Elektronische Bilanz (eBilanz)

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Elektronische Bilanz (eBilanz)

Bauunternehmen wie auch alle Bilanzierenden im Baugewerbe haben seit den Geschäftsjahren, die nach dem 31.12.2011 begannen, nach der Regelung in § 5b Einkommensteuergesetz (EStG) den Inhalt ihrer Bilanz (nach Handelsrecht), die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) sowie ggf. eine steuerliche Überleitungsrechnung durch Datenfernübertragung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz als elektronische Bilanz (eBilanz) gegenüber den Finanzverwaltungen zu übermitteln. Das kann auch Bilanzen aus Rumpfgeschäftsjahren, Eröffnungsbilanzen sowie Datensätze aus Umwandlungen und ggf. Liquidationen betreffen. Mit der eBilanz entfällt die Übermittlung in Papierform.
Für die elektronische Übermittlung spielt die Größe des Bauunternehmens, beispielsweise bei Kapitalgesellschaften nach kleinen, mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften, keine Rolle. Auch ist die digitale Einreichung unabhängig von der Rechtsform bindend, wenn der Gewinn nach § 4 Abs. 1, § 5 oder § 5a im EStG ermittelt wird. Ausgenommen sind nur solche Unternehmen, die nicht nach Handelsgesetzbuch (HGB) buchungspflichtig sind und eine Gewinnermittlung mittels Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) vornehmen, wobei die EÜR ebenfalls elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln ist. Sofern jedoch eine Bilanz nach HGB freiwillig aufgestellt wird, ist auch die elektronische Übermittlung verbindlich.
Die Aussagen in den zu übermittelnden Daten zum Inhalt der Bilanz und GuV unterliegen dem Steuergeheimnis. Sie dienen nur der Finanzverwaltung und ausschließlich als Grundlagen für die Besteuerung. Durch Dritte ist eine Einsichtnahme nicht möglich, wie sie beispielsweise beim öffentlichen Register beim Bundesanzeiger möglich ist. Sollten die Unterlagen auch den steuerlichen Anforderungen nicht entsprechende Ansätze enthalten, dann wäre nocheine Anpassung vom Unternehmen für die Besteuerung vorzunehmen.
Seit 2013 wird für die elektronische Übermittlung von der Finanzverwaltung der Datensatz vorgeschrieben: XBRL-Standard (eXtensible Business Reporting Language) mit Definition der Struktur durch XBRL-Taxonomie. Mit dem Standard ist es möglich, die Daten standardisiert aufzubereiten und mehrfach zu nutzen.
Die Taxonomie der eBilanz entspricht praktisch einem erweiterten Kontenrahmen, vorgegeben von der Finanzverwaltung als Mindeststandard. Definiert werden weiterhin die einzelnen Positionen der Bilanz sowie der GuV.
Weiterführende Anforderungen zur elektronischen Datenübermittlung, zu Form und Inhalt und zur Taxonomie betreffend Bilanz und GuV wurden in den speziellen Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen
  • BMF-Schreiben vom 19. Januar 2010 (veröffentlicht im Bundessteuerblatt - BStBl. I S. 47),
  • BMF-Schreiben vom 28. September 2011 zur Taxonomie (im BStBl. I S. 885) und
  • BMF-Schreiben vom 19. Dezember 2013 zu Übermittlungspflichten zu steuerbegünstigten Körperschaften.
mitgeteilt.
Neben den Unterlagen im Rahmen der elektronischen Bilanz sind seit dem Veranlagungszeitraum 2012 auch die Steuererklärungen elektronisch an die Finanzverwaltungen zu übermitteln.

Begriffs-Erläuterungen zu Elektronische Bilanz (eBilanz)

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