Mindestlohn im Dachdeckerhandwerk

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Mindestlohn im Dachdeckerhandwerk

Gesetzliche Grundlage bildet das Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Der tarifliche Mindestlohn für Dachdecker soll sicherstellen, Lohndumping zu verhindern und mit den finanziellen Anreizen die Bemühungen um Nachwuchs unterstützen. Aussagen zur Entwicklung treffen die jeweilige tarifliche Einigung zwischen dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks und der IG BAU, die danach beim Bundesarbeitsministerium zur Allgemeingültigkeit beantragt wird.
Differenziert wird der Mindestlohn im Dachdeckerhandwerk für
  • ungelernte Arbeitnehmer (als Mindestlohn 1):
    maßgebend sind Tätigkeiten vorrangig von Hilfs- und Vorbereitungstätigkeiten, beispielsweise das Anreichen von Materialien sowie das Ein- und Ausräumen und das Reinigen von Baustellen;
  • gelernte Arbeitnehmer (als Mindestlohn 2):
    er wird seit 2018 für gewerbliche Arbeitnehmer, die überwiegend fachlich qualifizierte Arbeiten ausführen, der "Mindestlohn 2" herangezogen und betrifft Facharbeiter, die einen Gesellenbrief im Dachdecker-, Zimmerer- oder Klempnerhandwerk vorweisen können. Arbeitnehmer, die einen gleichgestellten staatlich anerkannten ausländischen Berufsabschluss besitzen oder - unabhängig von ihrer Qualifikation - fachlich qualifizierte Tätigkeiten ausführen, erhalten ebenfalls den Mindestlohn 2.
Der Geltungsbereich umfasst sowohl West- als auch Ostdeutschland.
Folgende Mindestlöhne sind für Dachdecker vorbestimmt für:
  • Ungelernte Arbeitnehmer (ohne abgeschlossene Berufsausbildung - Mindestlohn 1):
    • 01.01.2019 bis 31.12.2019 = 12,20 €/Stunde,
    • 01.01.2020 bis 31.12.2020 = 12,40 €/Stunde,
    • 01.01.2021 bis 31.12.2021 = 12,60 €/Stunde,
  • Gelernte Arbeitnehmer (mit abgeschlossener Berufsausbildung - Mindestlohn 2):
    • 01.01.2019 bis 31.12.2019 = 13,20 €/Stunde,
    • 01.01.2020 bis 31.12.2020 = 13,60 €/Stunde,
    • 01.01.2021 bie 31.12.2021 = 14,10 €/Stunde.
Gültig sind die Mindestlöhne für alle Betriebe und selbstständigen Betriebsabteilungen, die in den Geltungsbereich des Rahmentarifvertrags für gewerbliche Arbeitnehmer im Dachdeckerhandwerk fallen.
Nicht erfasst werden gewerbliche Arbeitnehmer, die ausschließlich am Betriebssitz als Lagerist beschäftigt sind sowie gewerbliches Reinigungspersonal.
Einschränkungen gelten für Schüler an allgemeinbildenden Schulen. Sie werden von der Zahlung des tariflichen Mindestlohns ausgenommen, ebenso Schulabgänger, die innerhalb von 12 Monaten nach Beendigung der Schulausbildung bis zu einer Gesamtdauer von 50 Arbeitstagen beschäftigt werden.
Verbindliche Mindestlöhne gelten ebenfalls als:

Baunachrichten zu Mindestlohn im Dachdeckerhandwerk

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Begriffs-Erläuterungen zu Mindestlohn im Dachdeckerhandwerk

Die Struktur der Lohngruppen für die gewerblichen Arbeitnehmer im Dachdeckerhandwerk richtet sich nach dem Rahmentarifvertrag in der Fassung vom 19. Juni 2012, vereinbart zwischen dem Zentralverband...
Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz bildet die Grundlage für den Mindestlohn. Er soll sicherstellen, dass Lohndumping verhindert wird. Spezifische Aussagen treffen die Tarifverträge der jeweiligen Branch ...
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