Mahnbescheid

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Mahnbescheid

Hat ein Auftraggeber bzw. Besteller zur Fälligkeit der Vergütung noch keine Zahlung geleistet, können folgende Maßnahmen geprüft und vorgesehen werden:

  • Außergerichtliche Mahnungen, wonach der Gläubiger versucht, ohne gerichtliches Verfahren seine Ansprüche geltend zu machen. Eine besondere Form ist nicht vorgeschrieben. Wichtig ist dabei, dass eine Frist zur Zahlung gesetzt wird. Dafür ist ggf. Fingerspitzengefühl notwendig, wenn der Kunde „erhalten“ werden soll. Andererseits ist es bei „hartgesottenen“ Schuldnern wenig Erfolg versprechend, mehrfach zu mahnen und noch die Mahnungen durchzunummerieren.
  • Gerichtliches Mahnverfahren : Es kann und sollte ggf. erfolgen, wenn die Fälligkeit der Vergütung überschritten ist und bisherige Versuche des Eintreibens der Forderung, beispielsweise durch außergerichtliche Mahnungen, erfolglos blieben. Als Vorschriften gelten die §§ 688 bis 703 der Zivilprozessordnung. Es ist einfach, kostengünstig und zulässig, wenn der Gläubiger Anspruch auf Zahlung in € geltend macht und nur zu empfehlen, wenn der Anspruch frei von einer noch nicht erbrachten Gegenleistung ist, d.h. das Unternehmen aus Verpflichtungen aus dem Vertrag voll nachgekommen ist. Das Verfahren ist standardisiert und kann "online" durchgeführt werden.
  • Seit 12.12.2008 kann auch dasEuropäische Mahnverfahren herangezogen werden, wichtig vor allem im Auslandsbau. Grundlage ist der "Europäischer Zahlungsbefehl". Dieses Mahnverfahren ähnelt dem innerdeutschen gerichtlichen Mahnverfahren. Der Zahlungsbefehl wird in allen europäischen Mitgliedsstaaten (außer Dänemark) anerkannt. Die Beantragung erfolgt auf europaweit einheitlichen Formularen.

Für den gerichtlichen Mahnbescheid fallen Gerichtsgebühren an. Seit 1. August 2013 gelten höhere Gebühren, und zwar auf Grundlage des „Zweiten Kostenrechtsmodernisierungsgesetz – KostRMoG vom 23.7.2013“ (verkündet im BGbl. I 2013, Nr. 42, S. 2586). Danach beträgt die Mindestgebühr für den gerichtlichen Mahnbescheid 32 € bei einem Streitwert bis 1.000 € (vorher mindestens 23 € bei einem Streitwert bis 900 €).

Baunachrichten zu Mahnbescheid

Gelungener Forderungseinzug – 10 Tipps - 06.12.2015 Schriftliche Verträge, eindeutige Fälligkeitstermine für Forderungen und Belege für die Rechnungszustellung sind drei dieser 10 wichtigsten Tipps, die Bernd Drumann, Inkassounternehmer aus
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Vorsicht bei gerichtlichen Ratenvergleichen! - 09.05.2016 Unternehmer fühlen sich mehr und mehr verunsichert. Immer unzumutbarere Auslegungen der Vorsatzanfechtung nach § 133 InsO (Insolvenzordnung) nehmen ihnen jede Rechtssicherheit ...
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Begriffs-Erläuterungen zu Mahnbescheid

Der Gläubiger kann bei erfolglosem Regress zu einem Wechsel Antrag auf Wechselmahnbescheid stellen oder die Wechselklage einreichen. Bei Widerspruch zum Mahnbescheid wird der Gläubiger klagen. Der We ...
Mit dem Wechsel wird eine Zahlungsverpflichtung beurkundet. Das Wechselgesetz (WG) liefert dazu strenge Vorschriften zur Ausstellung, Haftung, Wechselprozess u. a. Die häufigste Form in der Wirtschaf ...
Das gerichtliche Mahnverfahren ist eine Form zur Durchsetzung der Zahlungsansprüche des Gläubigers gegenüber einem Schuldner. Es kann und sollte ggf. zum Einsatz kommen, wenn die Fälligkeit der Vergü ...
Inkasso ist das Einziehen von bereits überfälliger Forderungen beim Schuldner durch z. B. Inkassobüros, Rechtsanwälte, Factoring -Gesellschaften, Banken im Rahmen eines Inkassogeschäfts. Inkassodiens ...

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