Kalkulation zur Marktanpassung

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Kalkulation zur Marktanpassung

Die Kalkulation für das Angebot zu einer Ausschreibung kann nach verschiedenen Kalkulationsverfahren erfolgen. In den unten angeführten Downloads werden Musterrechnungen mit Bezug auf einen vorgegebenen Musterfinanzplan sowohl für die Zuschlagskalkulation (einfach und differenziert) als auch für die Endsummenkalkulation und für je einen daraus abgeleiteten Bauauftrag demonstriert. Detailliertere Erläuterungen hierzu werden auch unter Finanzplan zur Ermittlung von Kalkulationszuschlagsätzen und vorbestimmten Zuschlägen ausgeführt.
Zunächst soll die "Excel-Vorlage: Angebotssumme - Einfache und differenzierte Angebotskalkulation" betrachtet werden.
Eingeschätzt werden zunächst vorausschauend für das Bauunternehmen insgesamt die Kosten nach Kostenarten und -komplexen wie Einzelkosten der Teilleistungen (EKT), Baustellengemeinkosten (BGK) und Allgemeine Geschäftskosten (AGK) sowie Gewinn und Wagnis. Hieraus lassen sich dann betriebsbezogen detaillierte Umsatzanteile zur Ermittlung vorbestimmter Zuschläge - einfach oder differenziert mit Bezug auf die EKT oder Herstellkosten (EKT+ BGK) - ermitteln. Anschließend kann aus den betrieblich bestimmten Zuschlägen die Angebotsendsumme (AES) für einen Bauauftrag im Abschnitt III. berechnet werden, nach einfache bestimmten Zuschlägen im Beispiel zu 132.076,92 € als AES. Sichtbar wird daraus, wie die Zuschläge und Umlagen auf die Auftragssumme wirken, zugleich auch aus den lohnbezogenen Angaben wie dem Verrechnungslohn.
Wird vor Abgabe des Angebots eingeschätzt, dass die AES nicht baumarktgerecht für die Erteilung des Bauauftrags sein wird, sollte die individuelle Anpassung geprüft und ggf. mit Varianten durchgerechnet werden. In der Excel-Tabelle erfolgt als Beispiel die Eingabe einer Angebotssumme von 125.000 € als Marktanpassung. Daraufhin errechnen sich neu angepasste Anteile zu den Preisfaktoren BGK, AGK, Gewinn und Wagnisse in Zeile 76. Der Vergleich mit den ursprünglichen Anteilen lässt die Wirkungen erkennen. Im Beispiel reduzierten sich Gewinn und Wagnisse völlig und AGK geringfügig, folglich der Deckungsbeitrag (als Summe aus BGK, AGK und W&G). Würde sich nach Anpassung sogar ein negativer Betrag zu AGK ergeben, dann wären auch die Herstellkosten (EKT + BGK) nicht mehr gedeckt bzw. eine Senkung zulasten von BGK und ggf. EKT erforderlich. Dies entspricht nicht mehr einer wirtschaftlichen Aussage zum betreffenden Angebot und käme praktisch einem "Kampfpreis" gleich. Die letztere Betrachtung ist zugleich auch in Verbindung mit der Ableitung von Preisuntergrenzen - mehrstufig zu sehen.
Ein weiteres Beispiel wird in der "Excel-Vorlage: Endsummenkalkulation" dargestellt. Auf Grundlage der Ausgangsdaten wurde das Angebot mit der AES zu 420.468,54 € in Zeile 18 kalkuliert. Charakteristisch für die Endsummenkalkulation ist die gesonderte, auftragskonkrete Ermittlung der BGK. Getrennt nach Kostenarten werden die EKT und die BGK ermittelt und als Herstellkosten (HK) aufaddiert. Die Anteile für AGK sowie Gewinn und Wagnisse werden umsatzbezogen berechnet und auf die HK verrechnet und danach die Angebotsendsumme bestimmt. Abgewandelt wird diese im Beispiel zu 408.000 € als Marktanpassung. Darauf errechnen sich rückwärts angepasste neue Werte und %-Anteile zu den einzelnen Preisfaktoren. Mit der individuellen Eingabe von Zuschlagsätzen für die Kostenarten Stoffe, Geräte, Sonstige Kosten und Nachunternehmerleistungen in Zeile 27 wird der Rest auf Lohn umgelegt und der neue Zuschlagssatz für den Verrechnungslohn ermittelt. Abschließend wird ab Zeile 50 die Ermittlung zur angepassten Angebotsendsumme dargestellt. Diese Aussagen können unmittelbar in die ergänzenden Preisblätter (EFB-Preise) 221 bis 223 nach Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2017) übernommen werden.
Kostenlose Downloads
Bitte beachten Sie, dass die Muster-Dokumente keine juristische Empfehlung darstellen und die Verwendung nach dem konkreten Sachverhalt eigenverantwortlich erfolgen muss. Vollständigkeit, sowie technische und inhaltliche Fehlerfreiheit werden nicht zugesichert.

Baunachrichten zu Kalkulation zur Marktanpassung

Niedrigpreisangebot und Spekulationspreise - Kampfpreis oder Mischkalkulati... -Erst kalkulieren, dann spekulieren. Spekulation (von lat. speculari: spähen, beobachten) ist wohlüberlegtes Handeln mit Chancen und Risiken. Im Gegensatz zu "Zocken" oder "Wetten" ohne Kostenkenntnis. Auch die am Bau Beteiligten beobachten den Markt. Baupreise sind Marktpreise. Geprägt durch die Kosten und der Marktanpassung. Und derzeit gehen die Baupreise nach oben.
Erst kalkulieren, dann spekulieren. Spekulation (von lat. speculari: spähen, beobachten) ist wohlüberlegtes Handeln mit Chancen und Risiken. Im Gegensatz zu "Zocken" oder "Wetten" ohne Kostenkenntnis. Auch die am Bau Beteiligten beobachten den Markt. Baupreise sind Marktpreise. Geprägt durch die Kosten und der Marktanpassung. Und derzeit gehen die Baupreise nach oben.

Begriffs-Erläuterungen zu Kalkulation zur Marktanpassung

Baukalkulation als Preisermittlung mit vorbestimmten Zuschlägen erfordert die Vorausermittlung von Zuschlagsätzen für die Zurechnung bzw. Umlage von: Baustellengemeinkosten (BGK) Allgemeine Geschäfts ...
Die Angebotskalkulation hat zum Ziel, zu einer vom Bauherrn bzw. Auftraggeber erfolgten Ausschreibung ein preisliches Angebot zu berechnen und abzugeben. Die Ausschreibung kann auf Grundlage eines Le ...
Angebotskalkulation für die Abgabe eines Angebot zum ausgeschriebenen Bauauftrag kann vom Bauunternehmer als Bieter nach unterschiedlichen Kalkulationsverfahren erfolgen. Bei der Zuschlagskalkulation...
Die Endsummenkalkulation ist ein zukunftsorientiertes Kalkulationsverfahren . Es bezieht die konkreten Bedingungen des Bauauftrags und der Bauausführung in die Baukalkulation ein. Zunächst werden die ...

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