Körperschaftssteuer

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Körperschaftssteuer

Die Körperschaftsteuer (KSt) ist auch eine Personensteuer, die auf Einkünfte juristischer Personen erhoben wird. Körperschaftsteuerpflichtig sind im Baugewerbe die Kapitalgesellschaften (GmbH, AG). Sie unterliegen der unbeschränkten Körperschaftsteuerpflicht, wenn sie ihren Sitz oder ihre Geschäftsleitung im Inland haben. Demgegenüber sind Körperschaften, deren Sitz oder Geschäftsleitung sich im Ausland befindet, nur beschränkt körperschaftsteuerpflichtig, und zwar nur mit ihren inländischen Einkünften.
Gründet sich beispielsweise eine GmbH, so unterliegt die Vorgründungsgesellschaft noch nicht der Körperschaftsteuer. Die Körpersteuerpflicht beginnt erst mit Abschluss des notariellen Gesellschaftsvertrages (als Vorgesellschaft bis zur Eintragung im Handelsregister). Die Steuerpflicht zur Körperschaftsteuer endet nach Ablauf des Sperrjahres, wenn die geschäftliche Betätigung eingestellt und das Vermögen der Kapitalgesellschaft verteilt wurde.
Die Körperschaftsteuer ist eine Jahressteuer. Die Erhebung erfolgt durch Veranlagung. Grundlage liefert zunächst das handelsrechtliche Ergebnis aus der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), das dann noch ggf. durch Anpassungskorrekturen in das Steuerbilanzergebnis umzurechnen ist.
Was der Körperschaftsteuer unterliegt und wie die einzelnen Einkünfte zu ermitteln sind, richtet sich grundsätzlich nach dem Körperschaftsteuergesetz (§ 8 Abs.1KStG), in dem jedoch wichtige Rechtsgrundlagen der Einkommensteuer übernommen wurden. Zu berücksichtigen sind insbesondere die gesetzlich festgelegten nicht abziehbaren Aufwendungen sowie steuerfreien Betriebseinnahmen. Beispielsweise dürfen folgende Betriebsausgaben nicht das zu versteuernde Einkommen schmälern:
  • Aufwendungen im Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen
  • Bewirtungskosten und Geschenke, bestimmte Zinsen, Gewerbesteuer
  • Parteispenden
  • Vergütung für den Aufsichtsrat in Höhe von 50 %
Als steuerfreie Betriebseinnahmen gelten beispielsweise Gewinne aus der Veräußerung eines Teils einer Körperschaft, sofern der Anteil in früheren Jahren nicht steuerwirksam auf einen niedrigeren Teilwert abgeschrieben wurde.
Die Grundlagen für ihre Festsetzung sind jeweils für ein Kalenderjahr zu ermitteln. Die Erhebung der Steuer erfolgt durch Veranlagung. Für den Veranlagungszeitraum sind Körperschaftsteuervorauszahlungen zu entrichten, die jeweils am 10.03., 10.06., 10.09. und 10.12. eines Kalenderjahres fällig sind.
Der Steuersatz beträgt gegenwärtig für die Gewinne 15 % (2008, früher 25 bzw. 40 %) zuzüglich des darauf noch zu berechnenden Solidaritätszuschlag von 5,5 %, insgesamt also 15,825 %.

Begriffs-Erläuterungen zu Körperschaftssteuer

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