Mindestlohn im Elektrohandwerk

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Mindestlohn im Elektrohandwerk

Durch Bekanntmachung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurde der "Tarifvertrag über ein Mindestentgelt in den Elektrogewerken vom 19. Januar 2016" mit Wirkung vom 1. August 2016 für allgemeinverbindlich erklärt. Das Mindestentgelt (Mindestlohn) soll sicherstellen, dass Lohndumping verhindert wird. Spezifische Aussagen trifft der branchenbezogene Tarifvertrag.
Danach erhalten die Beschäftigten im Elektrohandwerk ein Mindestentgelt als einen Stundenlohn an Arbeitsorten:
  • in Westdeutschland (alte Bundesländer ohne Berlin)
    • ab 1. Januar 2017 von 10,65 €,
  • in Ostdeutschland (neue Bundesländer und Berlin)
    • ab 1. Januar 2017 von 10,40 €,
  • in Deutschland gesamt
    • ab 1. Januar 2018 von 10,95 € und
    • ab 1. Januar 2019 von 11,40 €.
Grundsätzlich gilt das am jeweiligen Arbeitsort gültige tarifliche Mindestentgelt. Die Beschäftigten behalten jedoch ihren Anspruch auf die Entgeltbedingungen des Einstellungsortes (Betriebssitz), wenn diese günstiger sind. Ist das vereinbarte Entgelt niedriger, dann haben die Arbeitnehmer Anspruch auf den höheren Mindestlohn des Arbeitsortes für die Dauer ihrer Tätigkeit an diesem Arbeitsort.
Der Anspruch auf das Mindestentgelt besteht nur für die Zeiten der Vollarbeit. In den Zeiten der Arbeitsbereitschaft ist es zulässig, den Anspruch auf die Höhe des jeweils geltenden gesetzlichen Mindestlohns bzw. ab 1. Januar 2019 des Branchenmindestentgelts zu begrenzen, soweit nicht andere Vereinbarungen (betrieblich, regional oder einzelvertraglich) günstiger sind. Haben die Arbeitnehmer bei Tätigkeiten außerhalb des Betriebes ggf. auch Anspruch auf einen Aufwendungsersatz (nach § 670 BGB), so darf dadurch keine Minderung des Mindestentgelts eintreten bzw. vorgenommen werden.
Das Mindestentgelt gilt fachlich für alle Betriebe oder selbstständige Betriebsabteilungen, die mit der handwerksmäßigen Installation, Wartung oder Instandhaltung von elektro- und informationstechnischen Anlagen und Geräten einschließlich elektrischer Antriebe, Leitungen, Kommunikations- und Datennetze sowie mit dem Fahrleitungs-, Freileitungs-, Ortsnetz- und Kabelbau befasst sind. Persönlich erstreckt sich der Geltungsbereich auf alle Beschäftigten, soweit sie elektro- und informationstechnische Tätigkeiten außerhalb des Betriebes ausüben. Ausgenommen sind die Auszubildenden.

Baunachrichten zu Mindestlohn im Elektrohandwerk

Ab 1. Januar 2015 höhere Mindestlöhne im Baugewerbe und Anforderungen vom g... - 13.12.2014 Aus den höheren Mindestlöhnen im Baugewerbe und dem neuen gesetztlichen Mindestlohn ergeben sich ab 1. Januar 2015 neue Anforderungen und Aufzeichnungspflichten...
13.12.2014 Aus den höheren Mindestlöhnen im Baugewerbe und dem neuen gesetztlichen Mindestlohn ergeben sich ab 1. Januar 2015 neue Anforderungen und Aufzeichnungspflichten...

Begriffs-Erläuterungen zu Mindestlohn im Elektrohandwerk

Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz bildet die Grundlage für den Mindestlohn. Er soll sicherstellen, dass Lohndumping verhindert wird. Spezifische Aussagen treffen die Tarifverträge der jeweiligen Branch ...
Mit Bezug auf die Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk gilt ein Mindestlohn als Lohnuntergrenze. Er wird regional differenziert nach neuen und alten B ...
Gesetzliche Grundlage bildet das Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Der tarifliche Mindestlohn für Dachdecker soll sicherstellen, Lohndumping zu verhindern und mit den finanziellen Anreizen die Bemühungen...
Gesetzliche Grundlage bildet das Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Der Mindestlohn soll sicherstellen, dass Lohndumping verhindert wird. Spezifische Aussagen treffen die Tarifverträge der jeweiligen Branc ...

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