Gewinn

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Gewinn

Die unternehmerische Tätigkeit zielt auf die Erwirtschaftung von Gewinn. Der Begriff des Gewinns wird in der Baubetriebswirtschaft in verschiedener Beziehung und mit differenzierter Aussage herangezogen:
  • Primär soll der Gewinn eine angemessene Kapitalverzinsung für den Unternehmer erbringen, um künftig erforderliche Investitionen realisieren zu können. Die Höhe hängt von den Baumarktverhältnissen und der unternehmerischen Zielstellung ab, wobei die Bauausführung auf den Baustellen die Quelle für den Gewinn als Erfolg des Unternehmens ist.
  • Rechnerisch stellt sich als Differenz zwischen Erträgen und Aufwendungen bzw. Leistungen und Kosten zunächst das Ergebnis als Oberbegriff von Gewinn und Verlust für das Bauunternehmen, für einen Bauauftrag oder für eine Abrechnungsperiode (Monat, Jahr) dar. Bei Gewinn sind die Aufwendungen geringer als die Erträge. Ein Verlust liegt vor, wenn die Aufwendungen umfangreicher als die Erträge sind.
  • Der Gewinn lässt sich durch verschiedene Gewinnarten bzw. Arten des Ergebnisses darstellen und inhaltlich differenziert ausdrücken, einerseits als Betriebsgewinn im Rahmen der Kosten- und Leistungsrechnung (KLR-Bau) sowie zum anderen in den Dokumenten des Jahresabschlusses wie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) als Unternehmensgewinn. Unter steuerrechtlichen Aspekten wäre noch der steuerpflichtige Gewinn von Bedeutung für die Ermittlung von Einkommensteuer und Körperschaftsteuer.
Der Ansatz für Gewinn ist in Verbindung mit der betrieblichen Finanzplanung der Höhe nach vorzubestimmen. Von besonderer Wichtigkeit ist die Vorgabe eines Gewinns im Rahmen der Angebotskalkulation zur Ausschreibung eines Bauauftrags, worauf näher unter Gewinn in der Baukalkulation eingegangen wird.

Beispiel zu Gewinn

Beispiel

Zuschlag Gewinn auf den Baupreis
(Angebotssumme) 

= 

4,00 % 
 
Basis Einzelkosten (z.B. im Formblatt 221)
Umrechnung:
(4 x 100) : (100 - 4) = 4,17
Zuschlagsatz auf die vorangegangene
Kostensumme, in der Regel die Einzelkosten 
=  4,17 % 
Im Fall von 4,17 % wird dann meistens von einem "umsatzabhängigen" Zuschlagsatz gesprochen.
Es kann aber auch eine Aufgliederung nach den Anteilen für Wagnis und Gewinn erfolgen und ggf. in den „Erläuterungen“ am Ende des Formblatts Preise 221 nach VHB -Bund (Ausgabe 2008) mit angegeben werden. Von Wichtigkeit kann dies sein, wenn in der Bauausführung Mengenminderungen nach VOB, Teil B § 2 Abs. 3 Nr. 3 auftreten und daraus ableitend Nachtragsforderungen durch den Auftragnehmer gestellt werden. Wird keine Aufteilung vorgesehen, kann allgemein angenommen werden, dass der Zuschlag für Wagnis und Gewinn sich gleichmäßig auf beide Kostenfaktoren aufteilt, d.h. 50 v. H. Wagnis und 50 v. H. Gewinn.
Im Allgemeinen wird sich der Satz für Gewinn zwischen 1 und 5 % der Angebotssumme (bzw. zusammen mit Wagnis als W&G bei ca. 3 bis 8 %) bewegen und je Bauauftrag variieren bzw. unterschiedlich hoch festgelegt werden. Wird durch den Bieter kein Ansatz für W&G oder ein Prozentsatz von Null angegeben, ist durch die Vergabestelle mit Bezug auf die Richtlinie zum Formblatt 331 im VHB-Bund, Ausgabe 2008, Tz. 4.1.2.3 keine weitere Aufklärung erforderlich bzw. zu verlangen. Derartige Angebote bleiben in der Wertung. Die Wirtschaftlichkeit eines solchen Angebots erfordert mit Bezug auf Tz. 2.3.1 in der Richtlinie keinen Ansatz für W&G.
Gewinn bzw. W&G wird in den ergänzenden Formblättern Preise (EFB-Preis) z.T. auf unterschiedliche Basen bezogen, so
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Baupreis-Informationen zu Gewinn

