Gute Prognosen für die Bauwirtschaft – Im Fokus energieeffizientes Bauen und Sanieren

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Gute Prognosen für die Bauwirtschaft – Im Fokus energieeffizientes Bauen und Sanieren
05.04.2011

Gute Prognosen für die Bauwirtschaft – Im Fokus energieeffizientes Bauen und Sanieren

Gute Prognosen für die Bauwirtschaft
Bild: © mirpic, Fotolia .com
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Die Bauwirtschaft wächst. Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat, nahm im Januar 2011 die Baunachfrage im Hochbau um 21,2 % zu. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe sind im Vergleich zum Vorjahresmonat preisbereinigt um 8,6% gestiegen.

So spricht auch Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft davon, dass die Mitgliedsunternehmen vergleichsweise gut in das Jahr 2011 gestartet sind. Für 2011 erwartet er ein Umsatzplus von 1,6 %, das würde einem Umsatz von insgesamt 195 Mrd. Euro entsprechen. Die Bauwirtschaft könne damit wieder einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Binnenkonjunktur leisten.
Das größte Potenzial der Branche bietet sich wohl für Unternehmen im Bereich Energie-/Gebäudetechnik und Dienstleistungen, so sehen es jedenfalls alle Vereine und Verbände, die die "Gemeinsame Stellungnahme zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm" unterzeichnet haben. Mit dabei unter anderem der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, der Deutsche Mieterbund,IG Bauen-Agrar-Umwelt, WWF Deutschland, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.u.v.a. Hintergrund für diese Stellungnahme ist die Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke, auf Grund der Katastrophe in Japan. Die damit wegfallenden Energiepotentiale sollen bekanntlich nicht nur durch andere Energielieferanten (Wind, Sonne, Kohle) ersetzt werden, sondern auch durch Einsparung erst gar nicht mehr benötigt werden. Und da kommt die energetische Gebäudesanierung wieder ins Spiel. Die Unterzeichner der Stellungnahme fordern nicht nur die Erhöhung des Sanierungstempos sondern auch die Weiterführung der KfW-Förderung in Höhe von mindestens zwei Milliarden Euro für dieses und die kommenden Jahre. Positive Effekte für Wirtschaft, Verbraucher, Staatshaushalt und Umwelt seien unbestritten.
Außerdem sollten auch Ersatzneubauten mit in die Förderung einbezogen werden. Denn laut einer bundesweiten Studie der Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau", ist Abriss und Neubau oft die bessere Alternative. So kritisiert Hans Georg Leuck, der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), dass es falsch sei, die KfW-Förderprogramme ausschließlich auf das energetische oder altersgerechte Sanieren auszurichten. Denn: "Wer abreißt und neu baut, hat die Chance, eine verbesserte Wärmedämmung und Schallschutz sowie eine ideale Raumaufteilung zu bekommen", so Leuck.
Hans-Hartwig Loewenstein, der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) untermauert die Feststellung damit, dass die Sanierung eines Mietshauses aus den 50er Jahren nicht günstiger ist als ein Abriss mit anschließendem Neubau sei, beides läge bei ca. 1000-1475 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. „Unter diesen Vorzeichen macht das Sanieren wenig Sinn", so Loewenstein.
Fazit: Die deutsche Bauwirtschaft setzt dieser Tage alles daran, die positive Entwicklungen der Branche weiter voranzutreiben und damit auch die deutsche Binnenkonjunktur positiv zu beeinflussen.Karl-Heinz Schneider, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft hofft daher auf entsprechende positive Rahmensetzungen von der Politik. Denn laut Schneider hat die Bauwirtschaft einen erheblichen Anteil daran, dass Deutschland die Finanz- und Wirtschaftskrise so gut überstanden hat.
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