Erfolgsanalyse (GuV)

Erfolgsanalyse (GuV)

Erfolg bedeutet, auf längere Sicht Gewinne zu erwirtschaften. Grundlage für die Kennzahlenanalyse bildet die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) mit dem möglichen Ausweis der verschiedenen Ergebnisarten.
Die Kennzahlenanalyse umfasst die Ergebnisentwicklung und Kostenstruktur:
(1) Anteil Betriebsergebnis=Betriebsergebnisx100 %
Unternehmensergebnis (vor Steuern)

(2) Anteil Finanzergebnis=Finanzergebnisx100 %
Unternehmensergebnis (vor Steuern)
Oft wird das Unternehmensergebnis durch einen Verlust im Finanzierungsbereich geschmälert, was bei hoher Zinsbelastung aus Fremdkapital, z. B. Kredite, in vielen Bauunternehmen der Fall ist.
(3) Anteil außerordentliches Ergebnis=außerordentliches Ergebnisx100 %
Unternehmensergebnis (vor Steuern)
Die Kennzahlen zur Kostenstruktur geben an, welchen Anteil die wichtigsten Aufwendungen an der Gesamtleistung haben. Die Gesamtleistung als hergestellte Bauleistung ist den Umsatzerlösen vorzuziehen, da die Aufwendungen gesamtleistungsbezogen in der Periode des Geschäftsjahres anfallen.
(4) Material-(Stoff-) Intensität=Aufwendungen für Material (Stoffe)x100 %
Gesamtleistung
Die Materialintensität wird sehr stark von der auszuführenden Bauleistung beeinflusst, sie ist im Straßenbau wesentlich höher als bei Sanierung/Rekonstruktion oder im manuellen Tiefbau. Im Durchschnitt des Rohbaus liegt sie bei ca. 23 bis 28 %.
(5) Fremdleistungsquote=Fremdleistungen (NU-Leistungen)x100 %
Gesamtleistung
Der Branchendurchschnitt schwankt von ca. 15 bis 30 % bei Hauptauftragnehmern (HU), demgegenüber bis zu durchschnittlich 50 bis 70 % bei Generalauftragnehmern (Schlüsselfertigbau).
(6) Abschreibungsquote=Abschreibungen (AfA) des betriebsnotwendigen Anlagevermögensx100 %
Gesamtleistung
Der Branchendurchschnitt liegt zwischen ca. 2 bis 5 % im allgemeinen Hochbau und 5 bis 8 % im Tief- und Straßenbau.
(7) Personalkostenquote=Gesamtpersonalkostenx100 %
Gesamtleistung
Je höher der Personalkostenanteil, insbesondere der Anteil für Gewerbliche, wird, um so mehr muss sich die Geschäftsleitung um eine rationelle Organisation der Arbeiten und des Bauablaufs sowie um eine hohe Produktivität auf den Baustellen sorgen. Außerdem muss der Personalkostenanteil der Verwaltung auch im sparsamen Verhältnis zu den produktiv Tätigen stehen.
(8) Angestelltenquote=Gehaltskosten der technischen und kaufmännischen Angestelltenx100 %
Gesamtpersonalkosten
Bei normaler Hauptunternehmer-Tätigkeit des Unternehmens sollte ein Anteil von 15 % nicht überschritten werden, bei Generalunternehmen mit Schlüsselfertigbau kann und wird der Anteil größer sein. Hier sind ein Branchenvergleich(überbetrieblich im Verband) und ein Zeitvergleich (betrieblich) gleichermaßen wichtig.
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