Gefährliche Arbeiten auf Baustellen

Gefährliche Arbeiten auf Baustellen

Bauarbeiten auf Baustellen, die als besonders gefährlich anzusehen sind, werden im Anhang II zur Baustellenverordnung (BaustellV vom 10.06.1998 im BGBl. I 1998, S. 1283, zuletzt geändert am 23.12.2004) wie folgt aufgeführt:
  1. Arbeiten, bei denen die Beschäftigten der Gefahr des Versinkens, Verschüttetwerdens in Baugruben oder Gräben mit einer Tiefe von mehr als 5 m oder des Absturzes aus einer Höhe von mehr als 7 m ausgesetzt sind,
  2. Arbeiten, bei denen die Beschäftigten explosionsgefährlichen, hochentzündlichen, krebserzeugenden u. ä. sowie sehr giftigen Stoffen und Zubereitungen ausgesetzt sind,
  3. Arbeiten mit ionisierenden Strahlungen, die eine Kontrolle und Überwachung erfordern,
  4. Arbeiten in einem geringeren Abstand als 5 m von Hochspannungsleitungen,
  5. Arbeiten, bei denen die unmittelbare Gefahr des Ertrinkens besteht,
  6. Brunnenbau, unterirdische Erdarbeiten und Tunnelbau,
  7. Arbeiten mit Tauchgeräten,
  8. Arbeiten in Druckluft,
  9. Arbeiten, bei denen Sprengstoff oder Sprengschnüre eingesetzt werden,
  10. Aufbau oder Abbau von Massivelementen mit mehr als 10 t Eigengewicht.
Sollen auf der Baustelle gefährliche Arbeiten ausgeführt werden, so ist bereits vor Einrichtung der Baustelle gemäß § 2 Abs. 3 BaustellV ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) zu erstellen. Dieser Plan muss die für die betreffende Baustelle anzuwendenden Arbeitsschutzbestimmungen erkennen lassen und zugleich besondere Maßnahmen für die Ausführung von besonders gefährlichen Arbeiten ausweisen.
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