Landschaftsbauarbeiten || Halmpflanzung am Gewässerrand
Landschaftsbauarbeiten || Ausbessern der Sportrasenfläche, Fertigrasen, Fertigrasen DIN 18035-4, Rasensoden, örtlich aus Nebenfläche zu gewinnen, RSM 2.3 Gebrauchsrasen - Spielrasen, RSM 3.1 Sportrase...
Landschaftsbauarbeiten || Kompost aufsetzen, Kompost umsetzen
Landschaftsbauarbeiten || Splitt, Sand, Kiessand, Kies, Packung aus Bruchstein, Packung aus Bruchstein, auf der Baustelle zu gewinnen, Boden, Kiessand 0/32, Ausgrassen von Runsen, Sickerstrang als Drä...
Landschaftsbauarbeiten || Buschlage, Heckenlage, Heckenbuschlage, Spreitlage (Zweiglage)

Normen und Richtlinien zu Gewinn

Bild 5.2-1: Einfluss von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung auf die Hei... - DIN V 4701-10 [2003-08] Abluft/Zuluft-Wärmeübertrager - Kenngrößen für Lüftungsanlagen
DIN V 4701-10 [2003-08] Abluft/Zuluft-Wärmeübertrager - Kenngrößen für Lüftungsanlagen
Bild 3 - Schematische Darstellung der für Glasvorbauten zu berücksichtigend... - DIN V 4108-6 [2003-06] Solare Wärmegewinne über unbeheizte Glasvorbauten - Jahresheizwärme- und Jahresheizenergiebedarfs-Berechnung
DIN V 4108-6 [2003-06] Solare Wärmegewinne über unbeheizte Glasvorbauten - Jahresheizwärme- und Jahresheizenergiebedarfs-Berechnung
Bild 2 — Gebrauch der Begriffe zur Beschaffenheit des Bohrguts - DIN EN ISO 22475-1 [2007-01] Gebrauch der Begriffe zur Beschaffenheit des Bohrguts
DIN EN ISO 22475-1 [2007-01] Gebrauch der Begriffe zur Beschaffenheit des Bohrguts
Bild 1 - Definition des Horizontalwinkels - DIN V 4108-6 [2003-06] Solare Wärmegewinne; Effektive Kollektorfläche - Jahresheizwärme- und Jahresheizenergiebedarfs-Berechnung
DIN V 4108-6 [2003-06] Solare Wärmegewinne; Effektive Kollektorfläche - Jahresheizwärme- und Jahresheizenergiebedarfs-Berechnung
Bild 2 - Definition Seiten-/Überhangwinkel - DIN V 4108-6 [2003-06] Solare Wärmegewinne; Effektive Kollektorfläche - Jahresheizwärme- und Jahresheizenergiebedarfs-Berechnung
DIN V 4108-6 [2003-06] Solare Wärmegewinne; Effektive Kollektorfläche - Jahresheizwärme- und Jahresheizenergiebedarfs-Berechnung
DIN V 4108-6 [2003-06]Im Folgenden werden die solaren Wärmegewinne von nicht beheizten, besonnten Räumen (Wintergärten) behandelt, die an einen beheizten Raum angrenzen, wobei eine Trennwand zwische...
DIN V 4108-6 [2003-06]Die infolge innerer Wärmequellen anfallenden Wärmegewinne hängen vom Gebäude und seiner Nutzung (Wohngebäude, Bürogebäude) sowie von seiner technischen Ausstattung, der Persone...
DIN V 4108-6 [2003-06]Solare Wärmegewinne tragen wesentlich zur Reduzierung des Heizwärmebedarfs bei. Dabei sind folgende Einflussfaktoren zu berücksichtigen: die mittlere solare Einstrahlung auf Ba...
DIN EN 378-4 [2017-03]6.1 Allgemeine Anforderungen 6.1.1 Entsorgung Die Entsorgung von Kälteanlagen und deren Teilen muss nach nationalen Vorschriften erfolgen. 6.1.2 Personal Rückgewinnung, Wiederv...
DIN EN ISO 22475-1 [2007-01]6.3.1 Allgemeines 6.3.1.1 Dieses Verfahren der Probenentnahme erlaubt: die Benennung und Beschreibung von Boden an der durch das Bohrloch aufgeschlossenen Stelle; die Unt...

