Maße der baulichen Nutzung

Maße der baulichen Nutzung

In einem Bebauungsplan kann das Maß der baulichen Nutzung nach § 16 Abs. 2 Baunutzungsverordnung (BauNVO vom 23. Januar 1990) bestimmt werden durch Festsetzung:
Im Bebauungsplan kann das Maß der baulichen Nutzung für Teile des Baugebiets, für einzelne Grundstücke oder Grundstücksteile und für Teile baulicher Anlagen unterschiedlich festgelegt werden. Auch können Ausnahmen vorgesehen werden.
Bei der Bestimmung der Maße der baulichen Nutzung dürfen die in § 17 Abs. 1 BauNVO ausgewiesenen Obergrenzen für die einzelnen Baugebiete nicht überschritten werden, wenn beispielsweise eine Geschossflächenzahl oder Baumassenzahl nicht dargestellt oder festgesetzt wurden.
BaugebietGRZGFZBMZ
- in Kleinsiedlungsgebieten (WS)0,20,4
- in reinen Wohngebieten (WR) und allgemeinen Wohngebieten (WA)0,41,2
- in besonderen Wohngebieten (WB) 0,61,6
- in Dorfgebieten (MD) und Mischgebieten (MI)0,61,2
- in Kerngebieten (MK)1,03,0
- in Gewerbegebieten (GE), Industriegebieten (GI) und sonstigen Sondergebieten0,82,410,0
- in Wochenendhausgebieten 0,20,2
Die angeführten Obergrenzen für die Maße der baulichen Nutzung können nach §§ 17 Abs. 2 BauNVO - mit Ausnahme von Wochenend- und Ferienhausgebieten - überschritten werden, wenn:
  • besondere städtebauliche Gründe dies erfordern,
  • Überschreitungen durch andere Umstände ausgeglichen werden, wenn die allgemeinen Anforderungen an die Wohn- und Arbeitsverhältnisse nicht beeinträchtigt werden,
  • sonstige öffentliche Belange nicht entgegenstehen.
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