Nachtragspreise bei Leistungsänderung prüfen und nachweisen

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Nachtragspreise bei Leistungsänderung prüfen und nachweisen
02.08.2013

Nachtragspreise bei Leistungsänderung prüfen und nachweisen

Nachtragspreise bei Leistungsänderung prüfen und nachweisen
Foto: © pressmaster - Fotolia
Egal ob Nachträge geprüft oder nachgewiesen werden müssen: „Ändern sich die vereinbarten Bauleistungen während der Bauausführung oder fordert der Auftraggeber zusätzliche Leistungen, so gilt der Grundsatz, die Vergütung fortzuschreiben, wenn die Grundlagen der Baupreisermittlung verändert wurden. Vorzulegen sind diese Fortschreibungen als Nachträge durch den Auftragnehmer“.1
Um den Nachtragspreis für eine ‚Leistungsänderung‘– wenn also eine beauftragte Position in abgewandelter Form zur Ausführung kommt – korrekt zu bestimmen, muss die entsprechende Leistung in der Regel auf Grundlage der Urkalkulation, bzw. der EFB-Angaben des Auftragnehmers vollständig neu kalkuliert werden. Zeitsparender können Nachtragspreisejetzt mit www.baupreislexikon.de geprüft und nachgewiesen werden. Selbst wenn keine Urkalkulation vorliegt. § 2 der VOB/B regelt die Vergütungsansprüche, die sich aus Nachträgen ergeben. Für Leistungsänderungen gilt dabei laut § 2 Abs. 5: „Werden durch Änderung des Bauentwurfs oder andere Anordnungen des Auftraggebers die Grundlagen des Preises für eine im Vertrag vorgesehene Leistung geändert, so ist ein neuer Preis unter Berücksichtigung der Mehr- oder Minderkosten zu vereinbaren.“ Es kommt also auf die konkreten Kostenbestandteile der beauftragten und der geänderte Position an sowie deren Auswirkung auf den Einheitspreis. Eine solche Preisermittlung kann auf Grundlage der Urkalkulation durchgeführt werden. Vorausgesetzt, diese liegt überhaupt in geeigneter Form vor.
Daneben kommt häufig der Vergleich mit ortsüblichen Preisen zum Tragen. Insbesondere wenn sich Auftraggeber und Auftragnehmer beim Nachtragsanspruch nicht einigen können. Allerdings stellt sich dabei die Frage, wie ein angemessener ortsüblicher Preis für eine konkrete vergleichbare Leistungsänderung tatsächlich feststellbar ist. Genau an diesem Punkt setzt die Methode des www.baupreislexikon.de an: Jede der über 1.000.000 einstellbaren Bauleistungen lässt sich im Sinne einer Leistungsänderung abwandeln.So erhält man Vergleichspreise sowohl die für beauftragte als auch für die geändertePosition. Aus der Gegenüberstellung wird ein neutraler Änderungsfaktorermittelt. Der Nachtragspreis selbstist dagegen kein Vergleichspreis, sondern ergibt sich aus dem im Auftrag vereinbarten Preis multipliziert mit dem Änderungsfaktor. (Zur Ermittlung des Preisänderungsfaktors siehe auch Schiller/Kloß „Praktische Nachtragsbearbeitung mit Vergleichskalkulation“, 2007).
Vorgehensweise:
  1. Beauftragte Bauleistung im Baupreislexikon auswählen
  2. Für die „Geänderte Leistung“ Beschreibungsmerkmale entsprechend dem geänderten Leistungsinhalt anpassen
  3. Nachtrag automatisch berechnen
Änderungsfaktor: Vergleichspreis geänderte Leistung = Änderungsfaktor
Vergleichspreis beauftragte Leistung

Nachtragspreis: Nachtragspreis=vereinbarter PreisxÄnderungsfaktor
Nachtragspreise im Baupreislexikon bei Leistungsänderung prüfen und nachweisen
Ohne aufwändige eigene Kalkulation erhält der Anwender einen Nachweis des Nachtragspreises mit detaillierten Kostenanteilen sowohl der beauftragten als auch der geänderten Leistung. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage des VHB 2008, Abschnitt 510 „Leitfaden zur Vergütung bei Nachträgen“. Der Änderungsfaktor wird automatisch als Orientierungswert für die eingestellte Region oder für konkrete Kalkulationsangaben ermittelt, die gemäß EFB-Formblatt eingetragen werden können.
Abschließend ergibt sich der fällige Gesamtbetrag aus der vertraglich vereinbarten Menge multipliziert mit dem auf diese Weise plausibel nachvollziehbaren Nachtragspreis.
1) Schiller/Kloß, "Handbuch Praktische Baukalkulation", 2012
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