Innenwanddämmung

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Innenwanddämmung

Die Innenwanddämmung, also die Dämmung der Innenseite einer Außenwand, ist der Fassadendämmung dahin gehend unterlegen, dass durch sie der Vorteil einer Taupunktverschiebung nach außen nicht und auch nicht dieselben Dämmwerte wie bei einer Fassadendämmung erreicht werden können. Innenwanddämmungen werden daher nur empfohlen, wenn der Platz für die Außendämmung nicht vorhanden ist (Abstandsflächen), bzw. historische, denkmalgeschützte Fassaden oder Sichtfassaden bei Fachwerkhäusern erhalten werden sollen.
Bei einer Innenwanddämmung ist immer darauf zu achten, dass im Innenraum entstehende Feuchtigkeit, die in die Dämmung und die dahinter liegende Wand eindringt, die Möglichkeit hat durch die Wand nach außen zu diffundieren, um Schimmelbildung zu vermeiden. Zudem kann Feuchtigkeit, die nicht durch die Außenwand dringen kann, sondern sich in dieser staut im Winter bei starken Frösten gefrieren und damit zu Rissen und somit zu Schäden in der Außenwand führen.
Der Wandaufbau muss also bei der Innenwanddämmung, wie auch bei Innendämmungen im Dach (Zwischensparrendämmung, Untersparrendämmung) von innen nach außen immer diffusionsoffener werden. Bei der Sanierung müssen daher u. U. zuerst alte Putzschichten (z. B. Kunstharzputze) und Farbschichten entfernt werden, bevor mit dem Einbau der Innenwanddämmung begonnen werden kann. Der Einbau einer Dampfsperre oder Dampfbremse ist nötig, um ein Eindringen von Feuchtigkeit zu minimieren.
Schema Innenwanddämmung
Aufbau einer Innenwanddämmung, © thingamajiggs - Fotolia.com 
Innenwanddämmstoffe sollten idealerweise also Feuchtigkeit aufnehmen, in sich verteilen und zur Oberfläche (Außenwand) ableiten können. Daher sind z. B. Holzfaser-Dämmstoffmatten und -platten sowie Kalziumsilikat-Platten und Mineralschaum (Kalziumsilikathydrat) sehr gut geeignete Dämmstoffe für die Innenwanddämmung, aber auch Dämmsysteme aus Blähperlit- und Schaumglas-Dämmplatten sowie Mineralwolle, Polystyrol-Hartschaum finden bedingt Verwendung. 
Kann keine Dampfdiffusion nach außen gewährleistet werden, ist der Einbau einer sogenannten intelligenten Dampfsperre aus Polyamid nötig, die die Eigenschaft hat, ihre Durchlässigkeit mit der vorliegenden Luftfeuchtigkeit zu ändern. Das Eindringen von Wasserdampf in der kalten Jahreszeit wird stark behindert, während im Sommer dagegen das Austrocknen begünstigt wird. Die dann aus dem Dämmstoff in das Innere der Wohnräume austretende Feuchtigkeit muss über ausreichendes Lüften nach außen geleitet werden.

Baupreis-Informationen zu Innenwanddämmung


Ausschreibungstexte zu Innenwanddämmung

STLB-Bau 2017-10 023 Putz- und Stuckarbeiten, Wärmedämmsysteme
Ausschneiden Dämmpl. Leitungen WDVS B 50mm T 30mm
STLB-Bau 2017-10 084 Abbruch-, Rückbau- und Schadstoffsanierungsarbeiten
Dämmung Außenwand Mineralwolle abbrechen 1kN/m3 D 14 cm v.Hand laden LKW AN nicht schadstoffbelastet

Begriffs-Erläuterungen zu Innenwanddämmung

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