Kosten

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Kosten

Der Kostenbegriff wird in einem Bauunternehmen mit unterschiedlicher Aussage herangezogen, und zwar:
Im Rahmen der KLR-Bau werden die Kosten durch folgende Merkmale charakterisiert:
  • Kosten setzten stets mengenmäßigen Verbrauch (Güterverzehr), z. B. von Beton in m³ usw. voraus,
  • Kosten werden im Wertausdruck ausgewiesen,
  • Kosten fallen stets für Leistungen, im Bauprozess speziell für Bauleistungen an.
Kosten sind im Zusammenhang mit den Aufwendungen als periodenbezogener Güterverbrauch zu betrachten. Größtenteils sind die Aufwendungen gleichzeitig Kosten, die unmittelbar in die Kostenrechnung übernommen werden können. Sofern der Aufwand keinen Kostencharakter aufweist, muss er herausgerechnet und abgesetzt werden, beispielsweise der neutrale Aufwand wie gezahlte Zinsen, außergewöhnliche Strafen, Spenden u. a.
Kosten können nach verschiedenen Gesichtspunkten gegliedert werden, so nach:
  • Art ihrer Entstehung nach Kostenarten im Bauunternehmen sowie weiterhin innerhalb der Kostenarten beispielsweise nach Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, lohngebundenen und lohnbezogenen Kosten u. a.,
  • dem Ort der Kostenentstehung nach Kostenstellen, wie Baustellen u. a.,
  • dem Zweck der Kostenentstehung nach Kostenträgern wie z. B. Bauwerke, Positionen im Leistungsverzeichnis (LV) u. a.,
  • Kostenkomplexen wie Einzelkosten und Gemeinkosten nach der direkten oder indirekten Zurechenbarkeit zu den Erzeugnissen und Bauleistungen, besonders in Verbindung mit der Bauauftragsrechnung bzw. Kalkulation sowie nach betriebsinternen Aussagen zu Arbeits- und Fertigungskosten,
  • Primärkosten als Kosten für nicht selbst hergestellte Erzeugnisse wie für die Baustoffe sowie Sekundärkosten für Leistungen in den Hilfs- und Nebenkostenstellen, die mittels innerbetrieblicher Leistungsverrechnung den empfangenen Kostenstellen wie Baustellen zuzuordnen sind,
  • ihrem Verhalten zur Entwicklung des Leistungsvolumens, d. h. der Kostendynamik nach Fixkosten und variablen Kosten bzw. leistungsunabhängigen und leistungsabhängigen Kosten sowie beschäftigungsunabhängigen und beschäftigungsabhängigen Kosten,
  • ausgabewirksame und nicht ausgabewirksame Kosten, beispielsweise die Abschreibungen für Baumaschinen und Geräte u. a. in der zu betrachtenden Abrechnungsperiode,
  • Grundkosten, die zugleich Zweckaufwand darstellen und Zusatzkosten wie z. B. kalkulatorischer Unternehmerlohn , Zinsen u. a.,
  • Plan-, Soll- und Istkosten in der Finanzplanung und Betriebsabrechnung,
  • zeitabhängige und zeitunabhängige Kosten mit Bezug auf die Bauzeit.
Wird für den Ausweis von Kosten bzw. Aufwendungen in der Finanzbuchhaltung der Baukontenrahmen in der aktualisierten Fassung 2016 (herausgegeben von den Spritzenverbänden HDB und ZDB der Bauwirtschaft) herangezogen, betrifft es die Konten in der:
  • Kontenklasse 6 - Betriebliche Aufwendungen - und
  • Kontenklasse 7 - Sonstige Aufwendungen -
sowie nach dem Musterkontenrahmen für das Baugewerbes (MKR-Bau) die Kontenklasse 4.
Für einen aussagefähigen Vergleich von Kosten und Leistungen zu einem Stichtag sollte gesichert sein, dass die Kosten nur solche Positionen enthalten, die sich auch auf den abgerechneten Zeitraum beziehen. Dafür bedarf es einer inhaltsbezogenen und ordnungsgemäßen Kostenabgrenzung jeweils zum Abrechnungsstichtag wie Monats- und Jahresenden. Die Aufgabe besteht im richtigen, d. h. periodengerechten Ausweis der Kosten. Die Kosten müssen der Periode zugeordnet werden, in der sie für die Leistung verursacht wurden. Zum Monatsende fehlen oft noch Eingangsrechnungen, z. B. für bereits verbrauchte Baustoffe, u. a. Diese zunächst nur dem Grunde nach bekannten Aufwendungen sind als Verbindlichkeiten unbestimmter Höhe und zugleich als Kosten in die Abrechnung einzubeziehen.
Vom betriebswirtschaftlichen Kostenbegriff im Rechnungswesen ist jedoch der in der Baupraxis vorzufindende Begriff der Baukosten abzugrenzen. Der Kostenbegriff wird hier im Sinne der Aufwendungen für die Investition als Investitionskosten für die Baumaßnahme verwendet. Somit handelt es sich bei den Baukosten eigentlich um den Preisausdruck für die Leistungen am Bauwerk. Ermittelt werden die Baukosten auf Grundlage der Regelungen in der DIN 276 - Kosten im Bauwesen sowie innerhalb der DIN 276 nach 7 verschiedenen Kostengruppen. Die Aussagen dienen vorwiegend der Kostenschätzung und -berechnung.

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