Die Deckungsbeitragskalkulation

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Die Deckungsbeitragskalkulation
06.01.2012

Die Deckungsbeitragskalkulation

Kalkulationsverfahren für Baupreise Teil 4

Die Deckungsbeitragskalkulation
Foto: © Gina Sanders - Fotolia
Nach der Behandlung von Fixpreiskalkulation, Kalkulation mit vorbestimmten Zuschlägen und Endsummenkalkulation in den letzten Ausgaben, beschäftigt sich der heutige Beitrag mit der„Deckungsbeitragskalkulation“ als Kalkulationsform für spezielle Ansprüche. Dieses Kalkulationsverfahren basiert auf dem Deckungsbeitrag als betriebswirtschaftlich wichtigem Beurteilungskriterium.
Ausgedrückt wird, in welchem Maße die Gemeinkosten (BGK und AGK „Fixkosten“) und ein Gewinn durch die Baupreise „gedeckt“ werden. Folglich enthält der Deckungsbeitrag als Summe aus BGK, AGK sowie W&G.
Die kalkulatorischen Betrachtungen zum Deckungsbeitrag sowie daraus die Ableitung von Baupreisen setzt sich in der Denkweise auch in Bauunternehmen zunehmend durch. Eine der wichtigsten mit dem Deckungsbeitrag anzustellenden Analysen ist die Erfolgsbeurteilung von Kalkulationen, Angeboten bzw. Bauaufträgen. Zu fragen ist, womit bzw. mit welchem Auftrag Gewinn zu erzielen ist bzw. wie die einzelnen Kalkulationen verschiedener Bauvorhaben zum Gesamtergebnis beitragen.
Bei der Deckungsbeitragskalkulation in der beispielhaft gewählten Software nextbau für die Angebots- und Nachtragskalkulation werden ebenfalls zunächst die Einzelkosten auf Grundlage der DBD-Kalkulationsansätze oder ggf. manuell ermittelt. Die darauf zu beziehenden Zuschläge für BGK, AGK und W&G lassen sich unmittelbar über den Deckungsbeitrag, der in den in der Software integrierten Musterfinanzplänen vorliegt bzw. angepasst werden kann, ableiten und vorbestimmen. Anschließend liegen die Einheitspreise ermittelt vor. Vorteil der Lösung in nextbau ist, dass bei einer Änderung zur Leistungsposition im LV bzw. eines Einheitspreises alle Einheitspreise und die zugeordneten Einzelkosten neu kalkuliert werden.
Ableitend aus der Kalkulation werden Aussagen detailliert zu den Kostenarten der Einzelkosten, den Zuschlagssummen auf die Einzelkosten, den Einheitspreisen und Gesamtbeträgen der einzelnen Leistungspositionen geliefert und zum Ausdruck bereit gestellt. Das gilt auch für die Bedarfsmengen wie Arbeitsstunden, Baustoffe, Gerätekosten u.a. Weiterhin werden der Deckungsbeitrag sowie dessen Anteilssummen der BGK, AGK und W&G ausgewiesen. Ebenfalls erfolgt die Aufstellung der ergänzenden Formblätter Preise (EFB-Preis) 221 und 223 rechnerintern, sowie die Bereitstellung zum Ausdruck.
Der Deckungsbeitrag ist bei jedem Angebot unterschiedlich hoch. Das Bauvorhaben mit dem höchsten Deckungsbeitrag wird den höchsten Beitrag zur Deckung der Gemeinkosten und somit zur Erwirtschaftung von Gewinn liefern. Dies ist besonders auch strategisch für den Bieter zur Einflussnahme auf die Gewinnerzielung über die Angebotskalkulationen wichtig, besonders dann, wenn die Angebote inhaltlich und von der Bauleistungssparte (Hochbau, Tiefbau, Ingenieurbau, Verkehrsbau, Sanierung) her sehr unterschiedlich sind.
Aus dem Deckungsbeitrag lassen sich weitere wichtige Aussagen ableiten, z.B.
  • zur Bestimmung von Preisuntergrenzen und Ableitung möglicher oder notwendiger „Kampfpreise“, um einen bestimmten Auftrag - aus unterschiedlichen Gründen heraus - möglichst zu erhalten,
  • zur Ausführung von Teilleistungen in Eigenleistung oder Vergabe an Nachunternehmer,
  • zum Auf- und Abbau von Teilkapazitäten und Auslastung leistungsbestimmender Baumaschinen.
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