Lohnnebenkosten im Baugewerbe

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Lohnnebenkosten im Baugewerbe

Lohnnebenkosten regeln sich für gewerbliche Arbeitnehmer in Unternehmen des Bauhauptgewerbes nach § 7 im Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe (BRTV-Baugewerbe). Als Entgelte kommen infrage:
  • Fahrtkostenabgeltung bei täglicher Heimfahrt ab 1. Januar 2015 in Höhe von 0,20 € je Arbeitstag und gefahrenem Kilometer - folglich nicht mehr für die Entfernungskilometer, sondern gesamt von 0,40 € für die Hin- und Rückfahrt - , wobei dann der arbeitstägliche Anspruch auf 20,00 € begrenzt wird,
  • Verpflegungszuschuss bei mehr als 10 Stunden Abwesenheit von der Wohnung des Gewerblichen in Höhe von 4,09 € je Arbeitstag in Westdeutschland und von 2,56 € je Arbeitstag in den neuen Bundesländern,
  • Auslösungen im Baugewerbe für jeden Kalendertag in Höhe von 34,50 €, noch bis 31. Dezember 2016,
  • tarifliche Wochenendheimfahrten bei auswärtiger Beschäftigung auf einer mindestens 50 km entfernten Arbeits- bzw. Baustelle ohne tägliche Heimfahrt mit Fahrtkostenabgeltung von 0,20 € je Entfernungskilometer ohne Begrenzung und einer Freistellung von einem Arbeitstag nach Ablauf von jeweils 8 Wochen einer ununterbrochenen Tätigkeit bei einer Entfernung von mehr als 250 km zwischen Baustelle und Betrieb (bei Entfernung von mehr als 500 km von 2 Arbeitstagen) bei Fortzahlung des Gehaltes.
Im Rahmen der Tarifrunde 2016 zum Bauhauptgewerbe einigten sich die Tarifparteien auf eine Änderung der Auslösung im Baugewerbe. Ab 1. Januar 2017 ist die Unterkunft für die gewerblichen Arbeitnehmer vom Auftraggeber auf seine Kosten zu stellen und die Auslösung wird auf einen Verpflegungszuschuss reduziert, der 24,00 € pro Arbeitstag beträgt und als Verpflegungsmehraufwand zu zahlen ist. Er kann durch Betriebsvereinbarung auf bis zu 28,00 € je Arbeitstag erhöht werden.
Lohnnebenkosten sind ein Bestandteil bei der Bestimmung von Mittellöhnen bzw. des Kalkulationslohns bei der Angebotskalkulation. Fallen keine oder nur geringfügig Auslösungen (bzw. künftig Verpflegungsmehraufwand) an, betragen die Lohnnebenkosten im Durchschnitt in einem Bauunternehmen ca. 0,20 € bis 0,70 € je Arbeitsstunde oder ca. 3-7 % vom Mittellohn A.
Die Lohnnebenkosten werden bei Abforderung in den ergänzenden Formblättern Preise (EFB-Preis) 221 oder 222 nach Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2017) im Abschnitt 1 unter Tz. 1.3 ausgewiesen.

