Lohn im Baugewerbe

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Lohn im Baugewerbe

Als Lohn gelten alle aus nicht selbstständiger Tätigkeit erzielten Einkünfte aus einem Arbeitsverhältnis. Im Bauunternehmen betrifft es den Bruttolohn der gewerblichen Arbeitnehmer. Vom Bruttolohn werden durch den Arbeitgeber Abzüge für Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge einbehalten und das sich danach ergebende Nettoentgelt dem Arbeitnehmer ausgezahlt.
Die Höhe des Lohns wird durch die Entgelttarifverträge (Baugewerbe), einzelvertragliche Regelungen sowie durch die gesetzlichen Anforderungen zum Mindestlohn im Baugewerbe bestimmt. Maßgebend dabei sind im Baugewerbe beispielsweise weiterhin:
  • die Einstufung der gewerblichen Arbeitnehmer nach Lohngruppen,
  • die Anforderungen zur Nachweisführung der geleisteten Arbeitsstunden,
  • die Regelungen zur Arbeitszeitflexibilisierung und Behandlung von Arbeitszeitguthaben,
  • die Differenzierung nach Lohnformen.
Lohnformen charakterisieren die verschiedenen Methoden der Entlohnung:
  • Zeitlohn, in der Regel ohne, aber möglicherweise auch mit Leistungszulage
  • Leistungslohn mit Akkordlohn und/oder Prämienlohn.
Der Zeitlohn ist die wichtigste und am häufigsten angewandte Lohnform im Baugewerbe. Maßgebend ist beim Zeitlohn die Dauer der Arbeitszeit, und zwar ohne Rücksicht auf die dabei geleistete Arbeit bzw. erreichte Leistung. Erwartet wird vom Arbeitnehmer eine bestimmte durchschnittliche Leistung. Errechnet wird der Zeitlohn aus der Arbeitszeit (Stunden) und dem Lohnstundensatz (€/Stunde). Demgegenüber werden beim Leistungslohn auch die Mehrleistungsstunden vergütet. Das Interesse an einer leistungsbezogenen Entlohnung nimmt in den Bauunternehmen zu.
Der Lohn als Bruttoentgelt bildet die Grundlage für die Bestimmung des Kalkulationslohns, der für die Baukalkulation von wichtiger Aussage ist.

Baunachrichten zu Lohn im Baugewerbe

Ab 1. Januar 2015 höhere Mindestlöhne im Baugewerbe und Anforderungen vom g... - 13.12.2014 Aus den höheren Mindestlöhnen im Baugewerbe und dem neuen gesetztlichen Mindestlohn ergeben sich ab 1. Januar 2015 neue Anforderungen und Aufzeichnungspflichten...
13.12.2014 Aus den höheren Mindestlöhnen im Baugewerbe und dem neuen gesetztlichen Mindestlohn ergeben sich ab 1. Januar 2015 neue Anforderungen und Aufzeichnungspflichten...
Mindestlohn im Baugewerbe zum 01.09.2010 erhöht - 27.10.2010 Im Baugewerbe gelten seit 1. September dieses Jahres neue Mindestlöhne. Das kann sich direkt auf die Angebotskalkulation in Ihrem Unternehmen auswirken...
27.10.2010 Im Baugewerbe gelten seit 1. September dieses Jahres neue Mindestlöhne. Das kann sich direkt auf die Angebotskalkulation in Ihrem Unternehmen auswirken...
Mindestlöhne im Baugewerbe bis 2017 festgeschrieben - 08.07.2013 Mit der Tarifrunde 2013 wurde auch Übereinstimmung über die weitere Entwicklung des Mindestlohns im Baugewerbeab 2014 bis 2017 erzielt...
08.07.2013 Mit der Tarifrunde 2013 wurde auch Übereinstimmung über die weitere Entwicklung des Mindestlohns im Baugewerbeab 2014 bis 2017 erzielt...
Mehr Lohn für rund 680.000 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe - 28.04.2011 Lohnerhöhungen für Beschäftigte am Bau amtlich...
28.04.2011 Lohnerhöhungen für Beschäftigte am Bau amtlich...
Lohnkosten und Stundenpreise - die Facetten der Löhne im Angebot -Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
06.04.2016 Am 5. April wurden die Tarifverhandlungen fürs Baugewerbe fortgesetzt. Die Arbeitgeber haben dabei Lohn- und Gehaltserhöhungen ab 1. Juni 2016 und 1. Juni 2017 von jeweils 1,3% im Westen und 2,0% im Osten an­ge­boten.

Begriffs-Erläuterungen zu Lohn im Baugewerbe

Bauhauptgewerbe gilt ein branchenbezogener Mindestlohn für die Lohngruppe 1 ( /Maschinenwerker) in Deutschland- West, Berlin und Deutschland- Ost sowie Lohngruppe 2 ( Fachwerker /Maschinisten/Kraftfa ...
Die Eingruppierung der gewerblichen Arbeitnehmer im Baugewerbe erfolgt seit 1. September 2002 in sechs Lohngruppen (1 bis 6) nach § 5 im Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe ( BRTV-Baugewerbe...
Baugewerbe bildet der sogenannte "Ecklohn" die Grundlage bei Verhandlungen zur Bestimmung von Tarifen. Er entspricht im Bauhauptgewerbe dem Tarifstundenlohn für die Lohngruppe 4 ( Spezialfacharbeiter...
Lohnnebenkosten regeln sich für gewerbliche Arbeitnehmer in Unternehmen des Bauhauptgewerbes nach § 7 im Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe ( BRTV-Baugewerbe ). Als Entgelte kommen infrage:...

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