Umsatzsteuer-Voranmeldung

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Umsatzsteuer-Voranmeldung

Zur Feststellung der Umsatzsteuer besteht eine Aufzeichnungspflicht - nach der die Umsätze nach Umsatzsteuer-Sollbesteuerung und Umsatzsteuer-Istbesteuerung mit den entsprechenden Steuersätzen, sowie die Vorsteuerbeträge im Einzelnen nachzuweisen sind. Das Unternehmen hat alle an Dritte ausgestellten und von Dritten erhaltenen Rechnungen nach § 257 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) aufzubewahren, Handelsbriefe mindestens zehn Jahre lesbar, beginnend mit dem Schluss des Kalenderjahres der Rechnungsausstellung.
Die Umsatzsteuer ist eine Jahressteuer. Während des Jahres müssen aber Voranmeldungen jeweils bis zum zehnten Tag nach Ablauf des Kalendermonats (Voranmeldezeitraum) getätigt und Vorauszahlungen geleistet werden, wenn eine Zahllast vorliegt. Die Voranmeldung ist auf elektronischem Weg zu übermitteln, sie steht einer Steuererklärung gleich. Der Bauunternehmer kann auch eine Verlängerung der Fristen für die Voranmeldung und die Vorauszahlung der Umsatzsteuer um einen Monat beim Finanzamt beantragen. Die Gewährung ist aber in der Regel an die Auflage geknüpft, dass der Unternehmer eine Sondervorauszahlung auf die Umsatzsteuer eines Kalenderjahres entrichtet, die ein Elftel der Summe der Vorauszahlungen für das vergangene Kalenderjahr beträgt.
Erfolgte eine Umsatzsteuer-Voranmeldung verspätet oder enthält unrichtige Angaben, dann ist seit 1. Januar 2015 eine Teil-Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung möglich. Im § 371 Abs. 2a in der Abgabenordnung (AO) wird hierzu ausgeführt, dass "Straffreiheit bei Selbstanzeigen in dem Umfang eintritt, in dem der Täter gegenüber der zuständigen Finanzbehörde die unrichtigen Angaben berichtigt, die unvollständigen Angaben ergänzt oder die unterlassenen Angaben nachholt". Die Regelung gilt jedoch nicht für Steueranmeldungen, die sich auf das Kalenderjahr (Jahreserklärung) beziehen.
Für Kleinunternehmer gibt es in § 19 UStG eine Sonderregelung. Danach fällt bis zu einem gewissen Umfang (Umsatz zzgl. Umsatzsteuer im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 17.500 € und Umsatz zzgl. Umsatzsteuer im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich unter 50.000 €) keine Umsatzsteuer an. Dafür hat der Kleinunternehmer aber auch keinen Vorsteuerabzug.

Begriffs-Erläuterungen zu Umsatzsteuer-Voranmeldung

Als Überschussrechnung wird allgemein die Gewinnermittlung für die Besteuerung nach § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz (EStG), speziell als Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)bezeichnet. Sie kann vorge ...
Die Kleinunternehmerregelung leitet sich aus § 19 im Umsatzsteuergesetz (UStG) ab. Danach ist es möglich, dass für Unternehmen mit geringen Umsätzen , die 17.500 € im Kalenderjahr im Inland nicht übe ...
Mit Bezug auf § 19 im Umsatzsteuergesetz (UStG) wird die Umsatzsteuer von Kleinunternehmen wie beispielsweise Bauhandwerker sowie auch von Nichtkaufleuten wie freiberuflich Tätige nicht erhoben, wenn ...
Regelungen zur Steuerhinterziehung sowie einer strafbefreienden Selbstanzeige finden sich in den §§ 370 und 371 der Abgabenordnung (AO) sowie in demGesetz zur Verbesserung der Bekämpfung der Geldwä ...

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