Umlage

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Umlage

Unter Umlage wird die Differenz zwischen einem Baupreis und der Summe der zugehörigen Einzelkosten verstanden, entweder bezogen auf den Einzelpreis einer Leistungsposition oder die Angebotsendsumme (ohne Umsatzsteuer) zum Bauauftrag. Die Umlage umfasst inhaltlich die Summe aus Gemeinkosten (BGK und AGK) sowie Wagnis und Gewinn (W&G). Sie entspricht in dieser Aussage praktisch dem Deckungsbeitrag (DB). Die Umlage insgesamt wird im Durchschnitt der Bauunternehmen einen Anteil von ca. 25 % mit einer Spanne von ca. 22 bis 30 % des Baupreises bzw. der Angebotsendsumme ausmachen, in der Spanne unterschiedlich hoch nach der Betriebsgröße und den verschiedenen Leistungssparten wie Hochbau, Tiefbau u. a. bis hin zum Schlüsselfertigbau (SF-Bau). Eine Verzerrung in der Aussage ist möglich, wenn in einem Angebot manuell Festpreise eingegeben werden, die keine Kostenstruktur und keine Preisanteile mehr besitzen bzw. nicht erkennen lassen.
Die Zu- bzw. Verrechnung der gesamten Umlage erfolgt im Rahmen der Kalkulation mit Umlagesätzen, und zwar vorrangig bei Anwendung der Endsummenkalkulation als Kalkulationsverfahren für die Erstellung des Angebots. Aussagen darüber erfolgen zu einem Angebot bei Verlangen des Auftraggebers in den ergänzenden Formblättern Preise (EFB-Preis) 221 und 222 sowie in absoluter Höhe zu den einzelnen Einheitspreisen (EP) der abgefragten Positionen aus dem Leistungsverzeichnis (LV) im Formblatt 223 auf Grundlage des Vergabe- und Vertragshandbuchs (VHB-Bund, Ausgabe 2008, Stand: April 2016).
Die Vorausbestimmung der Umlagen für den Ansatz in der Angebotskalkulation kann mit Bezug auf die betriebliche Finanzplanung und in Abstimmung mit dem kaufmännischen Leiter des Bauunternehmens vorgenommen werden. Als Grundlage sollten die Unterlagen des betrieblichen Rechnungswesens (Jahresabschluss und BWA – Betriebswirtschaftliche Auswertungen) bzw. die Finanzplanung für das laufende bzw. künftige Geschäftsjahr herangezogen werden. Dafür können die Musterrechnungen unter " Finanzplan zur Ermittlung von Kalkulationszuschlagssätzen " herangezogen werden. Die Kalkulationssoftware " nextbau " bietet noch weitere Musterfinanzpläne an, und zwar differenziert für verschiedene Leistungssparten bzw. Gewerke und Betriebsgrößen in der Bauwirtschaft.
Die Umlage kann nachrichtlich weiter aufgesplittet ausgewiesen werden nach den Anteilen
jeweils in € für das Angebot.
Diese Aussagen können durchaus für Wertungen vor Abgabe des Angebots herangezogen werden, auch spekulative Überlegungen anregen und ggf. dazu führen, eine veränderte Eingabe von Zuschlagsätzen für die Gemeinkosten vorzusehen. Betriebswirtschaftlich drückt die Umlage den Deckungsbeitrag aus. Ausgedrückt wird, in welchem Maße die Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn durch die Baupreise "gedeckt" werden.
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Bitte beachten Sie, dass die Muster-Dokumente keine juristische Empfehlung darstellen und die Verwendung nach dem konkreten Sachverhalt eigenverantwortlich erfolgen muss. Vollständigkeit, sowie technische und inhaltliche Fehlerfreiheit werden nicht zugesichert.

Normen und Richtlinien zu Umlage

DIN V 18599-1 [2016-10]7.2.1 Allgemeines Sind aus den Energiekennwerten/Bilanzanteilen von Versorgungsbereichen zonenweise Energiekennwerte/ Bilanzanteile zu bestimmen, werden drei Fälle unterschied...
DIN 32736 Beiblatt 1 [2000-08]DIN 32736 Anlage 3 zu § 27 Abs. 1 Betriebskosten DIN 18960 Bemerkungen Technisches Gebäudemanagement Betreiben (alle Teilleistungen außer Instandhalten) anteilig enthal...
DIN 32736 [2000-08]Das Flächenmanagement umfasst das Management der verfügbaren Flächen im Hinblick auf ihre Nutzung und Verwertung. Nutzerorientiertes Flächenmanagement wie z. B. Nutzungsplanung, r...

