Mindestlohn im Baugewerbe zum 01.09.2010 erhöht

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Mindestlohn im Baugewerbe zum 01.09.2010 erhöht
27.10.2010

Mindestlohn im Baugewerbe zum 01.09.2010 erhöht

Mindestlohn im Baugewerbe zum 01.09.2010 erhöht

Foto: © mapoli-photo - Fotolia
Im Baugewerbe gelten seit 1. September dieses Jahres neue Mindestlöhne. Das kann sich direkt auf die Angebotskalkulation in Ihrem Unternehmen auswirken. Denn die Höhe des Mittel- bzw. Kalkulationslohns bei der Angebotskalkulation wird durch die Entlohnung der baugewerblichen Arbeitnehmer mit bestimmt.
Im Bauhauptgewerbe gilt jeweils ein Mindestlohn für die
  • Lohngruppe 1 (Werker/Maschinenwerker) in Westdeutschland, Berlin und Ostdeutschland

    und einer für die
  • Lohngruppe 2 (Fachwerker/Maschinisten/Kraftfahrer) seit 01.09.2009 nur noch in Westdeutschland und Berlin.
Die gesetzliche Grundlage bildet das Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Die spezifischen Aussagen trifft der Tarifvertrag zur Regelung der Mindestlöhne im Baugewerbe in Deutschland (TV Mindestlohn) vom 23.05.2009. Danach gelten nunmehr seit 1. September 2010 bis zum 30. Juni 2011 folgende Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe:
Westdeutschland und Berlin: Lohngruppe 1: 10,90 €
Lohngruppe 2, ohne Berlin: 12,95 €
Lohngruppe 2, Berlin: 12,75 €
Ostdeutschland ohne Berlin: Lohngruppe 1: 9,50 €
Die Beträge entsprechen jeweils dem Gesamttarifstundenlohn (GTL), der sich aus Tarifstundenlohn und Bauzuschlag zusammen setzt. Der Mindestlohn gilt stets für die Arbeitsstelle. Auswärtig beschäftigte Arbeitnehmer behalten jedoch den Anspruch auf den Mindestlohn ihres Einstellungsortes. Ist der Mindestlohn der auswärtigen Arbeitsstelle höher, so haben die Arbeitnehmer Anspruch auf diesen Mindestlohn, solange sie auf dieser Arbeitsstelle tätig sind.
Im Bauhauptgewerbe entspricht der Mindestlohn 1 der Lohngruppe 1. Er gilt für die Ausführung einfacher Bau- und Montagearbeiten nach Anweisung und für einfache Wartungs- und Pflegearbeiten an Baumaschinen und Geräten nach Anweisung, für die keine Regelqualifikation vorausgesetzt wird. Typische Tätigkeitsbeispiele hierzu sind im Bundesrahmentarifvertrag – BRTV-Baugewerbe – in § 5 Nr. 3 angeführt.
Der Mindestlohn für die Lohngruppe 2 gilt für die Ausführung fachlich begrenzter Arbeiten (Teilleistungen eines Berufsbildes oder angelernte Spezialtätigkeiten) nach Anweisung. Beispiele für die typische Regelqualifikation sind ebenfalls im BRTV-Baugewerbe in § 5 Nr. 3 aufgeführt.
Zum 1. September hat sich auch der Mindestlohn 2 – gelernte Arbeitnehmer/Gesellen – in Westdeutschland im Maler- und Lackierhandwerk um 0,25 €/Stunde auf 11,25 €/Stunde erhöht. Der Mindestlohn 1 – ungelernte Arbeitnehmer – beträgt weiterhin 9,50 €/Stunde einheitlich in West- und Ostdeutschland sowie Berlin.
Weiter spezielle Mindestlöhne gelten im Dachdeckerhandwerk und Elektrohandwerk. In diesen Gewerken ist keine Änderung zum 01.09.2010 erfolgt.
Kein allgemeinverbindlicher Mindestlohn gilt gegenwärtig im Abbruchgewerbe.
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