Kurzfristige Beschäftigung(Mini-Job)

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Kurzfristige Beschäftigung(Mini-Job)

Die kurzfristige Beschäftigung steht in Verbindung mit einer Form von Mini-Jobs, in der Praxis meistens als "kurzfristiger Minijob" oder auch als "70 Tage-Job" bezeichnet. Sie wird oft sowohl von Arbeitnehmern und gleichfalls von Arbeitgebern vorgesehen, in der Bauwirtschaft beispielsweise bei Ferienjobbern und -einsätzen begehrt.
Maßgebend ist für die kurzfristige Beschäftigung die Begrenzung zeitlich auf:
  • maximal 3 Monate, wenn der Arbeitnehmer an mindestens 5 Tagen pro Woche arbeitet oder
  • maximal 70 Arbeitstage, wenn der Arbeitnehmer regelmäßig weniger als 5 Tage in der Woche arbeitet.
Die Zeitgrenzen gelten seit 1. Januar 2015 und noch bis 31. Dezember 2018. Ab 1. Januar 2019 sind wieder die Zeitgrenzen von 2 Monaten bzw. 50 Arbeitstage maßgebend, die bereits bis 31. Dezember 2014 bestimmend waren.
Die kurzfristigen Beschäftigungstage sind im Laufe eines Kalenderjahres zu addieren, d. h. alle gearbeiteten Tage sind zusammenzurechnen. Ersetzt wird das Zeitjahr durch das Kalenderjahr. Eine jahresübergreifende Beschäftigung ist möglich, wenn die Beschäftigung von vornherein auf 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage befristet wurde. Zu berücksichtigen sind bei den Zeitgrenzen ebenfalls Tage mit bezahlter Freistellung, beispielsweise Feiertage, Tage mit Urlaubsanspruch, auch Tage bei Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Hinsichtlich der Entlohnung entfällt die Begrenzung auf 450 € je Monat, die beim "regulären" Minijob bestimmend ist. Der Verdienst ist dabei nicht begrenzt. Es handelt sich zwar beim kurzfristigen wie auch beim regulären Minijob um eine geringfügige Beschäftigung, aber mit dem Unterschied, dass eben beim kurzfristigen Minijob einerseits die Zeit begrenzt ist, jedoch nicht die Entlohnung.
Der Verdienst bei kurzfristigen Minijobs unterliegt weder für den Jobber noch für den Arbeitgeber der Beitragspflicht zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Für die Beschäftigungszeit arbeitet der Minijobber auf Lohnsteuerkarte. Unter weiteren Voraussetzungen kann auch eine pauschale Versteuerung mit 25 % erfolgen. Der Verdienst unterliegt der Lohnsteuer, die ggf. vom Jobber mit der Jahressteuererklärung evtl. zurückgefordert werden kann.

Begriffs-Erläuterungen zu Kurzfristige Beschäftigung(Mini-Job)

Die geringfügige Beschäftigung ist seit 2002 neu geregelt und kann nach verschiedenen Formen aufgenommen werden: Mini-Job - auch als 450 €-Job bezeichnet - : Bei den Mini-Jobs darf die Verdienstgrenz ...

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