Eigenkapital

» Normen und Richtlinien
» Baunachrichten
» Begriffs-Erläuterungen

Eigenkapital

Das Eigenkapital gehört dem Eigentümer des Unternehmens. In der Bilanz wird es auf der Passivseite ausgewiesen. Rechnerisch ergibt es sich als Differenz aus der Summe des Vermögens abzüglich aller Schulden. Ist das Eigenkapital durch Verluste aufgebraucht und ergibt sich ein Überschuss der Passivposten über die Aktivposten, so ist dieser Betrag auf der Aktivseite gesondert unter der Bezeichnung "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" als Ausdruck einer Überschuldung gemäß § 268 Abs. 3 Handelsgesetzbuch (HGB) auszuweisen.
Bei der Gründung des Unternehmens entspricht es dem Stammkapital bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) bzw. dem Grundkapital bei einer Aktiengesellschaft (AG).
Die Übersicht veranschaulicht, welche Bestandteile zum Eigenkapital zu rechnen sind.
Die Kapitalrücklage umfasst z. B. Nachschüsse der Gesellschafter und Bezugsanteile über dem Nennbetrag.
Der Jahresüberschuss oder -fehlbetrag ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Er findet sich nur dann in der Bilanz, wenn diese – was im Allgemeinen üblich ist – vor erfolgter Gewinnverwendung bzw. vor den entsprechenden Gesellschafterbeschlüssen erstellt wird. In der Regel werden diese Posten nur bei Kapitalgesellschaften ausgewiesen, da Einzelunternehmen und Personengesellschaften das Jahresergebnis unmittelbar auf die Kapitalkonten der Unternehmer bzw. Gesellschafter umbuchen.
Grundsätzlich sind Rücklagen nur aus dem Gewinn zu bilden. In Fällen, die der Gesetzgeber bestimmt, können Zuführungen zu Rücklagen auch ertragssteuerlich abgezogen, und zugleich als Passivposten in die Handelsbilanz übernommen werden. Sie sind als Sonderposten mit Rücklagenanteil vor den Rückstellungen auszuweisen.
Ein solcher Posten konnte in früheren Jahren bis 2007 als Ansparabschreibung für die künftige Anschaffung von neuen, beweglichen Wirtschaftsgütern, z. B. Baumaschinen, Lkw u. a. zur Förderung kleiner und mittlerer Betriebe sowie von Existenzgründern erfolgen. Seit 2007 besteht diese Möglichkeit über den Investitionsabzugsbetrag.
Beispiel: Bestandteile des Eigenkapitals

Normen und Richtlinien zu Eigenkapital

DIN 276 [2018-12]Kostengruppen (KG) Anmerkungen Finanzierung Kosten, die im Zusammenhang mit der Finanzierung des Bauprojekts bis zum Beginn der Nutzung anfallen Finanzierungsnebenkosten Kosten für ...
DIN 276 [2018-12]Die Tabelle "Änderungen Kostengruppen 100 bis 700" vergleicht die bisherigen Kostengruppen der DIN 276-1:2008-12, mit den neuen Kostengruppen der DIN 276:2018-12. Konkrete Änderunge...
DIN 18205 [2016-11]Die Checkliste in Tabelle A.5 bietet eine fakultative Grundlage für die Bearbeitung des Prozessschrittes 5 und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Kategorien Bemerkungen u...
DIN 276-1 [2008-12]Kostengruppen Anmerkungen Baunebenkosten Bauherrenaufgaben Projektleitung Kosten zum Zwecke der Zielvorgabe, der Überwachung und Vertretung der Bauherreninteressen Bedarfsplanung ...

Baunachrichten zu Eigenkapital

Basel III - Gefahr für Kreditvergabe an den Mittelstand? - 11.01.2011 Die Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen durch Basel III könnte erneut zu Engpässen bei der Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen führen...
11.01.2011 Die Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen durch Basel III könnte erneut zu Engpässen bei der Kreditvergabe an mittelständische Unternehmen führen...

Begriffs-Erläuterungen zu Eigenkapital

Bei der Eigenkapitalquote wird das Eigenkapital (aus Passivseite der Bilanz) ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt. Sie liegt in der Bauwirtschaft durchschnittlich bei ca. 10 % bis 18 % und ist da ...
Die Eigenkapitalrentabilität berechnet sich folgendermaßen Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Im Durchschnitt der Bauwirtschaft betrug...
Das Eigenkapital bei Gebäuden , in der DIN 18960 - Nutzungskosten im Hochbau - als "Eigenmittel" bezeichnet, umfasst selbst eingesetzte Mittel und ggf. Leistungen des Eigentümers. Dafür können Kosten ...
Leverage als "Hebelwirkung" ist bei der Finanzierung von Interesse. Einfluss hat das Verhältnis von Fremdkapital zuEigenkapital , d. h. der Verschuldungsgrad. Die Eigenkapitalrentabilität steigt mi ...

Schon über 50.000 Abonnenten!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK