Löhne im Besitzstand

Löhne im Besitzstand

Zum 1. September 2002 erfolgte im Baugewerbe eine neue Einteilung der gewerblichen Arbeitnehmer in 6 Lohngruppen (LG 1 bis 6) mit Bezug auf § 5 im Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV-Baugewerbe). Bis zum 31. August 2002 waren 8 Berufsgruppen (I bis VIII) maßgebend. Die ehemaligen Berufsgruppen VI bis VIII (Baufachwerker, Bauwerker und Hilfskräfte) sowie die Gruppe M VI (Baumaschinenfachwerker) wurden neu in die Lohngruppe 1 (Werker, Maschinenwerker) eingeordnet.
Nach Übergang in die neuen Lohngruppen wurde der Lohnanspruch in einem Tarifvertrag mit folgenden Aussagen geregelt:
  • Ist der sich nach Übergang in die neue Lohnstruktur ergebende neue Gesamttarifstundenlohn (GTL) des gewerblichen Arbeitnehmers niedriger als der vorherige GTL, so erhält der Arbeitnehmer auch nach Übergang in die neue Lohngruppe den Anspruch auf seinen bisherigen GTL als sogenannte "Besitzstandsregelung". Dieser Lohn nimmt auch an zukünftigenden tariflichen Lohnerhöhungen teil, und zwar differenziert nach den Tarifgebieten-West, -Berlin und -Ost im Baugewerbe. Folglich gibt es auch im Ergebnis der Tarifrunde 2014 eine angepasste Lohntariftabelle für die Besitzstandslöhne in den ehemaligen Berufsgruppen VI bis VIII sowie M VI.
  • War der nach Übergang in die neue Lohnstruktur ergebende GTL höher als der vorherige GTL, so erhielt der gewerbliche Arbeitnehmer ab dem Zeitpunkt der Einführung der neuen Lohngruppen den neuen GTL, wobei vorher freiwillig vom Unternehmen gewährte übertarifliche Zulagen angerechnet werden konnten.
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