Gründe für Nachforderungen

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Gründe für Nachforderungen

Nachforderungen leiten sich ab aus vom Bau-Soll abweichenden Leistungen, die sich nach Vertragsabschluss während der Bauausführung ergeben, so z. B.
  • aus Rechten oder Verstößen gegen Pflichten und/oder
  • auch ohne Eingriff der Vertragspartner.
Nachforderungen stellt in der Regel der die Bauleistung Ausführende in Form von Nachträgen.
Die möglichen Einflüsse und Abweichungen können unterschiedliche Gründe bzw. Ursachen haben:
  • Eine Leistungsbeschreibung, die nicht den Anforderungen des § 7 VOB, Teil A entspricht, d. h. fehlerhaft oder nur lückenhaft beschrieben ist. Hat der Auftraggeber die Leistungsbeschreibung erstellt, gehen Unvollständigkeiten oder Fehler in erster Linie zu seinen Lasten.
  • Anordnungen bzw. Eingriffe des Auftraggebers auf Grund von
  • Unzureichende Mitwirkung des Auftraggebers, beispielsweise für die Bereitstellungspflichten von Ausführungsunterlagen, Beistellungen u. a., verspätetes Abstecken der Hauptachsen, für Anordnungs- und Überprüfungspflichten, die dann auch zu Schadenersatzansprüchen führen können.
  • Vergütungsansprüche auf Grund von Mengenmehrungen und -minderungen ohne Eingriff der Vertragspartner.
  • Fristenansprüche, oft ohne Eingriff des Auftraggebers ausgelöst, aber mit Einfluss von außen, beispielsweise Bauzeitverlängerungen aus Umständen, die für den Auftragnehmer unabwendbar sind, aus außergewöhnlichen Witterungseinflüssen, höhere Gewalt sowie durch Umstände aus dem Risikobereich des Auftraggebers.
Der Spielraum für Nachforderungen ist jedoch umso kleiner, je mehr vertragliche Verantwortung und Risiko der Auftragnehmer für den Leistungserfolg übernimmt und trägt.

Normen und Richtlinien zu Gründe für Nachforderungen

DIN 1961 [2016-09](1) 1. Abschlagszahlungen sind auf Antrag in möglichst kurzen Zeitabständen oder zu den vereinbarten Zeitpunkten zu gewähren, und zwar in Höhe des Wertes der jeweils nachgewiesenen...
DIN 1960 [2019-09]Änderungen Abschnitt 1 Basisparagraphen Bauleistungen Grundsätze Arten der Vergabe Zulässigkeitsvoraussetzungen Ablauf der Verfahren Vertragsarten Rahmenvereinbarungen Vergabe nach...

Baunachrichten zu Gründe für Nachforderungen

Musterverträge richtig angewandt: Vertragsgestaltung im Geltungsbereich der... - 31.08.2012 Die bauprofessor.nachrichten hatten in der August-Ausgabe bereits berichtet, dass die VOB/B Fassung 2012 zum 30.07.2012 durch Erlass des BMVBS für die Bundesverwaltungen und für die für den
31.08.2012 Die bauprofessor.nachrichten hatten in der August-Ausgabe bereits berichtet, dass die VOB/B Fassung 2012 zum 30.07.2012 durch Erlass des BMVBS für die Bundesverwaltungen und für die für den...
Angebot und Nachtrag - Baupreis und EFB-Preis! -Hauptangebote werden immer häufiger durch Nachträge "subventioniert". Billige Angebote können auch deshalb teuer werden. Die tatsächlichen Baukosten entstehen nicht im Soll, sondern im Ist und werden in der Summe von Angebot und Nachträgen bestimmt. Bauherren leiden darunter und Bauunternehmen freuen sich darüber. Nach HOAI können Architekten sogar mit höheren Honoraren davon profitieren. Infolge der im Angebot beschriebenen Baupreise wird ein Bausoll vertraglich festgelegt. Änderungen und Abweichungen vom Bausoll treten bei einem Einheitspreisvertrag regelmäßig auf und sind dann das tägliche Brot von Juristen. Für den Auftragnehmer ergeben sich meistens Ansprüche auf Nachträge als "Nachforderungen" und "Vergütungsanpassungen" entsprechend VOB Teil B §2.
Hauptangebote werden immer häufiger durch Nachträge "subventioniert". Billige Angebote können auch deshalb teuer werden. Die tatsächlichen Baukosten entstehen nicht im Soll, sondern im Ist und werden in der Summe von Angebot und Nachträgen bestimmt. Bauherren leiden darunter und Bauunternehmen freuen sich darüber. Nach HOAI können Architekten sogar mit höheren Honoraren davon profitieren. Infolge der im Angebot beschriebenen Baupreise wird ein Bausoll vertraglich festgelegt. Änderungen und Abweichungen vom Bausoll treten bei einem Einheitspreisvertrag regelmäßig auf und sind dann das tägliche Brot von Juristen. Für den Auftragnehmer ergeben sich meistens Ansprüche auf Nachträge als "Nachforderungen" und "Vergütungsanpassungen" entsprechend VOB Teil B §2.
Baustellencontrolling und Nachträge - wer beherrscht wen? -Das Baustellencontrolling ist eine sensible Schnittstelle zwischen den am Bau Beteiligten. Bauherren und Baufirmen steuern immer ihre Kosten und wirken interaktiv über Nachträge.Die Baubetriebswirtschaftliche Tagung 2008 des ZDB am 11.3.2008 in Kassel formuliert dies sehr trefflich: „Vom kalkulierten Bausoll bis zum Nachtragsmanagement“.
Das Baustellencontrolling ist eine sensible Schnittstelle zwischen den am Bau Beteiligten. Bauherren und Baufirmen steuern immer ihre Kosten und wirken interaktiv über Nachträge.Die Baubetriebswirtschaftliche Tagung 2008 des ZDB am 11.3.2008 in Kassel formuliert dies sehr trefflich: „Vom kalkulierten Bausoll bis zum Nachtragsmanagement“.

Begriffs-Erläuterungen zu Gründe für Nachforderungen

Nachforderungen resultieren aus vom Bau-Soll abweichenden Leistungen, die sich erst nach Vertragsabschluss während der Bauausführung ergeben, so z. B. aus Rechten oder Verstößen gegen Pflichten und/o ...
Das Bautagebuch ist Bestanteil des Berichtswesens auf der Baustelle . In der Regel wird das Bauunternehmen mit Bezug auf die vereinbarten Bedingungen im Bauvertrag zur Führung des Bautagebuchs verpfl ...
Für ein Nachtragsangebot müssen zunächst die für einen Nachtrag zum Bauvertrag maßgebenden Merkmale und Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Nachträge treten in der Baupraxis überwiegend bei VOB-Vertr ...
Grundlage eines Bauvertrags ist das mit einer Ausschreibung bestimmte Bausoll als die zu erbringende Bauleistung unter vorbestimmten Bedingungen und vorgesehener Bauzeit . Weicht danach die Bauleistu ...

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