Lohn- und Gehaltszusatzkosten – veränderte Zuschlagsätze ab 2014

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Lohn- und Gehaltszusatzkosten – veränderte Zuschlagsätze ab 2014
07.03.2014

Lohn- und Gehaltszusatzkosten – veränderte Zuschlagsätze ab 2014

Lohn- und Gehaltszusatzkosten - veränderte Zuschlagsätze ab 2014
Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com
Für die Lohnzusatzkosten der gewerblichen Mitarbeiter weisen die exemplarischen Berechnungsschemata des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. als Musterrechnungen folgende Zuschlagsätze ab 1. Januar 2014 aus:
  • für Ostdeutschland von 78,18 % (2013 = 77,70 %) sowie speziell für Sachsen 77,51 % (2013 = 77,03 %) und
  • für Westdeutschland von 86,92 % (2013 = 87,41 %).
Gegenüber dem Vorjahr liegen nur geringfügige Veränderungen vor. Sie resultieren vorrangig aus folgenden Faktoren:
  • Anpassungen der Löhne an den aktuellen Tarifstand,
  • Erhöhung der Beiträge zu den Sozialkassen der Bauwirtschaft (SoKa-Bau),
  • Berücksichtigung der veränderten Beitragsbemessungsgrenzen 2014 in der Sozialversicherung,
  • Anpassungen geringfügig bei der Unfallversicherung, dem Schwerbehindertenausgleich und dem Ansatz für Arbeitsschutz,
  • Einbeziehung eines zusätzlichen Arbeitstags in Westdeutschland, da der regionale Feiertag auf ein Wochenende fällt.
Die Lohnzusatzkosten werden bei der Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz aufgeschlagen. Die Aussagen finden danach ihren Ansatz in den ergänzenden Formblättern Preise 221 oder 222 (EFB-Preis jeweils im Abschnitt 1) auf Grundlage des Vertrags- und Vergabehandbuchs (VHB-Bund, Ausgabe 2008).
Zu berücksichtigen bleibt, dass ein betriebsindividueller Zuschlagsatz auf Grund der jeweiligen betrieblichen Bedingungen oft nicht so hoch wie der exemplarische Durchschnittssatz sein wird. In vielen Bauunternehmen liegt er um ca. 3 - 6 % niedriger. Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sind begründet im unterschiedlich hohen tariflichen Lohnniveau sowie aus dem 13. Monatseinkommen und der Zusatzversorgung für Bauarbeiter in den alten Bundesländern. Folglich sollte die Bestimmung des Zuschlagsatzes mindestens zu Beginn eines Geschäftsjahres und ggf. jeweils bei lohntariflichen Veränderungen und Anpassungen im Umfang der Beschäftigtenzahl betriebsindividuell vorgenommen bzw. überprüft und gemäß den Realitäten korrigiert werden.
Werden im Kalkulationslohn noch Gehaltskosten für einen Polier oder andere Aufsichtskräfte einbezogen, dann können entsprechend auch Gehaltszusatzkosten Berücksichtigung finden. Die ebenfalls dafür vorliegenden exemplarischen Musterrechnungen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie weisen folgende Aussagen für 2014 aus:
für Angestellte:
  • in Ostdeutschland im Durchschnitt 58,44 % (2013 = 58,32 %) und speziell in Sachsen 57,91 % (2013 = 57,79 %) und
  • in Westdeutschland im Durchschnitt 63,71 % (2013 = 64,58 %),
für aufsichtsführende Poliere:
  • in Ostdeutschland im Durchschnitt 87,76 % (2013 = 88,04 %) sowie speziell in Sachsen 87,12 % (2013 = 87,40 %) und
  • in Westdeutschland im Durchschnitt 93,37 % (2013 = 94,72 %),
für Poliere tatsächlich:
  • in Ostdeutschland im Durchschnitt 68,18 % (2013 = 68,43 %) sowie speziell in Sachsen 67,58 % (2013 = 67,85 %) und
  • in Westdeutschland im Durchschnitt 73,74 % (2013 = 74,85 %).
Der Veränderung der Zuschläge gegenüber dem Vorjahr liegen ebenfalls die bereits zu den Lohnzusatzkosten angeführten Faktoren zugrunde.
Der erhebliche Unterschied der Zuschlagsätze zwischen tatsächlichen und aufsichtsführenden Polieren und Angestellten ist begründet aus dem Ansatz von Ausfalltagen innerhalb des Schlechtwetterzeitraums (in der Musterrechnung 20 Arbeitstage) wie bei gewerblichen Arbeitnehmern. Daraus resultieren weniger tatsächlich aufsichtsführende Arbeitstage und ein höherer Gehaltsanteil für sozial- und gehaltsbezogene Kosten.
Mindestens zu Beginn eines Geschäftsjahres und ggf. jeweils bei gehaltstariflichen Veränderungen sollten die Prozentsätze ebenfalls betriebsindividuell überprüft und gemäß den Realitäten angepasst werden.
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