Baunachrichten zu Umlage

Zuschlagssätze 2013 für die Lohn- und Gehaltszusatzkosten - 01.03.2013 Seit dem 1. Januar 2013 leiten sich für den betreffenden Tarifstand folgende Zuschlagsätze...
01.03.2013 Seit dem 1. Januar 2013 leiten sich für den betreffenden Tarifstand folgende Zuschlagsätze...
Baupreise und deren Kalkulation über die Einzelkosten der Teilleistungen -Bei der Ermittlung der Einheitspreise (EP) für die Positionen des Leistungsverzeichnisses scheiden sich die Geister. Für Angebote benutzen nach meiner Meinung 80% der Firmen Fixpreise. Vorgefertigte EP’s aus der Erfahrung am Markt. Und 20% der Unternehmen kalkulieren die Einheitspreise für jeden Auftrag neu. Auf die Baustelle bezogen werden die konkreten Einzelkosten und Zuschläge bzw. Umlagen berechnet. Eine Kalkulationskultur vom Groben zum Feinen. Zwischen "Erbsenzählerei" und verursachungsgerechten Details. Aber eins ist gewiss: Sichere Angebote lassen sich nur bei sicherer Kostenkenntnis erstellen.
Bei der Ermittlung der Einheitspreise (EP) für die Positionen des Leistungsverzeichnisses scheiden sich die Geister. Für Angebote benutzen nach meiner Meinung 80% der Firmen Fixpreise. Vorgefertigte EP’s aus der Erfahrung am Markt. Und 20% der Unternehmen kalkulieren die Einheitspreise für jeden Auftrag neu. Auf die Baustelle bezogen werden die konkreten Einzelkosten und Zuschläge bzw. Umlagen berechnet. Eine Kalkulationskultur vom Groben zum Feinen. Zwischen "Erbsenzählerei" und verursachungsgerechten Details. Aber eins ist gewiss: Sichere Angebote lassen sich nur bei sicherer Kostenkenntnis erstellen.
Zuschlagskalkulation über Einzelkosten der Teilleistungen und Herstellkoste... -Das „heilige Prinzip“ der Kostenrechnung ist das Verursachungsprinzip. Dies gilt auch bei der Ermittlung der Kosten für die Leistungen eines Bauauftrages. Eine Baukalkulation, sprich Bauauftragsrechnung, beruht auf den Kostenebenen im Unternehmen. Es werden Kosten verursacht durch:
Das „heilige Prinzip“ der Kostenrechnung ist das Verursachungsprinzip. Dies gilt auch bei der Ermittlung der Kosten für die Leistungen eines Bauauftrages. Eine Baukalkulation, sprich Bauauftragsrechnung, beruht auf den Kostenebenen im Unternehmen. Es werden Kosten verursacht durch:
Zuschlagssätze 2011 für Lohn- und Gehaltszusatzkosten - 04.04.2011 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...
04.04.2011 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...
Der Deckungsbeitrag in der Dualität von A wie Anteil bis Z wie Zuschlag -Im Deckungsbeitrag verbirgt sich ein tiefer Sinn für die Kalkulation von Baupreisen, der Beurteilung von Angeboten und dem Nachtragsmanagement. Zum Verständnis dieser Zusammenhänge möchte ich aus aktuellem Anlass geistig anregen.
Im Deckungsbeitrag verbirgt sich ein tiefer Sinn für die Kalkulation von Baupreisen, der Beurteilung von Angeboten und dem Nachtragsmanagement. Zum Verständnis dieser Zusammenhänge möchte ich aus aktuellem Anlass geistig anregen.

Begriffs-Erläuterungen zu Umlage

Als U3-Umlage wird synonym die Insolvenzgeldumlage bezeichnet. Im Falle einer Insolvenz eines Unternehmens erhalten die im Inland beschäftigten Arbeitnehmer ein Insolvenzausfallgeld. Es dient dem Aus ...
Im Falle der Insolvenz eines Unternehmens erhalten die im Inland beschäftigten Arbeitnehmer ein Insolvenzausfallgeld. Es dient dem Ausgleich des ausgefallenen Lohnes bzw. Gehaltes in den letzten 3 Mo ...
Die Mittel für die Finanzierung von Aufwendungen zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung im Baugewerbe werden seit 1. Mai 2006 im Geltungsbereichs des Bundesrahmenvertrags für das Baugewerbe ( B ...
Als Winterbauumlage galt allgemein eine Umlage, die von den Bauunternehmen monatlich erfolgt und zum Ausgleich von Mehraufwendungen für die Beschäftigung im Winter dienen sollte. Ab 1. Mai 2006 trate ...

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