Baunachrichten zu Lohnnebenkosten im Baugewerbe

Lohnkosten und Stundenpreise - die Facetten der Löhne im Angebot -Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
Tarifrunde 2016 zum Bauhauptgewerbe - was ändert sich? - 02.07.2016 Die neuen Tarifverträge, rückwirkend in Kraft seit 1. Mai 2016, beinhalten detaillierte Aussagen zu Lohn- und Gehaltserhöhungen im Baugewerbe sowie zu den Ausbildungsvergütungen differenzie
02.07.2016 Die neuen Tarifverträge, rückwirkend in Kraft seit 1. Mai 2016, beinhalten detaillierte Aussagen zu Lohn- und Gehaltserhöhungen im Baugewerbe sowie zu den Ausbildungsvergütungen differenzie...
Tarifrunde Bau 2014 – was ändert sich? - 05.07.2014 Steigende Löhne für gewerbliche Arbeitnehmer, geänderter Kilometersatz und ab Januar 2016 neu im Osten - die betriebliche Altersvorsorge, das sind Ergebnisse der Tarifrunde Bau 2014...
05.07.2014 Steigende Löhne für gewerbliche Arbeitnehmer, geänderter Kilometersatz und ab Januar 2016 neu im Osten - die betriebliche Altersvorsorge, das sind Ergebnisse der Tarifrunde Bau 2014...
Bautarife und Baupreise in der Wertschöpfungskette am Bau -Die Tarifrunde Bau 2014 bringt Veränderungen. Im Juni 2014 wurde der Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe verbindlich. Die Industriegewerkschaft BAU und die deutschen Verbänden von Baugewerbe (ZDB)und Bauindustrie (HDB) haben sich geeinigt. Ein Akt, der aller Jahre wieder die Löhne und Gehälter der im Bauhauptgewerbe Beschäftigten an die gestiegenen Verbraucherpreise anpassen soll. Bautarife sind eine ausgewogene Antwort im Geflecht von Inflation, Konjunktur und Produktivität. Sie sind auch selbst ein Bestandteil von vielfältigen„Lohn-Preis-Spiralen“. Sei es als Reaktion oder als Aktion im Marktpreisgefüge.
Die Tarifrunde Bau 2014 bringt Veränderungen. Im Juni 2014 wurde der Tarifabschluss im Bauhauptgewerbe verbindlich. Die Industriegewerkschaft BAU und die deutschen Verbänden von Baugewerbe (ZDB)und Bauindustrie (HDB) haben sich geeinigt. Ein Akt, der aller Jahre wieder die Löhne und Gehälter der im Bauhauptgewerbe Beschäftigten an die gestiegenen Verbraucherpreise anpassen soll. Bautarife sind eine ausgewogene Antwort im Geflecht von Inflation, Konjunktur und Produktivität. Sie sind auch selbst ein Bestandteil von vielfältigen„Lohn-Preis-Spiralen“. Sei es als Reaktion oder als Aktion im Marktpreisgefüge.
Bautarife und Arbeitskosten sowie deren Vergütung in Preisen -Ab 1.Mai 2013 gilt ein neuer Tarifabschluss. Im Osten steigen die Tariflöhne um 4 % und im Westen um 3,2 %. Und der Mindestlohn (Lohngruppe 1) beträgt ab 1.1.2017 bundesgleich 11,30 €/h. Momentan gelten für die LG 1 in Ost 10,25 €/h und 11,05 €/h in West. Diese Kluft wird verschwinden. Geordnete Wettbewerbsverhältnisse auf den deutschen Baustellen sind in Sicht. Eine gemeinsame Lohnuntergrenze fördert den fairen Wettbewerb am Bau. Unter dem Vorbehalt, dass der Mindestlohn für alle gilt und nicht nur auf dem Papier steht.
Ab 1.Mai 2013 gilt ein neuer Tarifabschluss. Im Osten steigen die Tariflöhne um 4 % und im Westen um 3,2 %. Und der Mindestlohn (Lohngruppe 1) beträgt ab 1.1.2017 bundesgleich 11,30 €/h. Momentan gelten für die LG 1 in Ost 10,25 €/h und 11,05 €/h in West. Diese Kluft wird verschwinden. Geordnete Wettbewerbsverhältnisse auf den deutschen Baustellen sind in Sicht. Eine gemeinsame Lohnuntergrenze fördert den fairen Wettbewerb am Bau. Unter dem Vorbehalt, dass der Mindestlohn für alle gilt und nicht nur auf dem Papier steht.

Begriffs-Erläuterungen zu Lohnnebenkosten im Baugewerbe

Die Gehaltskosten umfassen jene Kosten, die im Bauunternehmen insgesamt für die Angestellten anfallen und zwar sowohl für die technischen und kaufmännischen Angestellten als auch für die Poliere Ausz ...
gewerbliche Arbeitnehmer in einem Bauunternehmen des Bauhauptgewerbes ist ein Verpflegungszuschuss in § 7 Tz. 4 im Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe ( BRTV-Baugewerbe ) geregelt, analog auc ...
Der Arbeitnehmer, der auf einer mindestens 50 km vom Betrieb entfernten Bau- oder Arbeitsstelle tätig ist und der Zeitaufwand für seinen Weg von der Wohnung zur Baustelle mehr als 1 ¼ Stunden beträgt ...
Arbeitet ein gewerblicher Arbeitnehmer in Bauunternehmen des Bauhauptgewerbes auf einer mindestens 50 km vom Betrieb entfernten Arbeits- bzw. Baustelle ohne eine tägliche Heimfahrt, so steht ihm nach ...

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