 Kostengruppen nach DIN 276.
Über diese Gliederung hinaus können die Kosten noch weiter untergliedert werden entsprechend
  • den technischen Merkmalen,
  • den herstellungsmäßigen Gesichtspunkten oder
  • der Lage im Bauwerk bzw. auf dem Grundstück.
Die DIN 276 ist keine Berechnungsmethodik. Sie ist vielmehr ein Organisationsmittel und liefert für die Kostenermittlung die Systematik der Kostenzuordnung.
Die DIN 276 gilt für Kostenermittlungen, die auf der Grundlage von Ergebnissen der Bauplanung durchgeführt werden, so für
  • Kostenschätzung in der Leistungsphase 2 nach der HOAI,
  • Kostenberechnung in der Leistungsphase 3 nach der HOAI und
  • Kostenanschlag als Grundlage für Entscheidungen über die Ausführungsplanung,
  • die Ermittlung der anrechenbaren Kosten mit Bezug auf § 4 Abs. 1 HOAI-2013.
Vorrangig dienen Kostenermittlungen auf Grundlage der DIN 276 zunächst für Finanzierungsüberlegungen sowie anschließend für Kostenvorgaben für die Bauplanung.
Ziel der Kostenplanung auf Grundlage der DIN 276 ist es, ein Bauprojekt wirtschaftlich und kostentransparent sowie kostensicher zu realisieren.

Normen und Richtlinien zu DIN 276 - Kosten im Bauwesen

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Baunachrichten zu DIN 276 - Kosten im Bauwesen

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Begriffs-Erläuterungen zu DIN 276 - Kosten im Bauwesen

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