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Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist eine Alterssicherung für die abhängig Beschäftigten innerhalb des Systems der Sozialversicherung, insbesondere auf Grundlage des Sechsten Buches des Sozialgesetzbuches (SGB VI).
Die Rentenversicherung ist gesetzlich geregelt und wird durch ein Umlageverfahren und mit freiwilligen Beiträgen finanziert. Der Anspruch auf eine Rente wird durch Beiträge entsprechend der Versicherungspflicht oder einer freiwilligen Versicherung erworben.
Der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde abgesenkt und beträgt seit 1. Januar 2018 = 18,60 % (2017 = 18,70 %) und soll voraussichtlich bis 2022 auf dieser Höhe bleiben. Vom Betrag ist die Hälfte = 9,30 % vom Bauunternehmen als Arbeitgeber zu tragen.
Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zählen zu den gesetzlichen Sozialkosten. Sie sind folglich ebenfalls Bestandteil der Lohnzusatzkosten sowie auch Gehaltszusatzkosten und werden mit im Baupreis kalkuliert.
In den Musterberechnungen zur Bestimmung des Zuschlagssatzes für die Lohnzusatzkosten wird die Rentenversicherung in der Position 2.2.1.1 ausgewiesen und zwar in Höhe von 9,30 %. Betriebsindividuelle Unterschiede sind bei den gewerblichen Arbeitnehmern eigentlich nicht anzunehmen, da der Monats-Bruttolohn nicht die Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2018 von 78.000 € im Jahr bzw. 6.500 € im Monat (2017 von 76.200 € im Jahr bzw. 6.350 € im Monat) in Westdeutschland und von 69.600 € im Jahr bzw. 5.800 € pro Monat (2017 = 68.400 € im Jahr bzw. 5.700 € pro Monat) in Ostdeutschland überschreiten wird.
Der Beitrag für Kurzarbeiter ist allein vom Arbeitgeber zu leisten. Als Grundlage für die Bemessung ist ein um 20 % gekürztes fiktives Arbeitsentgelt heranzuziehen.
Für Minijobber bei Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung ab 1. Januar 2013 bis zur Verdienstgrenze von 450 € besteht eine grundsätzliche Pflicht zur Rentenversicherung. Sie soll der sozialen Absicherung der Minijobber dienen. Von den Minijobbern ist die Differenz zwischen den vom Arbeitgeber zu tragenden Rentenversicherungsbeitrag von 15 % und dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung von 18,6 % zu übernehmen, praktisch 3,6 %. Die Zeit zählt als Versicherungszeit und erhöht die Rente.Wird dies jedoch vom Minijobber nicht gewünscht, so kann er sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.
Für die Angestellten einschließlich Poliere ist zunächst zu prüfen, wie hoch der Anteil an den gesamten Angestellten ist, deren monatliche Gehälter oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Das wird in den Bauunternehmen zwischen West- und Ostdeutschland sowie in den Unternehmen verschiedener Größe und Leistungssparten unterschiedlich sein. Ein betriebsindividueller Ansatz ist zu prüfen und in den Berechnungen anzusetzen.
In den Musterberechnungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e. V. für die Berechnung eines Zuschlagsatzes für die Gehaltszusatzkosten wurde der Anteil von Angestellten, deren Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, in Bauunternehmen in Ostdeutschland mit 0 % angesetzt, für Westdeutschland von 2,5 % für Angestellte sowie 0 % für Poliere.
Für die Angestellten in Westdeutschland wäre dann bei hälftigem Anteil für das Unternehmen ein Wert in Höhe von

18,60 % x 97,50 %
2 x 100 %
= 9,07 %

sowie für Poliere von

18,60 % x 100,00 %
2 x 100 %
= 9,30 %


anzusetzen.
Bei Zahlung von Saison-Kurzarbeitergeld als konjunkturelles Kurzarbeitergeld (bei wirtschaftlichen Gründen oder unabwendbaren Ereignissen) wird sowohl für gewerbliche Arbeitnehmer als auch Angestellte in Bauunternehmen eine Erstattung des Sozialaufwands auf Antrag pauschaliert zu 50 % sowie von 100 % bei beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen vorgesehen. Ein entsprechender Ansatz im Rahmen der gesetzlichen Sozialkosten kann dann bei der Berechnung des Zuschlagsatzes für die Lohn- und Gehaltszusatzkosten unberücksichtigt bleiben.
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Baunachrichten zu Rentenversicherung

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Begriffs-Erläuterungen zu Rentenversicherung

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