Stammdaten der Kalkulation

Stammdaten der Kalkulation

Stammdaten sind für die Kalkulation universell verwendbare Wissens- und Erfahrungswerte. Dem Inhalt nach umfassen sie die vom Bauunternehmen für seine Angebotskalkulation verwendeten Kalkulationsansätze, so:
Die Stammdatenkalkulation gliedert Leistungen und kostenrelevante Kriterien für eine differenzierte und transparente Zuordnung zum individuellen Bauauftrag. Mit einer intelligenten Vernetzung der unterschiedlich strukturierten Stammdaten lässt sich eine hohe Effektivität und Qualität der Kalkulation erreichen, wie z. B. mit Dynamischen BauDaten (DBD). Sie umfassen die DBD- KostenAnsätze als Aufwandswerte für die Angebotskalkulation sowie VOB-gerechte Leistungsbeschreibungen für Millionen von Bauleistungen. Mit ihnen kann sofort mit der Kalkulation begonnen werden. Ein aufwendiges Anlegen und Verwalten von Stammdaten ist - anders als bei herkömmlicher Arbeitsweise oder statischen Datensammlungen - nicht erforderlich. Das Wissen der DBD-KostenAnsätze wird dabei mit den betriebsindividuellen Kosten für Löhne und den betriebsindividuellen Zuschlagsätzen zusammengebracht.
Unabhängig davon, in welchem Maße fremde Ansätze herangezogen werden, bedarf es einer betriebsindividuellen Prüfung und angepassten Bestimmung, Festlegung sowie Pflege der abgeleiteten Stammdaten. Als Grundlagen dafür sollten genutzt werden:
  • Erfahrungswerte aus früheren Angeboten und ausgeführten Bauaufträgen, besonders zum Zeitansatz für den Arbeitsaufwand,
  • Erkenntnisse aus Soll-Ist-Vergleichen und Nachkalkulationen, besonders bei Verlustbaustellen,
  • Einstandspreise der Baustoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe von unterschiedlichen Lieferanten und selbstbeobachtete Marktpreise,
  • Angaben aus der Baugeräteliste (BGL 2015) zu Vorhaltekosten sowie Mieten für Baumaschinen und Geräte,
  • betriebswirtschaftliche Aussagen aus der betrieblichen Kosten- und Leistungsrechnung (KLR-Bau), insbesondere für die Vorbestimmung von Zuschlagsätzen für die Gemeinkosten (BGK, AGK),
  • selbstkalkulierte Festpreise für ein schnelles Kalkulieren,
  • fremde Richtwerte aus Katalogen zu Arbeitszeitrichtwerten (AR), Baupreiskataloge, Produktinformationen, Lohntarifverträge, Verbandsinformationen u. a.
Die für ein Angebot zugrunde gelegten Stammdaten sind auch anzusetzen, wenn beispielsweise bei Nachträgen vertragliche Einheitspreise (EP) geändert oder neue Einheitspreise vereinbart werden sollen. Bleibt die Preisermittlung für den Auftraggeber nicht nachvollziehbar, so sind die Ansätze auf der Grundlage der Vertragspreise besonders sorgfältig zu prüfen.
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