Honorargrundlagen nach HOAI

» Baunachrichten

Honorargrundlagen nach HOAI

§ 6 der HOAI 2013 (in Kraft seit dem 17. Juli 2013 und veröffentlicht im BGBl. I 2013 Nr. 37, S. 2276) sagt über die Grundlagen des Honorars für die Bauplanung aus. Das Honorar richtet sich
  • für die Leistungsbilder bzw. -phasen des Teils 2- Flächenplanung – der HOAI nach der Größe der Fläche,
  • für die Leistungsbilder bzw. Leistungsphasen des Teils 3 – Objektplanung – wie für Gebäude, Freianlagen, Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen nach den anrechenbaren Kosten des Objekts, auf der Grundlage der Kostenberechnung oder, soweit diese nicht vorliegt, auf Grundlage der Kostenschätzung,
  • für die Leistungsbilder bzw. Leistungsphasen des Teils 4 – Fachplanung – mit der Tragwerkplanung sowie für Technische Ausrüstungen ebenfalls wie bei der Objektplanung nach den anrechenbaren Kosten auf Grundlage der Kostenberechnung oder ggf. der Kostenschätzung,
  • nach dem Leistungsbild,
  • nach der Honorarzone,
  • nach den zugehörigen Honorartafeln.
Liegt jedoch zum Zeitpunkt der Beauftragung noch keine Planung als Voraussetzung für eine Kostenschätzung oder Kostenberechnung vor, können die Vertragsparteien auch schriftlich vereinbaren, dass das Honorar auf Grundlage der anrechenbaren Kosten einer Baukostenvereinbarung nach den Regelungen in der HOAI berechnet wird. Die nachprüfbaren Baukosten sind dafür einvernehmlich festzulegen.
Für Honorare für Grundleistungen bei Instandsetzungen und Instandhaltungen von Objekten sind ebenfalls die anrechenbaren Kosten, die Honorarzonen, die Leistungsphasen und Honorartafeln heranzuziehen, die den Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen zuzuordnen sind. Mit Bezug auf § 12 Abs. 2 HOAI 2013 kann für Grundleistungen bei Instandsetzungen und Instandhaltungen von Objekten schriftlich vereinbart werden, dass der Prozentsatz für die Objektüberwachung oder Bauoberleitung um bis zu 50 % der Bewertung dieser Leistungsphase höher angesetzt wird.
Die Honorare für Leistungen bei Umbauten und Modernisierungen sind ebenfalls auf Grundlage der anrechenbaren Kosten, der Honorarzone, den Leistungsphasen, der Honorartafel sowie einem Umbau- und Modernisierungszuschlag auf das Honorar heranzuziehen. Der Umbau- und Modernisierungszuschlag ist mit Bezug auf § 6 Abs. 2 HOAI-2013 unter Berücksichtigung des Schwierigkeitsgrades der Leistungen schriftlich zu vereinbaren.
Der Zuschlag für Umbauten ist mit der HOAI-2013 wieder auf die Regelung vor der HOAI-2009 zurückgeführt worden. Die Höhe des Zuschlags zwischen 20 % bis 33 % für Gebäude bzw. bis 50 % für Innenräume nach § 36 HOAI richtet sich nach Honorarregelungen für die Leistungsbilder 3 – Objektplanung und 4 – Fachplanung. Sofern keine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde, kann unwiderlegbar vermutet werden, dass ein Zuschlag von 20 % ab einem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad vereinbart ist.

Baunachrichten zu Honorargrundlagen nach HOAI

Vom Planer zum Unternehmer - 04.10.2013 Der Berufsalltag von Architekten und Ingenieuren hat sich in Folge des technischen Fortschritts und der Rechtsprechung nachhaltig gewandelt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die...
04.10.2013 Der Berufsalltag von Architekten und Ingenieuren hat sich in Folge des technischen Fortschritts und der Rechtsprechung nachhaltig gewandelt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die...

Schon über 50.000 Abonnenten!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK