Gefahrübergang

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Gefahrübergang

Als Gefahrübergang gilt der Zeitpunkt, an dem die Gefahr vom Auftragnehmer auf den Auftraggeber übergeht. Im Normalfall geht die Gefahr auf den Auftraggeber bei einem VOB-Vertrag mit der Abnahme der Bauleistungen nach § 12 Abs. 6 VOB/B über, weil der Auftraggeber während der Bauzeit auch noch nicht über sein Eigentum verfügen kann. Bis zur Abnahme trägt der Auftragnehmer das Risiko. Das gilt im Werkvertragsrecht mit Verbrauchern nach § 644 BGB ebenso.
Die Bauleistung kann aber bereits vor Abnahme durch vom Auftragnehmer nicht zu vertretende Umstände beschädigt oder zerstört werden. Dann geht die Gefahr bereits mit dem Eintreffen der maßgebenden Umstände auf den Auftraggeber als eine Sonderregelung über. Das gilt unabhängig davon, dass die Schäden bzw. Zerstörungen weder vom Auftragnehmer noch vom Auftraggeber verursacht worden und auch nicht zu vertreten sind.
Schäden aus normalen Witterungsverhältnissen fallen nicht unter die Gefahrtragung. Zur Zerstörung oder Beschädigung wird auch der Diebstahl gerechnet.
In den §§ 644 und 645 BGB werden noch weitere Tatbestände angeführt, die durchaus auch im VOB-Vertrag herangezogen werden können. Das betrifft beispielsweise
  • den Übergang der Gefahrauf den Auftraggeber als Besteller der Bauleistung, wenn dieser mit der Abnahme in Verzug ist,
  • die mögliche Verschlechterung und ggf. den Untergang der Leistung infolge beigestellten Stoffen durch den Auftraggeber, die wegen Mängel den Schaden verursachten. Dann hat der Auftraggeber dem Auftragnehmer Vergütung zu leisten.

Normen und Richtlinien zu Gefahrübergang

VDI/DVGW 6023 [2013-04]8.1 Allgemeine Hinweise Jeder Unternehmer und sonstige Inhaber ist verpflichtet, die Benutzer von Anlagen vor Gefahren zu schützen, die über das übliche Risiko bei der Anlagen...
DIN 18385 [2016-09]0 Hinweise für das Aufstellen der Leistungsbeschreibung 0.2 Angaben zur Ausführung "Art, Ausführung, Anordnung und Maße der Förderanlagen, Aufzugsanlagen, Fahrtreppen Fahrsteige, ...

Baunachrichten zu Gefahrübergang

Das Recht zur zweiten Andienung - 05.10.2017 Das Recht zur zweiten Andienung soll durch Setzung einer Frist zur Mängelbeseitigung dem Unternehmer oder Verkäufer eine zweite Chance geben, ordnungsgemäß zu erfüllen...
05.10.2017 Das Recht zur zweiten Andienung soll durch Setzung einer Frist zur Mängelbeseitigung dem Unternehmer oder Verkäufer eine zweite Chance geben, ordnungsgemäß zu erfüllen...

Begriffs-Erläuterungen zu Gefahrübergang

Die aus Gefahrenumständen abzuleitenden Folgen könnennicht dem Bauunternehmen als Auftragnehmer aufgebürdet werden. Für die nachweislich eingetretenen Schäden bzw. Zerstörungen mit Bezug auf § 7 Ab ...
Abnahmegehört zu den Hauptpflichten desAuftraggebers. Grundlage bildet der § 12Teil B, der wiederum rechtlich auf dem § 640basiert. Die Abnahme ist für denBauvertragvon ganz außerordentli ...
Unter der Voraussetzung von vorliegenden Gründen und daraufhin erfolgter Kündigung des Bauvertrags durch den Auftragnehmer als bauausführendes Unternehmen sollte nach alsbald dieAbnahme der ausgefü ...
Auftraggeber (AG) kann einen Bauvertrag bis zur Vollendung der vereinbarten Bauleistung bzw. des Werks jederzeit kündigen. Das giltsowohl bei einem VOB-Vertrag nach § 8 in VOB/B, insbesondere für ö ...

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