Mehrkosten bei Mehrmengen

Mehrkosten bei Mehrmengen

Liegt der Baumaßnahme ein Einheitspreisvertrag zugrunde, kann auf Verlangen nach § 2 Abs. 3, Nr. 2 VOB Teil B für die über 10 % hinausgehenden Mengen gegenüber der Soll-Menge ein neuer Preis unter Berücksichtigung der Mehr- oder Minderkosten vereinbart werden. Als mögliche Mehrkosten können auftreten:
  • zusätzliche Kosten für Geräteeinsatz
  • Lohntarif- und Sozialkostenerhöhungen
  • Baustoffpreiserhöhungen
  • höhere Kosten aus Baustelleneinrichtung wegen verlängerter Bauzeit
  • höhere Finanzierungskosten wegen höheren Sicherheitseinbehalts
  • höhere Wagniskosten
Bei Baumaßnahmen im Straßen- und Brückenbau ist die Regelung in Tz. 100 in den "Zusätzlichen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen im Straßen- und Brückenbau (ZVB/E-StB 2014, Stand: November 2014) mit folgender Aussage zu beachten: "Ist für den Auftragnehmer erkennbar, dass durch eine über 10 % hinausgehende Überschreitung des Mengenansatzes Mehrkosten entstehen, die ausnahmsweise zu höheren Einheitspreisen führen können, hat er dies dem Auftraggeber unverzüglich in Textform mitzuteilen. Unterlässt er schuldhaft diese Mitteilung, hat er den dem Auftraggeber daraus entstehenden Schaden zu ersetzen".
Sollten neben Mehrkosten auch Minderkosten bei Mehrmengen anfallen, so bedarf es einer Saldierung für den Nachweis der Gesamtwirkung.
Schon über 50.000 Abonnenten!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren