Festpreiskalkulation

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Festpreiskalkulation

Im Unterschied zu unmittelbar für einen Bauauftrag kalkulierten Einheitspreisen (EP) für die einzelnen Positionen eines Leistungsverzeichnisses (LV) handelt es sich bei den Festpreisen um im Voraus bekannte oder vorbestimmte Preise, die sich ableiten lassen:
  • einerseits aus selbst beobachteten Marktpreisen ähnlicher Aufträge oder selbst kalkulierten Festpreisen vergangener Bauaufträge,
  • andererseits aus Festpreisen von Dritten, z. B. aus Baupreiskatalogen von Verlagen, Baupreisstatistiken oder Preisinformationen der Verbände, Innungen u. a.
Der Vorteil einer solchen Kalkulation liegt im schnellen Erstellen von Angeboten. Es müssen dafür nicht unbedingt Kalkulationsansätze wie Kalkulationslohn und betriebsindividuelle Zuschlagsätze für die Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn (W&G) bekannt sein. Entscheidend für die wirtschaftliche Beurteilung der Preisansätze ist lediglich die Höhe der Einheitspreise.
Nachteilig ist aber, dass die eigene Kostenstruktur im Dunkeln bleibt. Eine Aufschlüsselung beispielsweise nach Lohn-, Stoff- und Gerätekosten ist nicht unmittelbar möglich. Folglich sind zu treffende Aussagen bei geforderten ergänzenden Formblättern Preise (EFB-Preis) nicht möglich. Auch können auf der Grundlage von Festpreisen keine exakten Soll-Vorgaben für den Arbeitszeitaufwand und die Kosten abgeleitet werden.
Eine Festpreiskalkulation bleibt unscharf und liefert den geringsten Aussagewert. Sie sollte in ihrer Anwendung auf Überschlagsrechnungen beschränkt bleiben, ggf. erweitert in Verbindung mit einer Preisanpassung mit Niveaufaktoren. Von der Festpreiskalkulation ist jedoch eine Fixpreiskalkulation zu unterscheiden, die beispielsweise in der Kalkulationssoftware " nextbau " der Firma f:data Weimar/Dresden zu unterscheiden. Letztere kalkuliert auf Basis von Zuschlagsätzen aus hinterlegten Finanzplänen und dem betriebsindividuellen Kalkulationslohn als "fix" angegebene Einheitspreise gewissermaßen rückwärts die Aussagen zu den Kosten, Stundenaufwand u. a.

Baunachrichten zu Festpreiskalkulation

Fix berechnete Baupreise oder flexibel kalkulierte Bauaufträge? -Wie das ganze Leben, so wird auch der Baumarkt durch den Wettbewerb geprägt. Die Spielregeln dafür liefert die VOB und im Wettstreit verschiedener Bieter um die Bauaufträge wird mit immer härteren Bandagen gekämpft. Alle wollen schnell und sicher zum Ziel. Beim Weg gibt es da schon Glauben und Zweifel. Viele ausführende Unternehmer sagen mir: "Wenn ich meine Kosten kalkuliere, dann bekomme ich den Auftrag nicht. Deshalb biete ich mit marktüblichen festen Einheitspreisen an. Dafür habe ich meine 15 Baupreise im Kopf".
Wie das ganze Leben, so wird auch der Baumarkt durch den Wettbewerb geprägt. Die Spielregeln dafür liefert die VOB und im Wettstreit verschiedener Bieter um die Bauaufträge wird mit immer härteren Bandagen gekämpft. Alle wollen schnell und sicher zum Ziel. Beim Weg gibt es da schon Glauben und Zweifel. Viele ausführende Unternehmer sagen mir: "Wenn ich meine Kosten kalkuliere, dann bekomme ich den Auftrag nicht. Deshalb biete ich mit marktüblichen festen Einheitspreisen an. Dafür habe ich meine 15 Baupreise im Kopf".

Begriffs-Erläuterungen zu Festpreiskalkulation

Für eine Fixpreiskalkulation werden aus Erfahrungen vergangener Angebote vorliegende bzw. im Angebot gewünschte und vorzugebende Einheitspreise (EP) , die vorher nicht detailliert kalkulatorisch best ...
Die Qualität einesAngebots wird wesentlich dadurch bestimmt, wie beispielsweise der Arbeitszeitaufwand und in der Folge derEinheitspreis (EP) unterschiedlich hoch gegenüber dem tatsächlichen Nive ...
Als Festpreis wird der für eine Leistungsposition in der Leistungsausschreibung festgelegte Einheitspreis (EP) angesehen, der meistens nicht durch eine leistungs- und kostenbezogene Kalkulation ermit ...

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