Mehrere Angebote eines Bieters

Mehrere Angebote eines Bieters

Ein Bieter kann mehrere Angebote zu Ausschreibungen öffentlicher Bauaufträge abgeben. Es darf sich dabei handeln um:
  • Haupt- und zugelassene Nebenangebote,
  • mehrere Hauptangebote oder
  • zugelassene Nebenangebote ohne Hauptangebot.
Mehrere Angebote sind oft dann von Interesse des Bieters, wenn beispielsweise verschiedene Fabrikate der einzubauenden Stoffe, Bauteile oder Ausrüstungen infrage kommen könnten. Dann beziehen sich ein Hauptangebot auf das Leitfabrikat und weitere Angebote auf vergleichbare, gleichwertige bzw. alternative Fabrikate.
Mit Bezug auf Tz. 2 in der Richtlinie 321 - Vergabevermerk - im Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2017) sind mehrere Hauptangebote zulässig, wenn sie:
  • sich in qualitativer und technischer Hinsicht voneinander unterscheiden, wobei die anderen, in der Mehrzahl vorliegenden Positionen im Leistungsverzeichnis (LV) durchaus identisch sein können,
  • die geforderte Leistung vollständig beinhalten und
  • alle Vorgaben der Leistungsbeschreibung uneingeschränkt erfüllen.
Unterscheiden sich mehrere Hauptangebote eines Bieters ausschließlich im Angebotspreis, dann sind sie unzulässig und von der Vergabe auszuschließen. In solchen Fällen wird allgemein von Doppelangeboten gesprochen.
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