Steuerschuldnerschaft bei Organschaften

Steuerschuldnerschaft bei Organschaften

Als Steuerschuldnerschaft wird die Umkehr der Umsatzsteuerschuld bezeichnet. Der Leistungsempfänger ist als Steuerschuldner zur Abführung der Umsatzsteuer an das Finanzamt verpflichtet. Rechtliche Grundlagen liefern § 13 b im Umsatzsteuergesetz (UStG) sowie zuletzt die Regelungen in dem BMF-Schreiben vom 26. September 2014 zu "Änderungen der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers" (gleichlautend mit dem Umsatzsteuer- Anwendungserlass-UStAE, veröffentlicht im Bundessteuerblatt I sowie als Download unter www.bundesfinanzministerium.de unter Umsatzsteuer). Die im UStAE vorbestimmten Grundsätze gelten sowohl für die Steuerschuldnerschaft für Bauleistungen als auch sinngemäß für die Steuerschuldnerschaft bei Gebäudereinigung.
Wird eine Bauleistung an eine Organschaft, beispielsweise an den Organträger (übergeordnetes Unternehmen einer Organschaft) oder eine Organgesellschaft (untergeordnete Unternehmen, die rechtlich selbstständig, aber wirtschaftlich unselbstständig sind) erbracht, so ist in solchen Organschaftsfällen der Träger für diese Bauleistung nur dann Steuerschuldner, wenn die Bauleistung von diesem oder einem anderen Teil des Organkreises zur Erbringung einer Bauleistung verwendet wird. Bei der Berechnung der 10 % - Grenze sind nach Tz 13b.3 Abs. 7 im UStAE vom 26.9.2014 nur die Bemessungsgrundlagen der Umsätze zu berücksichtigen, die der betreffende Organkreis (z. B. Organträger oder eine Organgesellschaft) erbracht hat.
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