Mindestbesteuerung

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Mindestbesteuerung

Seit2004 gilt eine Mindestbesteuerung für Unternehmen. Neu geregelt wurde die Verrechnung einesVerlustvortrags nach § 10d im Einkommensteuergesetz (EStG). Das gilt besonders auch für Bauunternehmen als Kapitalgesellschaften, die nach § 8 Abs. 2 Körperschaftsteuergesetz (KStG) ausschließlich Einkünfte aus Gewerbebetrieb haben. Die Regelung führt dazu, dass Verluste aus Vorjahren in folgenden Jahren über den Sockelbetrag von 1 Mio € nur noch beschränkt zu einer Reduzierung der Einkünfte führen können.
Diese Regelung stellt sich im folgenden Beispiel dar.

Beispiel zu Mindestbesteuerung

Beispiel-Rechnung

Die Bau-GmbH hat in 2011 einen Gewinn von 1.700.000 € erzielt.
Zu versteuernde gewerbliche Einkünfte des Jahres 20111.700.000
./. ohne Einschränkung verrechenbar (Sockelbetrag)./.1.000.000
Verbleiben700.000
bis maximal 60 % der verbliebenen positiven Einkünfte verrechenbar
60 % von400.000 €(1.400.000 €./. 1.000.000 €) ./.240.000
in 2011 zu versteuern (als sogenannte Mindestbesteuerung)460.000
Vom Verlustvortrag zum 31.12.2010 von 1.400.000
wurden in 2011 verrechnet1.240.000(1.000.000+240.000)
verbleibt ein Verlustvortrag festzustellen zum 31.12.2011 von160.000

Begriffs-Erläuterungen zu Mindestbesteuerung

Ein Verlust liegt in einem Unternehmen vor, wenn sich ein Verlust aus einem Geschäftsjahr nicht mit Gewinnvorträgen verrechnen bzw. ausgleichen lässt. In einem solchen Fall ist der Verlust auf das fo ...

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