Stammkapital

» Begriffs-Erläuterungen

Stammkapital

Als Stammkapital gilt das Einlage- oder Nominalkapital einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und zwar als Summe der Nennbeträge aller Stammeinlagen als GmbH-Anteile. Die Höhe des Stammkapitals wird im Gesellschaftsvertrag (Satzung der Gesellschaft) festgelegt. Das Mindeststammkapital beträgt nach § 5 GmbH-Gesetz (zuletzt geändert mit Wirkung vom 05.08.2009) 25.000 €.
Der Nennbetrag jedes Geschäftsanteils darf nur auf volle Euro lauten. Die Summe der Nennbeträge aller Geschäftsanteile muss mit der Höhe des Stammkapitals übereinstimmen. Dabei kann ein Gesellschafter durchaus auch mehrere Geschäftsanteile bei der Gründung der Gesellschaft übernehmen. Die Höhe der Nennbeträge der einzelnen Geschäftsanteile kann verschieden bestimmt werden.
Anstelle eines Geldbetrags kann bei der Gründung der Gesellschaft auch eine Sacheinlage erfolgen. Dann muss jedoch der Gegenstand der Sacheinlage und der Nennbetrag des Geschäftsanteils, auf den sich die Sacheinlage bezieht, im Gesellschaftsvertrag festgesetzt werden. Damit werden Rechtsunsicherheiten in der Vergangenheit infolge „verdeckter Sacheinlagen“ beseitigt.
Eine verdeckte Sacheinlage liegt vor, wenn zwar formell eine Bareinlage vereinbart und geleistet wird, die Gesellschaft bei wirtschaftlicher Betrachtung aber einen Sachwert erhalten soll. Nunmehr sieht das GmbH-Gesetz vor, dass der Wert der geleisteten Sache auf die Bareinlageverpflichtung des Gesellschafters angerechnet wird und zwar erst nach Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister.
In der Vergangenheit prüfte das Registergericht in der Regel die Bewertung der Sacheinlagen umfassend und lehnte ggf. die Eintragung einer Gesellschaft bei vorliegender Überbewertung ab. Künftig rechtfertigen aber geringfügige Überbewertungen keine Ablehnung mehr.
Das neue GmbH-Recht kennt mit Bezug auf das „Gesetz zu Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG - in Kraft seit 01.11.2008) nunmehr eine zweite Variante der GmbH:
  • die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft mit Bezug auf § 5a GmbH-Gesetz mit nur mindestens einem Euro als Geschäftsanteil bzw. Stammkapital.
Diese Form bietet eine Einstiegsvariante und ist besonders für Existenzgründer interessant. Damit wurden Nachteile der deutschen GmbH im Wettbewerb gegenüber Rechtsformen in anderen Ländern wie der Limited-Gesellschaft ausgeglichen.

Begriffs-Erläuterungen zu Stammkapital

Mit dem Inkrafttreten der Reform des GmbH-Rechts (Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen-MoMiG) seit 1. November 2008 ist es nunmehr möglich, eine spezielle Gmb ...
Das Gezeichnete Kapital – auch als Nominalkapital bezeichnet – ist der Hauptbestandteil desEigenkapitals Kapitalgesellschaft als Passivposten in der Bilanz. Bei einer GmbH ist es als „Stammkapital“ ...
Rücklagen sind Bestandteile desEigenkapitals auf der Passivseite der, gewissermaßen als "Reserven" des Unternehmens, die über das gezeichnete Kapital (Stammkapital einerGesellschaft mit beschrä ...
Als Mini-GmbH wird umgangssprachlich gelegentlich die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG) bezeichnet, die seit Inkrafttreten der Reform des GmbH-Rechts auf Grundlage des "Gesetzes zur Mo ...

Verwandte Suchbegriffe zu Stammkapital


 
Schon über 50.000 Abonnenten!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK