Plankostenrechnung

Plankostenrechnung

Die Plankostenrechnung ist eine spezielle Gestaltung der Kosten- und Leistungsrechnung innerhalb der Baubetriebsrechnung. Für die einzelnen Kostenstellen (vorrangig für die Baustellen) werden kostenartenbezogen Plangrößen im Rahmen der betrieblichen Kostenplanung ermittelt und vorgegeben. Ihre Fortschreibung erfahren die Plan-Kosten mit den Soll-Kosten, abgeleitet aus den Arbeitskalkulationen für die auszuführenden Bauaufträge. Sie bilden dann die Vergleichsgrößen für die Gegenüberstellung mit den tatsächlich angefallenen Kosten im Soll-Ist-Kostenvergleich. Ein Beispiel wird unter Soll-Ist-Vergleich zu Lohnkosten veranschaulicht. Dabei ist es wichtig, dass den Ist-Kosten auch die vergleichbaren Plan- bzw. Soll-Kosten gegenübergestellt werden. Dafür sind die Soll-Kosten der geplanten Leistung für die tatsächlich ausgeführte Leistung anzupassen, wonach sie dann gewissermaßen den Charakter von "Hättekosten" annehmen.
Im weiteren Sinne werden unter Plankostenrechnung verschiedene Kostenrechnungssysteme verstanden und zunächst nach starren und flexiblen Plankostenrechnungen unterteilt. Bei der starren Plankostenrechnung werden die Kosten der Kostenstellen nicht an Kapazitäts- und Leistungsschwankungen angepasst und folglich diese Form für eine wirksame Kostenkontrolle weniger geeignet. Bei der flexiblen Plankostenrechnung werden die Aspekte der Kostendynamik und daraus ableitend die Kostenauflösung nach fixen und variablen Kosten berücksichtigt. Anwendungen stellen die Formen der Teilkostenrechnung (TKR) wie die Grenzkostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung dar. Letztere findet in der Bauwirtschaft teilweise Anwendung in meistens größeren Bauunternehmen und mit wachsender Bedeutung.
Schon über 50.000 Abonnenten!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK