Kleinunternehmerregelung

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Kleinunternehmerregelung

Die Kleinunternehmerregelung leitet sich aus § 19 im Umsatzsteuergesetz (UStG) ab. Danach ist es möglich, dass für Unternehmen mit geringen Umsätzen, die 17.500 € im Kalenderjahr im Inland nicht überstiegen und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 € nicht übersteigen werden, die geschuldete Umsatzsteuer nicht erhoben wird. Nicht einzubeziehen sind dabei einen Vorsteuerabzug ausschließende, steuerfreie Umsätze sowie Umsätze aus Gütern des Anlagevermögens.
Kleinunternehmer-Umsätze können resultieren aus Leistungen von selbstständig oder nebenberuflich Tätigen, beispielsweise Architekten und Fachingenieure, von Bausachverständigen, Gewerbetreibenden u.a. Ihnen steht aber auch das Recht zu, auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten und ihren Umsatz mit Umsatzsteuer zu belegen. Eine solche Erklärung gegenüber dem Finanzamt bindet dann aber den Leistenden für mindestens 5 Kalenderjahre und kann nur mit Wirkung vom Beginn eines Kalenderjahres an widerrufen werden.
Bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung sind die umsatzsteuerlichen Anforderungen an die Rechnungslegung zu erfüllen, wie sie sich aus §§ 14 und 14a UStG zu den Rechnungsangaben ableiten. In den Ausgangsrechnungen wird jedoch nur der Bruttowert im Sinne des Nettowerts ausgewiesen, und zwar ohne Ausweis eines Umsatzsteuersatzes und Umsatzsteuerbetrages. Dann ist der Leistende nicht zur Abführung von Umsatzsteuer verpflichtet. Er muss auch keine Umsatzsteuer-Voranmeldung abgeben.
Bei der Kleinunternehmerregelung kann der Leistende keinen Vorsteuerabzug aus den Eingangsrechnungen bei den Betriebsausgaben geltend machen. Der Rechnungsempfänger des Kleinunternehmers kann ebenfalls aus der Brutto- = Nettorechnung keine Vorsteuer ziehen, selbst wenn er vorsteuerberechtigt ist.

Begriffs-Erläuterungen zu Kleinunternehmerregelung

Mit Bezug auf § 19 im Umsatzsteuergesetz (UStG) wird die Umsatzsteuer von Kleinunternehmen wie beispielsweise Bauhandwerker sowie auch von Nichtkaufleuten wie freiberuflich Tätige nicht erhoben, wenn ...
Als Überschussrechnung wird allgemein die Gewinnermittlung für die Besteuerung nach § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG), speziell als Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)bezeichnet. Sie kann vorge ...
Die Einnahmenüberschussrechnung - in Kurzform mit "EÜR" bezeichnet -ist eine Gewinnermittlung für die Besteuerung nach § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EstG), die von Kleingewerbetreibenden, Perso ...

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