Gleitzone bei Midi-Jobs

Gleitzone bei Midi-Jobs

Bei geringfügiger Beschäftigung im Rahmen eines Midi-Jobs ist für Arbeitsentgelte seit 2013 und noch bis 30. Juni 2019 eine Gleitzone von monatlich 450,01 € bis 850 € (vorher von 400,01 € bis 800,00 €) maßgebend. Für die Arbeitsentgelte im Rahmen der Gleitzone ist der volle Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung zu leisten. Zu berechnen ist dieser für das vereinbarte Arbeitsentgelt nach dem jeweils aktuellen Beitragssatz in der Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und der vom Arbeitnehmer gewählten Krankenversicherung.
Ab 1. Juli 2019 steigt jedoch die Einkommensgrenze, ab der die vollen Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen sind, von 850 € auf 1.300 €. Gesprochen wird dann nicht mehr von der Gleitzone, sondern vom "Übergangsbereich" nach Änderung im § 20 Abs. 2 SGB IV auf Grundlage des "RV-Leistungsverbesserungs- und Stabilisierungsgesetzes vom 28. November 2018 (in BGBl. I S. 2016)". Dafür wird die spezielle Formel für die Berechnung der Versicherungsbeiträge entsprechend konkav angepasst. Erst im oberen Übergangsbereich werden sich die Beiträge dem allgemeinen Beitragssatz anpassen. Daraus ableitend zahlen die betreffenden Beschäftigten künftig geringere Sozialversicherungsbeiträge. Auch bei den Rentenansprüchen leitet sich kein Nachteil ab, weil die Rentenentgeltpunkte für Beitragszeiten aus der Beschäftigung im Übergangsbereich ab 1. Juli 2019 aus dem erzielten und nicht aus dem beitragspflichtigen Arbeitsentgelt ermittelt werden.
Schon über 50.000 Abonnenten!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK