Leitfaden Nachhaltiges Bauen

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Leitfaden Nachhaltiges Bauen

Zum nachhaltigen Bauen wurde erstmals 2001 ein "Leitfaden Nachhaltiges Bauen" herausgegeben. Danach erfolgten kontinuierlich Überprüfungen auf Aktualität und Praxisnähe mit den Ausgaben 2011, 2013 und zuletzt mit der überarbeiteten Fassung 2015 (Stand Februar 2016), herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Der Leitfaden ist für die Hochbaumaßnahmen des Bundes gemäß „Richtlinie für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes (RBBau)“ sowie im Bereich der „Baufachlichen Ergänzungsbestimmungen (ZBau)“ verpflichtend anzuwenden. Bei Zuwendungsmaßnahmen hat die Anwendung des Leitfadens in Abstimmung mit den Zuwendungsgebern zu erfolgen.
Für weitere Baumaßnahmen wie Baumaßnahmen des Bundes im Ausland und öffentlichen Hochbaumaßnahmen der Länder sowie auch für Baumaßnahmen von privaten Auftraggebern wird der Leitfaden zur Anwendung empfohlen.
Der Leitfaden verfolgt den Zweck, „ganzheitliche Grundsätze zum nachhaltigen Planen und Bauen, Betreiben und Unterhalten sowie zur Nutzung von Liegenschaften und Gebäuden “ umsetzen zu helfen. Er ist in diesem Sinne – wie im Leitfaden angeführt – unmittelbar eine „Arbeitshilfe für die Planung, das Bauen, die Bauunterhaltung, den Betrieb und die Nutzung von Gebäuden und Liegenschaften“. Vorgelegt wurden mit dem Leitfaden erstmals Kriterien und Berechnungsgrundlagen, wie die Büro- und Verwaltungsgebäude zur nachhaltigen Entwicklung beitragen und dafür abgesichert bewertet werden können.
Der Leitfaden ist nach Teilen untergliedert und umfasst folgende wesentliche Inhalte:
  • Teil A - mit Beschreibung der allgemeinen Grundsätze und Methoden des nachhaltigen Bauens, Planens, Nutzens und Betreibens, die sowohl von den öffentlichen Auftraggebern als auch privaten Bauherrn angewendet werden können. Dazu werden auch die auf den Bau- und Immobilienbereich übertragenen Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung sowie Handlungsweisen und Qualität des nachhaltigen Bauens erläutert.
  • Teil B - „Nachhaltige Baumaßnahmen" mit Darstellung von aufgabenbezogenen Grundsätzen, zu betrachtenden Lebenszyklus- Szenarien und Planungsgrundlagen für Neubaumaßnahmen sowie für größere Baumaßnahmen beim Bauen im Bestand. Grundlage dafür bieten die Abfolgen nach den verschiedenen Leistungsphasen der HOAI sowie nach der Richtlinie für die Durchführung von Baumaßnahmen des Bundes (RBBau).
  • Teil C nimmt Bezug auf die betrieblichen Aufgaben der Liegenschaftsverwaltungen und beschreibt Empfehlungen für eine Optimierung der Nutzungs- und Bewirtschaftungsprozesse, vor allem zur Sicherstellung der Anforderungen des nachhaltigen Bauens über den gesamten Lebenszyklus einer Baumaßnahme.
  • Teil D behandelt Besonderheiten nachhaltiger Bestandsmaßnahmen des "Bauens im Bestand", wobei sich der Planungs- und Bauprozess einer Baumaßnahme im Bestand doch zu wesentlichen Aspekten von einer Neubaumaßnahme unterscheiden kann und unter anderen Gesichtspunkten zu betrachten wäre.
  • Anlagen zum Leitfaden mit Aufführung und Darstellung von Dokumenten, die zur Umsetzung der Regelungen im Leitfaden benötigt werden, weiterhin von Querverweisen und Bezügen zu anderen Entscheidungs- und Arbeitshilfen zum nachhaltigen Bauen. Dazu zählen auch Nachweisanforderungen beispielsweise für einzelne Planungsphasen, Zielvereinbarungstabellen u. a.
In Verbindung mit dem Leitfaden zum nachhaltigen Bauen wurden auch die Regelungen zur Anwendung des " Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB)“ in Kraft gesetzt. Dafür werden im Teil D des Leitfadens auch Kriterien, Eingangsdaten sowie Mindesterfüllungsgrade für das Bewertungssystem bereitgestellt.

Normen und Richtlinien zu Leitfaden Nachhaltiges Bauen

DIN 18032-1 [2014-11]Sporthallen und Sporträume gehören zur Grundausstattung einer Sportstätteninfrastruktur. Sie müssen den Anforderungen hinsichtlich Anzahl und Größe sowie Art und Ausstattung der...

Baunachrichten zu Leitfaden Nachhaltiges Bauen

Standards und Daten für ein energieeffizientes und nachhaltiges Bauen -Ohne Energie wäre Nichts. Sie ist die „Tatkraft“ und der Treibstoff für alle Vorgänge in unserer Welt. Von der lebendigen Zelle bis zum Universum. Energie lässt sich weder schaffen noch vernichten. Sie kann nur umgewandelt werden. Von der einen Form in viele weitere. Die Energie ist dann nicht weg. Sie ist nur woanders. Analog verhalten sich Wasser oder Geld. Und die Energieverwandlung ist der springende Punkt für ein intelligentes Bauen.
Ohne Energie wäre Nichts. Sie ist die „Tatkraft“ und der Treibstoff für alle Vorgänge in unserer Welt. Von der lebendigen Zelle bis zum Universum. Energie lässt sich weder schaffen noch vernichten. Sie kann nur umgewandelt werden. Von der einen Form in viele weitere. Die Energie ist dann nicht weg. Sie ist nur woanders. Analog verhalten sich Wasser oder Geld. Und die Energieverwandlung ist der springende Punkt für ein intelligentes Bauen.

Begriffs-Erläuterungen zu Leitfaden Nachhaltiges Bauen

Als "nachhaltig" wird allgemein eine Entwicklung verstanden, die Bedürfnisse kommender Generationen nicht zu gefährden. Bezüglich des Bauens sollen mit der Nachhaltigkeit alle Phasen im Lebenszyklus...
Grundlage für das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) liefern die Anforderungen und Aussagen im Leitfaden Nachhaltiges Bauen , erstmals 2009 herausgegeben, danach mehrmals aktualisiert und in ü ...
Am 24. April 2013 ist die neueBauproduktenverordnung(BauPVO) in Kraft getreten, einige Teile erst seit 1. Juli 2013. Sie ersetzt die bisherigen Regelungen im Bauproduktengesetz (BauPG). Für die ...
Zum Begriff, Inhalt und Anforderungen anBauprodukte traf das Bauproduktengesetz (BauPG) seit 1992 notwendige Aussagen, daraus ableitend auch spezifische Regelungen in den Landesbauordnungen. Inzwis ...

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