Gewerbesteuer bei ARGEn

Gewerbesteuer bei ARGEn

Die Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) sind im Grunde gewerbesteuerpflichtig. Aus Vereinfachungsgründen bestimmt jedoch § 2a Gewerbesteuergesetz (GewStG), dass von einer selbständigen Heranziehung einer ARGE zur Gewerbesteuer abzusehen und statt dessen die Besteuerung bei den Gesellschaftern der ARGE vorzunehmen ist, wenn der Zweck einer ARGE nur darin besteht, einen einzigen Bauauftrag als Werkvertrag oder Werklieferungsvertrag auszuführen bzw. zu erfüllen. Eine ARGE gilt dann anteilig als Betriebsstätte der Partner als Gesellschafter.
Das gilt ebenfalls für die Hinzurechnungen zum Gewerbeertrag bei der Gewerbesteuer. Wurde der bei den einzelnen Gesellschaftern der ARGE zuzurechnende Gewinn um Aufwendungen gemindert, die eigentlich als Hinzurechnungen zum Gewerbeertrag zu betrachten sind, so sind die gewerbesteuerlichen Folgen ebenfalls bei den Gesellschaftern der ARGE zu ziehen.
Das betrifft meistens Miet- und Pachtaufwendungen. Bei einer Normal-ARGE leisten die Gesellschafter der ARGE in der Regel auch Beistellungen von Baumaschinen und Geräten gegen Entgelt an die ARGE. Erfolgt für den Bauauftrag der ARGE keine Fertigstellung und Abnahme im Geschäftsjahr, dann sind die Miet- und Pachtaufwendungen zum Bilanzstichtag in den Herstellungskosten des ARGE-Auftrags zu aktivieren. Eine gewerbesteuerliche Zurechnung bei den Gesellschaftern ist nicht maßgebend. Wurde jedoch im Geschäftsjahr der ARGE-Bauauftrag abgeschlossen und an den Auftraggeber übergeben, dann bliebe zu prüfen, ob ggf. angefallene Miet- und Pachtaufwendungen gewerbesteuerlich bei den Gesellschaftern der ARGE hinzuzurechnen sind.
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