Pausenzeiten im Baugewerbe

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Pausenzeiten im Baugewerbe

Zu den Pausenzeiten rechnen Ruhepausen im Zeitablauf der täglichen Arbeit. Spezielle Vorschriften gelten nach dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG vom 06. Juni 1994, in letzter Fassung vom 11. November 2016). Definiert wird im ArbZG die Arbeitszeit als "Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Ruhepausen". Auch die Arbeitszeitformen- Bereitschaftsdienst und Arbeitsbereitschaft - gelten als Arbeitszeit, nicht jedoch die Zeit der Rufbereitschaft. Die Pausenzeiten nach ArbZG gelten für das gesamte Personal auch in einem Bauunternehmen einschließlich für Auszubildende. Ausgenommen werden nach § 18 Abs. 1, Nr. 1 ArbZG lediglich leitende Angestellte.
Pausen sind gemäß § 4 ArbZG vorgeschrieben, wenn die Arbeitszeit ab 6 Stunden umfasst. Pausen dürfen nicht zu Beginn oder am Ende der Arbeitszeit liegen. Sie sollten bereits in einem Arbeitszeitplan im Voraus bestimmt und ihre zeitliche Einordnung festgelegt werden. In der Regel werden Pausen bereits schon vor Ablauf von 6 Stunden vorgesehen werden, um einer Leistungsminderung durch Ermüdung vorzubeugen.
Bei einer Arbeitszeit von 6 bis 9 Stunden sind mindestens 30 Minuten und bei einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten Ruhepause zu sichern. Möglich ist es, die Pausenzeiten zu verteilen und zu staffeln in Zeitabschnitte von mindestens jeweils 15 Minuten. Nach Beendigung der Arbeitszeit ist eine ununterbrochene Ruhezeit nach § 5 ArbZG von mindestens 11 Stunden ab Beendigung der Arbeitszeit einzuhalten.
Mit Bezug auf § 14 ArbZG kann auch bei den Pausenzeiten abgewichen werden:
  • bei vorübergehenden Arbeiten in Notfällen oder
  • in außergewöhnlichen Fällen, die unabhängig vom Willen der Betroffenen eintreten und deren Folgen nicht auf andere Weise zu beseitigen sind oder
  • bei einer verhältnismäßig geringen Anzahl von Arbeitnehmern, die vorübergehend mit Arbeiten beschäftigt sind, deren Nichterledigung das Ergebnis der Arbeiten gefährden oder einen unverhältnismäßigen Schaden zur Folge haben werden.
Im Einzelfall kann auch die jeweilige Aufsichtsbehörde der Länder nach § 15 Abs. 2 ArbZG eine Genehmigung ausstellen, sofern ein öffentliches Interesse vorliegt.
Ggf. ist bei besonders hoher körperlicher Belastung, bei Klima mit extremen Temperaturen oder dem Arbeiten mit einer Schutzausrüstung betriebsindividuell zu entscheiden, dass weitergehende Zeiten für die Erholung vorgesehen werden, beispielsweise durch zwischenzeitliche Ausführung von anderen, weniger extremen Tätigkeiten. Dann handelt sich aber nicht mehr um Pausenzeiten.
Vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) wurde eine Kurzübersicht zum "Arbeitszeitrecht in der Bauwirtschaft (Stand: 15. Dezember 2017)" als praktische Hilfestellung zu speziellen Fragen des Arbeitszeitrechts nach ArbZG herausgegeben.

Baunachrichten zu Pausenzeiten im Baugewerbe

Sommer auf dem Bau - Gesund durch die heiße Jahreszeit - 21.06.2019 Wie sich vor zu viel Sonne schützen, wenn man den ganzen Tag auf der Baustelle steht? Hilfreich sind Tipps, Schattenregel und die Sozialvereinbarung zum Sonnenschutz ...
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Begriffs-Erläuterungen zu Pausenzeiten im Baugewerbe

Eine Ruhezeit umfasst die Zeit zwischen Arbeitsende und dem nächsten Arbeitsbeginn. Im Arbeitszeitgesetz (ArbZG vom 06. Juni 1994, in letzter Fassung vom 11. November 2016) wird hierzu im § 5 Abs. 1...
Regelungen zur Arbeitszeit finden sich im Arbeitszeitgesetz (ArbZG vom 06.Juni1994, in letzter Fassung vom 11. November 2016) sowie speziell zur Arbeitszeit im Baugewerbe auch in den jeweiligen Rahme ...

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