Ausschreibungstexte zu Gewinn

STLB-Bau 2017-10 003 Landschaftsbauarbeiten
Halmpflanzung am Gewässerrand Schilf Einzelreihen 2Pflanzen/Pflanzloch Pflanzenabstand 25cm
STLB-Bau 2017-10 003 Landschaftsbauarbeiten
Kompost aufsetzen Branntkalk bestreuen Oberboden abdecken Auftrag-D 10cm 50g/m2
STLB-Bau 2017-10 003 Landschaftsbauarbeiten
Buschlage anzulegende Stufen B 50cm
STLB-Bau 2017-10 003 Landschaftsbauarbeiten
Blockschlichtung Gesteinsblöcke 0,3m3 H 1m T 40cm
STLB-Bau 2017-10 003 Landschaftsbauarbeiten
Ausgrassen Runsen B 0,5m T 0,2m Spanndraht D 2,2mm

Baunachrichten zu Gewinn

Gebäude mit Energiegewinn bzw. -überschuss auf 368 Seiten - 16.10.2016 „Gewinn“ und „Überschuss“ bezeichnen einen Ertrag nach Abzug des Auf­wandes und sind eigentliche Begriffe des Finanzwesens. Im Bauwesen be­schreiben sie Energiekonzepte bzw. Gebäude, die mehr Energie er­zeu­gen als sie verbrauchen.
16.10.2016 „Gewinn“ und „Überschuss“ bezeichnen einen Ertrag nach Abzug des Auf­wandes und sind eigentliche Begriffe des Finanzwesens. Im Bauwesen be­schreiben sie Energiekonzepte bzw. Gebäude, die mehr Energie er­zeu­gen als sie verbrauchen.
Englischer Privatgarten gewinnt Internationalen ELCA-Trendpreis „Bauen mit ... - 19.09.2016 Der diesjährige Internationale Trendpreis „Bauen mit Grün“ wurde am 14. September von der European Landscape Contractors Association (ELCA) an ein englisches Privatgarten-Projekt vergeben.
19.09.2016 Der diesjährige Internationale Trendpreis „Bauen mit Grün“ wurde am 14. September von der European Landscape Contractors Association (ELCA) an ein englisches Privatgarten-Projekt vergeben.
Neuer Energieklinker gewinnt solare Wärme über die Fassade - 12.07.2016 Ob Solaranlage, Wärmedämmung oder Lüftung - ohne eine energieeffi­ziente Bauweise sollte heute kein Gebäude mehr geplant und gebaut werden. Bislang ganz außer Acht gelassen wurde dabei die solare Strah­lung auf nackte (Klinker-)Fassaden.
12.07.2016 Ob Solaranlage, Wärmedämmung oder Lüftung - ohne eine energieeffi­ziente Bauweise sollte heute kein Gebäude mehr geplant und gebaut werden. Bislang ganz außer Acht gelassen wurde dabei die solare Strah­lung auf nackte (Klinker-)Fassaden.
Kostenberechnung gewinnt mit der Neufassung der HOAI 2009 an Bedeutung -Der Bauherr will bauen. Und wer baut, muss zahlen! Für Beratungs-, Planungs- und Bauleistungen. Was kostet wie viel? Beim einfachen Bauen im Bestand plant der Bauherr direkt mit den Bauschaffenden. Dafür erhält er das Angebot inklusive Beratung. Die Vergütung erfolgt über die Baupreise der Bauleistungen. Anders bei Neu-, Umbauten und komplexen Sanierungen. Externe Beratungen und Bauplanungen samt Genehmigungen werden erforderlich. Für deren Erfüllung braucht der Bauherr professionelle Hilfe. Diese geistigen Leistungen werden vergütet mit Honoraren. Erwartungsgemäß im Bezug zum Bau. Leistungsbilder nach HOAI - Kostengruppen nach DIN 276. Somit bestimmen die Baupreise indirekt das Honorar. Der Kreis wird geschlossen - eine bauwirtschaftliche Quadratur. Welche Kosten sind anrechenbar? Tatsächliche oder geplante. Und mit dem Steigen der Bausumme wächst das Honorar. Zur planerischen Qualität gehören auch die Baukosten. Oft führt eine schlechte Planung zu höheren Baukosten. Nicht würdig zu belohnen. Ein Malus als Abzug wäre gerechter. Dagegen erfordern bestmögliche Baukosten mehr geistigen Aufwand. Dies sollte nicht bestraft werden. Ein Bonus als Erfolgsbeteiligung wäre sinnvoller.
Der Bauherr will bauen. Und wer baut, muss zahlen! Für Beratungs-, Planungs- und Bauleistungen. Was kostet wie viel? Beim einfachen Bauen im Bestand plant der Bauherr direkt mit den Bauschaffenden. Dafür erhält er das Angebot inklusive Beratung. Die Vergütung erfolgt über die Baupreise der Bauleistungen. Anders bei Neu-, Umbauten und komplexen Sanierungen. Externe Beratungen und Bauplanungen samt Genehmigungen werden erforderlich. Für deren Erfüllung braucht der Bauherr professionelle Hilfe. Diese geistigen Leistungen werden vergütet mit Honoraren. Erwartungsgemäß im Bezug zum Bau. Leistungsbilder nach HOAI - Kostengruppen nach DIN 276. Somit bestimmen die Baupreise indirekt das Honorar. Der Kreis wird geschlossen - eine bauwirtschaftliche Quadratur. Welche Kosten sind anrechenbar? Tatsächliche oder geplante. Und mit dem Steigen der Bausumme wächst das Honorar. Zur planerischen Qualität gehören auch die Baukosten. Oft führt eine schlechte Planung zu höheren Baukosten. Nicht würdig zu belohnen. Ein Malus als Abzug wäre gerechter. Dagegen erfordern bestmögliche Baukosten mehr geistigen Aufwand. Dies sollte nicht bestraft werden. Ein Bonus als Erfolgsbeteiligung wäre sinnvoller.
Der Deckungsbeitrag in der Dualität von A wie Anteil bis Z wie Zuschlag -Im Deckungsbeitrag verbirgt sich ein tiefer Sinn für die Kalkulation von Baupreisen, der Beurteilung von Angeboten und dem Nachtragsmanagement. Zum Verständnis dieser Zusammenhänge möchte ich aus aktuellem Anlass geistig anregen.
Im Deckungsbeitrag verbirgt sich ein tiefer Sinn für die Kalkulation von Baupreisen, der Beurteilung von Angeboten und dem Nachtragsmanagement. Zum Verständnis dieser Zusammenhänge möchte ich aus aktuellem Anlass geistig anregen.
24.02.2016 Die 102 im BDH organisierten, größtenteils mittelständischen Unternehmen erwirtschafteten 2015 einen weltweiten Gesamtumsatz von 13,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 2,9%. Nicht zufriedenstellend verlief allerdings die Marktentwicklung der Heizungstechnologien auf Basis er­neu­erbarer Energien.
09.05.2016 Das Thema Wohnungslüftung gewinnt vor dem Hintergrund immer dich­te­rer Gebäudehüllen stetig an Bedeutung. Die Lüftungsnorm DIN 1946-6 stellt dabei hohe Anforderungen an die Planung und Ausführung einer solchen Lösung.
03.03.2016 Mobile Web-Technologien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dieser Ent­wicklung trägt der Industrieverband WerkMörtel mit der Überarbeitung des WDVS-Planungsatlasses Rechnung: Neben einem verbesserten User-Inter­face bietet er jetzt auch volle Unterstützung für Tablets.
26.09.2016 Nanotechnologie gilt als eine der zentralen Zukunftstechnologien. Sie hat in den letzten Jahren wirtschaftlich an Bedeutung gewonnen haben und viel­fach Einzug in den Alltag gehalten. Die Bundesregierung will die Chancen und Potenziale der Nanotechnologie nutzen, ohne dabei mögliche Risiken für Mensch und Umwelt außer Acht zu lassen.

Begriffs-Erläuterungen zu Gewinn

Der Rohgewinn ist - vergleichbar mit dem Rohergebnis - eine spezifische Aussage der Schaffung von Neuwert, d. h. ohne Waren- und Materialeinsatz, d. h. speziell im Bauunternehmen ohne Aufwendungen fü ...
Für die Gewinnbesteuerung von Einzelunternehmen Personengesellschaften und Selbstständigen im Baugewerbe bzw. speziell des Bauhandwerks können von den Finanzämtern Richtsätze als Hilfsmittel und Ansa ...
In der Baukalkulation gilt der Gewinn - in der Regel zusammen mit einem Anteil für - als das Kalkulationselement "Wagnis und Gewinn (W&G)", dargestellt im Kalkulationsschema als Differenz zwischen ka ...
Vordergründig ist die wirtschaftliche Lage, insbesondere im Hinblick auf die Gewinnerwirtschaftung und künftige Erfolgssicherung, zu untersuchen. Sie ist das wichtigste Analysefeld im Bauunternehmen. ...

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